Vorstellung & Kaufberatung

  • Moin zusammen,


    ich bin Tom, bin etwas unter 190cm, kräftiger gebaut und komme aus Niedersachsen.


    Ich habe vor einigen Jahren bereits meinen A2 gemacht und hatte dann, durch glückliche Fügung, kurzzeitig eine Kawa C4 - die hatte leider zahlreiche Probleme, weshalb ich sie dann letzten Endes voller Frust in gute Hände geben musste;

    Ich bin kein Schrauber und die Reparaturkosten waren zum Ende hin als Schüler einfach nicht mehr tragbar.

    Durch das Autofahren sowie Ausbildung und Studium habe ich dann leider das Thema Motorrad aus den Augen verloren bzw. mit der Ausrede abgetan, dass ich ja eh nicht weiß, was ich fahren will und wo ich anfangen soll und Auto ja auch reicht etc. pp.

    Letzten Endes war da aber immer diese Begeisterung fürs Fahren, die besonders zur Sommerzeit durch entferntes Knattern verschiedenster Bikes immer wieder hochkam.


    Da ich nun wieder mehr Zeit habe und es mir einfach in den Fingern juckt, möchte ich das Thema erneut angehen - auch in der Hoffnung, dass ich diesmal mehr Glück bei der Motorradwahl habe.

    Nun habe ich mich natürlich ein wenig schlau gemacht und mir verschiedene Bikes angeschaut: Kawa Z650, Ducati Monster 797 (ABSOLUTES Traum-Bike, aber das wird in diesem Leben glaube ich nichts bzw. wäre unvernünftig...), Suzuki SV 650, ...

    Aktuell steht bei mir die Honda CB650R ganz vorne, gefolgt von der MT-07, mit der ich damals bereits eine Testfahrt machen konnte, während ich noch die C4 besaß.

    Meinen A2-Schein sowie die passende Ausrüstung besitze ich bereits. Es fehlt folglich nur noch das passende Bike! Ich plane aktuell für das Bike 5.000 - 7.000€.


    Hierzu dann auch direkt die erste Frage:

    Ist es sinnig, als "Quasi"-Fahranfänger direkt ein neuwertiges/aktuelles Bike zu kaufen?


    An der CB650R hat mich bspw. so fasziniert, dass es

    • ein schickes Bike ist,
    • es ABS hat,
    • genau in die A2-Regelung passt und
    • ich es nach der absolvierten Prüfung (könnte ich theoretisch ja jetzt schon machen, aber denke, dass mir die Praxis fehlt) direkt aufmachen kann und dann die 70 KW habe, ohne ein neues Bike kaufen zu müssen.


    Die Yamaha hat ein - wie ich finde - sehr geniales Handling und lässt sich spielend leicht rangieren. Andererseits ist sie doch schon sehr klein, hat offen "nur" 54 KW und ist in meinen Augen, rein vom Preis-Leistungs-Verhältnis, nicht sehr attraktiv. Die Honda hingegen ist subjektiv nicht so klein und hat offen nochmal deutlich mehr Leistung. Ich bin kein Raser, aber man hört in jeglichen Beiträgen von erfahrenen Bikern, dass man wohl mit der Zeit mehr Leistung brauchen würde / haben wolle und dass Honda eine sehr beständige Marke und ein qualitativ hochwertiger Motorrad-Hersteller sei. Somit wäre die Yamaha ab dem A-Schein ggf. (zu) schnell wieder obsolet für mich?


    Mir ist bewusst, dass ich das Bike sicherlich in den Anfängen hinlege und dies dann natürlich (emotional & geldtechnisch) schmerzhaft wäre. Andererseits möchte ich einfach nicht wieder so eine Werkstatt-Misere wie bei der C4 erleben. Ich zahle gerne mehr und genieße das Bike, als dass ich dann - gefühlt - den Kaufpreis nochmal in Werkstattkosten blechen muss. Zudem bin ich kein Raser; Ich fahre mit dem Auto (seit acht Jahren - 40%) auch sehr angepasst und sehe mich in Puncto Motorrad primär beim Nakedbike - sowohl vom Fahrzeug-Typ als auch vom Verwendungzweck des Bikes.

    Enorm viel Vmax oder dergleichen brauche ich nicht. Ein Bike zum entspannt durch die Gegend fahren, welches möglichst etwas NM zum Beschleunigen hat, reicht vollkommen.


    Was sagt ihr dazu? Lieber erstmal klein anfangen und dann "upgraden" oder

    direkt etwas Beständiges anschaffen?


    Eure Ideen und Erfahrungen hierzu wären super!

    Vielen Dank vorab für eure Hilfe.


    Beste Grüße


    Tom :)

  • Es ist sicherlich weniger wahrscheinlich, dass du nur einmal (und sonst nie wieder) in deinem Leben ein Motorrad kaufst. Also wäre es kein Schaden, wenn du mit einer Gebrauchten anfängst und eine gewisse Zeit damit Spaß hast. Mit der gesammelten Erfahrung kann man sich später neu orientieren.


    Gruß - Pendeline

  • Enorm viel Vmax oder dergleichen brauche ich nicht. Ein Bike zum entspannt durch die Gegend fahren, welches möglichst etwas NM zum Beschleunigen hat, reicht vollkommen.

    Nimm die MT07 oder die MT09.

    Die CBR650R geht auch, aber ich würde, wenn ich nm haben wollen würde, die MT07 nehmen. Ihr fehlt es nur etwas an Dampf oben raus oder wenn es mal darum geht größere Bikes zu überholen die einem die Kurve zuparken.

    • Official Post

    Ist es sinnig, als "Quasi"-Fahranfänger direkt ein neuwertiges/aktuelles Bike zu kaufen?

    Grundsätzlich ja. Zum Einen hat man natürlich deutlich weniger Problemquellen (was nicht bedeutet, dass "neue" Motorräder gänzlich unkaputtbar wären), zum anderen muss man sich nicht mit Pfuschereien von drölf Vorbesitzern rumärgern und mit Technik von vorgestern leben. Gerade beim Fahrwerk hat sich in den letzten Jahren immer wieder viel getan.


    Was würde ich an deiner Stelle tun? Entweder kaufst Du dir eine günstige SV650, ER6N, MT07 o. Ä. und sammelst deine Erfahrungen - wer weiß, vielleicht infiziert dich das Offroad-Fernweh und das nächste Bike muss dann unbedingt Richtung Yamaha TT700 gehen, oder du merkst, dass du viel lieber Supermoto-mäßig unterwegs sein möchtest, oder oder oder.


    Oder Du kaufst Dir einfach dein Traumbike und musst dir im Zweifel nicht ständig vor Augen halten, dass Du Dir nur so eine Anfängerkarre geholt hast.


    Was Pendeline schon angedeutet hat: es ist nicht verboten, ein Motorräder irgendwann auch wieder zu verkaufen. Und wenn Du nach einer Weile feststellst, dass das gekaufte Motorrad doch nicht so ganz zu Dir passt, dann verkaufst Du es eben wieder. Der Wertverlust wird sich in der Preisklasse arg in Grenzen halten.


    In diesem Sinne :italia:


    Gruß,

    Thomas

  • Warum ist die Monster 797 unvernünftig? Ein Traumbike kann doch gar nicht unvernünftig sein :)

    Wenn die Ducati Scheckheft gepflegt ist, dann spricht eigentlich nichts dagegen. Die höheren Inspektionskosten (Desmodronik) werden bei Ducati immer angeführt, aber bei den luftgekühlten 2 Ventiler - Modellen wie der Monster 797 ist das eigentlich auch kein Hexenwerk und da gibt es genug kleinere Händler, die das auch können.


    Ansonsten würde ich auch zur Yamaha raten. Gerade mit 48 PS ist das geringere Gewicht nicht zu unterschätzen.


    Und wie meine Vorredner schon schrieben, wenn es nicht passt, dann wird halt ein anderes Moped gekauft.

  • Moin,


    erstmal vielen Dank euch dreien für die Antworten und Meinungen!

    wenn du mit einer Gebrauchten anfängst und eine gewisse Zeit damit Spaß hast.

    Okay, das klingt schlüssig. Über welche Art von "gebraucht" reden wir? Hast du hier eher ein Bike à la Suzuki GS 500 E für ~300€ im Kopf oder etwas wie eine gebrauchte MT-07?
    Mit deinem Punkt bzgl. "Erfahrung sammeln" hast du sicherlich recht; Mein Kopf sagt mir auch, dass das schlauer wäre. Ich habe nur bei gebrauchten Maschinen gleich wieder diese C4-Misere vor Augen. ;(


    wenn es mal darum geht größere Bikes zu überholen die einem die Kurve zuparken.

    Sehr gut! :D

    Also ob mich jetzt ein anderes Bike überholt bzw. schneller ist, ist mir gleich. Durch Kurven rasen ist zum Glück auch nicht mein Fetisch. Wenn man einigermaßen schnell von der Kreuzung kommt etc. reicht mir das schon. :)


    deutlich weniger Problemquellen [...] zum anderen muss man sich nicht mit Pfuschereien von drölf Vorbesitzern rumärgern

    Genau das ist der Punkt: Ich habe einfach keine Lust, mich wieder mit einem "Quasi"-Schrotthaufen beschäftigen zu müssen, wo zudem irgendwo auch nicht mehr ersichtlich ist, ob und wann etwas an dem Bike gemacht wurde oder ob es etwa

    schon zahlreich hingelegt wurde etc. pp.
    Mir ist bewusst, dass auch neuwertige bzw. junge Gebrauchte immer mal ein Wehwehchen haben, aber das sind dann, denke ich mal, deutlich weniger Probleme mit weniger Aufwand/Kosten dahinter.

    vielleicht infiziert dich das Offroad-Fernweh

    Ich durfte in der Fahrschule bereits ein Dirtbike fahren und muss sagen: Das ist absolut nicht meins, auch nicht, wenn man mir so ein Ding kostenlos hinterherwerfen würde. :P

    Oder Du kaufst Dir einfach dein Traumbike

    Das ist natürlich auch eine Option, wobei mir da auch wieder die ein oder andere Frage durch den Kopf geistert - Stichwort Ducati Monster 797:

    • Bin ich mit meinen 188cm nicht zu groß für das Bike?
    • Der Unterhalt bzw. Inspektion und Co. soll bei Ducati vergleichsweise teuer sein?
    • Das schöne Bike dann hinzulegen wäre eine Schande!


    Wenn ich also für mich zusammenfasse:

    • Lieber mit einem gebrauchten Bike anfangen, upgraden/wechseln geht später immer
    • Ein Bike wie die MT-07 reicht vollkommen um genüsslich die Gegend unsicher zu machen
    • "Zu sehr gebraucht" ist nicht gut, da man sich damit wieder zu viele Problemquellen anschafft.


    Ich denke, ich werde dann erst einmal einige Probefahrten machen, nach einer geeigneten Maschine Ausschau halten und

    diese als Gebrauchte dann möglichst günstig irgendwo zu finden.

    Vielen Dank noch einmal für euer Feedback!


    Beste Grüße :)


    P.S.:


    Moin ackerdiesel,

    Warum ist die Monster 797 unvernünftig? Ein Traumbike kann doch gar nicht unvernünftig sein

    als Laie ist man anfangs natürlich auf die Aussagen von erfahrenen Bikern angewiesen, da man selbst noch keine Ahnung hat - so zumindest bei mir der Fall.

    Ich habe nun schon vermehrt gelesen, dass die Ducati's oftmals sehr niedrig sind bzw. eher für kleine Fahrer geeignet seien und dass die Inspektionskosten sowie Unterhalt

    bei der Marke vergleichsweise hoch ausfallen. Ich weiß natürlich leider nicht, wieviel Wahrheit in diesen Aussagen steckt.


    An sich ist so eine Ducati Monster 797 (oder auch etwas größer) genau das, was ich mir unter einem (Naked-) Bike vorstelle;

    Gemütlich über die Landstraßen brausen, auch in der Stadt gut nutzbar und bzgl. Sound und Aussehen wirklich eine starke Nummer: :S


    9ca6f421-m.jpg


    Beste Grüße :)

  • Ob du zu groß für die Monster bist, kannst du nur bei einer Probefahrt herausfinden. Dem einen passt der Kniewinkel und dem anderen halt nicht. Aber wenn die Monster nicht passt, dann passt doch eine SV650 oder eine MT07 bestimmt auch nicht, von der Größe her.

    Aus welche Ecke Deutschlands kommst du denn?


    Gruß Klaus

  • Also auf der MT-07 bin ich schon gefahren und fand die vom Sitzen her vollkommen in Ordnung.
    Allerdings war das auch nur eine "Straße hoch und runter" - Fahrt und nicht wirklich eine Probefahrt im eigentlichen Sinne.


    Ich komme aus Niedersachsen, Region Hannover.


    Beste Grüße

    • Official Post

    Moin,

    Genau das ist der Punkt: Ich habe einfach keine Lust, mich wieder mit einem "Quasi"-Schrotthaufen beschäftigen zu müssen

    Es gibt ja schon noch eine ganze Menge Abstufungen zwischen einer GS 500 E und ähnlichen für wenige Hunderter und einem neuen Bike. Ich würde einen Japaner aus dem Bereich 3000-4000 Euro anpeilen. Preis-Leistung-technisch bist Du hier sehr, sehr weit vorn.


    Ich habe eine mittlerweile 25 Jahre alte Honda CB500, ist mein erstes Motorrad. Heute morgen habe ich damit die 99.800 km vollgemacht. Ich habe mit dem Mopped in den letzten 9 Jahren ca. 70.000 km zurückgelegt, ohne größere Probleme. Es geht also auch so. Und das Motorrad macht nachwievor einen Haufen Spaß. :japan:


    Nichtsdestotrotz bleiben 90er-Jahre-Fahrwerkstechnik, blöde Reifendimensionen (de facto gibt es nur ein halbwegs gutes Reifenmodell für dieses Motorrad), Vergaser, kein ABS, sowie der Gammel von drölf Vorbesitzern und vielen Jahren.


    Das ist natürlich auch eine Option, wobei mir da auch wieder die ein oder andere Frage durch den Kopf geistert - Stichwort Ducati Monster 797:

    Bin ich mit meinen 188cm nicht zu groß für das Bike?
    Der Unterhalt bzw. Inspektion und Co. soll bei Ducati vergleichsweise teuer sein?
    Das schöne Bike dann hinzulegen wäre eine Schande!

    Ob Du zu groß für das Motorrad bist, lässt sich mit einer einfachen Sitzprobe rausfinden. Einfach mal zum nächsten Händler stiefeln und sich das Motorrad mal anschauen und vielleicht auch eine Probefahrt machen. Das wird dich hier wirklich weiter bringen.


    Teuer? Spaß kostet. :) Motorrad fahren lohnt sich bis auf wenige Ausnahmen schlichtweg nicht. Und über wieviel Euro Unterschied reden wir hier überhaupt? Ich kenne die Servicepreise von Ducati nicht.


    Umfaller passieren den Besten. :) dagegen kann man mit optisch dezenten Sturzpads und Co auch was tun, dass ein kleines Malheur nicht gleich zur Katastrophe wird.


    Und was sollst du jetzt tun? Ganz ehrlich, die Ducati ist locker im Budget, die Zeiten der unfahrbaren italienischen Diven sind auch schon lange vorbei. Geh zum Händler, sieh dir das Motorrad mal aus der Nähe an, mach eine Probefahrt und dann weißt du mehr.


    Gruß,

    Thomas

  • Moin, willkommen im Forum. :)


    Ich bin die 821 gefahren und bin 1.84m groß. Da würde ich mir keine Gedanken machen. Ob's dann für dich bequem ist weiß natürlich keiner von uns.


    Ducati ist in Sachen Wartung teurer von dem was ich mitbekomme, kann dazu aber sagen, dass die Intervalle auch länger sind. Es relativiert sich irgendwo. Man muss ja nicht vom einen Extrem (GS500E für ~300,-€) ins andere (brandneue Monster für 10k) schwanken. Gebraucht vom Händler ist für mich die entspannteste Option. Sowohl für den Geldbeutel als auch für's Gewissen, wenn wirklich was mit dem Moped sein sollte.


    Wenn du nen Ducati-Händler in der Nähe hast, schau was der an gebrauchten Monster-Mopeds da hat, fahr es Probe und wenn's gefällt, schlag zu. Wenn nicht, gehste zum nächsten und fährst ne MT-07 (seh grad, haste schon) o.Ä.


    Und wenn sie wirklich mal umkippt geht das Ding auch nicht in Flammen auf. Vielleicht n Spiegel, n Hebel, Lenkerende....für die anderen Teile gibt's auch Sturzpads, die schlimmeres verhindern und nicht völlig Panne aussehen. Ist dann auch ne Chance feine Zubehörteile zu kaufen und es für sich zu rechtfertigen. :P

    Grüße vom Fuchsteigkringel




    2010-2011: Kawasaki ER-5 :japan:
    2011-2013: Suzuki GSF600 Bandit GN77B :japan:
    2013-2015: Husqvarna SM610i.e. :italia:

    2015-2021: BMW F 800 R :deutsch:

    06-08/2018: Ducati 749 :italia: :sostupid:

    2021-xxxx : KTM 1290 Super Duke R 3.0 "Arnold" :austria: :staun:

  • Region Hannover ist für Ducati Service doch perfekt.

    Ich fahre ja selber eine Ducati Scrambler Icon (ist ja quasi der Monster Motor) und komme auch aus der Region, Grenze Niedersachsen,, NRW - also Weserbergland

  • Ducati Monster 797


    Stichwort "Passt es?" - Das musst Du selbst wissen. Sitzt Du bequem, bekommst Du die Beine unter, ohne dass die Knie schmerzen? Fahr sie probe und dann sieh selbst, wie Du damit klar kommst.
    Optik? Das musst Du ebenfalls für Dich entscheiden. Großer Kerl auf kleinem Mopped sieht immer witzisch aus :) Aber wenn es halt eine Naked werden soll, ist das halt so ;)


    Gebrauchtkauf:


    Ein wirklich altes Motorrad würde ich nur kaufen, wenn ich basteln will und es ggf als Zweit-(ritte-, Viert-, ...) Motorrad in die Garage stellen will.

    Aber wenn ich etwas zum Fahren suche, ggf nicht selbst basteln kann/will, dann lieber etwas bis ca. 10 Jahre und vielleicht 30.000km. Wobei dann eben Zustand des Motorrades & Bauchgefühl entscheiden. :)


    Will man etwas sicherer sein, kauft man ein gebrauchtes vom Händler. Kann zwar auch ne Gurke sein, aber der Händler steht dann noch 12 Monate in der Pflicht, falls technische Probleme auftreten. Uffbassa! Nicht "Im Kundenauftrag" kaufen. Und was Verschleißteile sind, ist natürlich auch nicht abgedeckt.


    Generell macht es immer Sinn, sich für eine Fahrzeugbesichtigung jemanden mitzunehmen, der technisches Verständnis hat! Und zwar am besten auch noch für Motorräder! Und der skeptisch und vernünftig ist, und einen vom Kauf abhalten kann. ;)

    Wenn Du soweit bist, kannst Du mal im Forum anfragen, ob jemand Lust und Zeit hat, für'n Kaffee ;) mitzukommen.


    Was auch hilfreich sein kann: Vorauswahl bei Mobile treffen und dann die Links zu den Motorrädern hier reinstellen. Die Mitglieder haben immer viel Spaß daran, Angebote zu prüfen. Man lernt auch viel, wenn man darauf hingewiesen wird: "Kuck mal das zweite Bild, da ist doch..."

    • Official Post

    Ein wirklich altes Motorrad würde ich nur kaufen, wenn ich basteln will und es ggf als Zweit-(ritte-, Viert-, ...) Motorrad in die Garage stellen will.

    Oder wenn schlichtweg die Kohle für was besseres fehlt. :)


    Will man etwas sicherer sein, kauft man ein gebrauchtes vom Händler. Kann zwar auch ne Gurke sein, aber der Händler steht dann noch 12 Monate in der Pflicht, falls technische Probleme auftreten. Uffbassa! Nicht "Im Kundenauftrag" kaufen. Und was Verschleißteile sind, ist natürlich auch nicht abgedeckt

    Halt Stopp. Alle gewerblichen Verkäufer (und damit theoretisch auch der Kioskbesitzer, der sein Mopped warum auch immer auf seinen Laden laufen hat) sind zu einem Jahr Gewährleistung verpflichtet, wobei nach einem halben Jahr die Beweispflicht bei Dir liegt.


    Was bedeutet das konkret: wenn Schäden, die bereits beim Kauf vorlagen (!) ans Licht kommen, ist der Händler in der Pflicht. Wenn dir das erst nach 8 Monaten auffällt, dass da was nicht stimmte, musst du es dem Händler nachweisen, dass der Fehler bereits beim Kauf vorlag.


    Das ist keine Garantie, sofern die nicht extra vereinbart wurde. Denn nur dann kann im angegebenen Zeitraum das Ding explodieren und der Händler steht dafür gerade.


    Verschleißteile sind aber eigentlich in jeder Situation ausgeschlossen.


    Gruß,

    Thomas

  • Moin zusammen,

    Ich bin die 821 gefahren und bin 1.84m groß. Da würde ich mir keine Gedanken machen. Ob's dann für dich bequem ist weiß natürlich keiner von uns.


    Ducati ist in Sachen Wartung teurer von dem was ich mitbekomme, kann dazu aber sagen, dass die Intervalle auch länger sind.

    das klingt ja schon mal gut! Ja, die 821er hat ja leider zu viel KW, sonst könnte man die natürlich auch direkt nehmen.

    Wenn die Intervalle größer sind, ist das mit dem Preis ja tatsächlich nicht so dramatisch, das ist sehr erfreulich zu hören. :)

    Gebraucht vom Händler ist für mich die entspannteste Option. Sowohl für den Geldbeutel als auch für's Gewissen, wenn wirklich was mit dem Moped sein sollte.

    Da bin ich bei dir; Ich sehe da auch primär nur Vorteile von einem Händler zu kaufen, da hat man dann auch zu einem gewissen Maße die Sicherheit, dass mit der Maschine alles in Ordnung ist.
    Ich bin leider kein Schrauber und hätte daher schon Bedenken, ob man nicht doch einfach über den Tisch gezogen wird bzw. das ein oder andere Manko nicht sieht.

    Wenn du nen Ducati-Händler in der Nähe hast, schau was der an gebrauchten Monster-Mopeds da hat

    Das ist dann auch schon das erste Problem: Die Ducati-Händler hier in der Umgebung, welche ich bisher entdeckt habe, haben alle nicht die besagten Modelle bzw. dann nur Streetfighter und Co. ab Preisen von 20k€ ;(

    Aber ich schau mal weiter, vielleicht entdecke ich ja etwas.

    Gibt ja auch abseits dessen auch noch die anderen Marken wie Honda, Yamaha und Co.

    Und wenn sie wirklich mal umkippt geht das Ding auch nicht in Flammen auf.

    Nicht? :P

    komme auch aus der Region

    Da, wo Gott die Erde küsste! ;)

    Fahr sie probe und dann sieh selbst, wie Du damit klar kommst.

    Ja, das werde ich auch machen. Letzten Endes wird man nur Klarheit erfahren, wenn man die Maschinen mal in der Praxis getestet hat.

    Andererseits habe ich leichte Bedenken, ob ich nach der Bike-Abstinenz jetzt einfach so losfahren kann oder nicht irgendwo auf einem Platz erstmal

    "anfahren" sollte. Ich will schließlich nicht gleich bei der ersten Probefahrt das Bike hinlegen. :/

    Nicht "Im Kundenauftrag" kaufen

    Bzgl. der dann nicht vorhandenen Gewährleistung oder bzgl. Seriösität oder weswegen? Habe da leider keine Erfahrungen mit.

    Wenn Du soweit bist, kannst Du mal im Forum anfragen, ob jemand Lust und Zeit hat, für'n Kaffee ;) mitzukommen.

    Das würde ich tatsächlich dann sogar machen, wenn die "erste Sichtung" zufriedenstellend verlaufen ist.
    Ich habe einen Bekannten, der schraubt, aber der ist nicht direkt um die Ecke und den werde ich ja auch nicht durch die ganze Bundesrepublik scheuchen können. :/:grin:

    Vorauswahl bei Mobile treffen und dann die Links zu den Motorrädern hier reinstellen

    Das würde ich auch gerne machen. Das hilft ja auch dabei festzustellen, ob man grundsätzlich in die richtige Richtung "denkt/sieht" oder ob einem irgendwelche groben Dinge entgehen. :thumbup:

    sind zu einem Jahr Gewährleistung verpflichtet, wobei nach einem halben Jahr die Beweispflicht bei Dir liegt.

    Danke noch einmal für die Klarstellung. :thumbup:

    Irgendsoetwas hatten wir auch mal in der Ausbildung :/:/ ... hatte ich schon wieder verdrängt! :D:P

    Dennoch ist es ja - denke ich - so, dass die Händler von ihrer (Gewährleistungs-) Pflicht wissen und diesbezüglich dann auch keinen

    Schrott anbieten bzw. die Maschine keine versteckten Probleme hat, da es ja auf den Händler zurückfallen würde?

    Oder bin ich da zu naiv?



    Vielen Dank auf jeden Fall noch einmal euch allen!
    Ich werde jetzt erst einmal einige Angebote durchforsten und diese dann hier ergänzen.
    Sofern ihr dann die Angebote benennen könntet, bei denen es sinnig ist, diese zu verfolgen, wäre das echt super! :love:


    Beste Grüße und einen schönen Abend!

  • Ich bin vermutlich der schlechteste Gesprächspartner für diese Frage... :whistling:


    Was "stört" dich an der Leistung? Die Leistung kommt ja erst wenn du Motor ausdrehst. Ansonsten ist es ganz normales Motorradfahren. Der große Unterschied zwischen 797 und 821 kommt erst bei höherer Drehzahl. Vorher nehmen die sich vermutlich nix spürbares. Also wenn eine 821 zu finden ist für ähnliches Geld solltest du nicht vor der Zahl auf dem Datenblatt zurückschrecken.

    Grüße vom Fuchsteigkringel




    2010-2011: Kawasaki ER-5 :japan:
    2011-2013: Suzuki GSF600 Bandit GN77B :japan:
    2013-2015: Husqvarna SM610i.e. :italia:

    2015-2021: BMW F 800 R :deutsch:

    06-08/2018: Ducati 749 :italia: :sostupid:

    2021-xxxx : KTM 1290 Super Duke R 3.0 "Arnold" :austria: :staun:

  • Was "stört" dich an der Leistung?

    stören tut mich persönlich absolut gar nichts an der Leistung.

    Ich bin nur leider aktuell noch mit A2 unterwegs, da die Prüfung noch aussteht und ich ja durch die jahrelange Abstinenz keine Praxis habe, und deshalb bin ich leider an die 35 KW / 70 KW Regelung gebunden.
    Bin mit dem Schein damals leider zwei Wochen zu spät gewesen zwecks 2013er Regelung.. ;(

    • Official Post

    Da bin ich bei dir; Ich sehe da auch primär nur Vorteile von einem Händler zu kaufen, da hat man dann auch zu einem gewissen Maße die Sicherheit, dass mit der Maschine alles in Ordnung ist.

    Naja, kommt halt auf den "Aufpreis" an. Der Händler muss ja auch noch eine Mark mitverdienen und eventuelle Gewährleistungsfälle muss er ja auch finanziell absichern.


    Außerdem darf dich ein privater Verkäufer genauso wenig belügen wie ein Gewerblicher. Der ist da ganz genau so zur Wahrheit verpflichtet.


    Dennoch ist es ja - denke ich - so, dass die Händler von ihrer (Gewährleistungs-) Pflicht wissen und diesbezüglich dann auch keinen

    Schrott anbieten bzw. die Maschine keine versteckten Probleme hat, da es ja auf den Händler zurückfallen würde?

    Oder bin ich da zu naiv?

    Kurzum ja, das ist etwas naiv. Er zerlegt das Ding vor dem Verkauf ja auch nicht komplett und prüft es auf Herz und Nieren. Und wenn Du nach einer Weile mit einem potentiellen Gewährleistungsfall ankommen wirst, wird er sich vermutlich auch erstmal aus der Affäre ziehen wollen.


    Ich habe letztes Jahr beim Händler eine Aprilia mit kaputtem Auspuff gekauft. Ende vom Lied: ich war zu faul, es zu reklamieren. :sostupid:


    Gruß,

    Thomas

  • Andererseits habe ich leichte Bedenken, ob ich nach der Bike-Abstinenz jetzt einfach so losfahren kann oder nicht irgendwo auf einem Platz erstmal

    "anfahren" sollte. Ich will schließlich nicht gleich bei der ersten Probefahrt das Bike hinlegen. :/

    Hierfür gibt es entweder Übungsplätze oder aber nochmal zur Fahrschule. Und ja, die Angst ist nicht ganz unberechtigt, obwohl ich finde, dass man Motorradfahren nicht verlernt. Ich bin aber nach dem Schein 4 Jahre nicht gefahren und bevor ich ein gebrauchtes Motorrad probegefahren bin beim Händler hab ich erstmal mitm Kollegen zusammen paar Runden auf einem großen Parkplatz zum wieder rein kommen gedreht.

  • Hierfür gibt es entweder Übungsplätze oder aber nochmal zur Fahrschule.

    Das haben wirklich schon ein paar gemacht - einfach bei der FS anrufen und nochmal 2 Fahrstunden "einfach" buchen.

  • stören tut mich persönlich absolut gar nichts an der Leistung.

    Ich bin nur leider aktuell noch mit A2 unterwegs, da die Prüfung noch aussteht und ich ja durch die jahrelange Abstinenz keine Praxis habe, und deshalb bin ich leider an die 35 KW / 70 KW Regelung gebunden.
    Bin mit dem Schein damals leider zwei Wochen zu spät gewesen zwecks 2013er Regelung.. ;(

    Ah, verstehe. Wenn du eh n bisschen warm werden willst kombinier das ganze Thema mit dem offenen Führerschein. Du kannst n bisschen fahren, merkst evtl. wie toll oder kacke das Fahrschulmoped ist (sind beides gute Erkenntnisse) und kannst dann auch nach Motorrädern über der kW-Grenze schauen. :)


    Anzahlen und finanzieren ist keine Option für dich? Dann sind die 5-7k nicht auf einmal weg. Nur als Idee. :)

    Grüße vom Fuchsteigkringel




    2010-2011: Kawasaki ER-5 :japan:
    2011-2013: Suzuki GSF600 Bandit GN77B :japan:
    2013-2015: Husqvarna SM610i.e. :italia:

    2015-2021: BMW F 800 R :deutsch:

    06-08/2018: Ducati 749 :italia: :sostupid:

    2021-xxxx : KTM 1290 Super Duke R 3.0 "Arnold" :austria: :staun:

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