Die Unvernunft schlägt wieder zu: Ich will ein weiteres Motorrad kaufen...

  • Hi zusammen,


    nach gut 1,5 Jahren im Homeoffice ging es für mich kürzlich zurück in den Büro-Alltag - und mehr denn je fällt mir auf, dass ich keine Lust auf U-Bahn-Fahren mehr habe. Daher packt mich aktuell die Unvernunft und ich überlege ernsthaft, mir ein kleines Motorrad für die Stadt zu kaufen. Zu den Voraussetzungen:


    • die Maschine soll für den Arbeitsweg (ca. 7 km pro Strecke, ausschließlich durch Großstadtverkehr) genutzt werden, allerdings werde ich nicht täglich zur Arbeit fahren. Es kann gut sein, dass die Maschine auch mal 1-3 Wochen unbewegt herumsteht

    • sie kann nachts nicht in eine Garage o.Ä. gestellt werden, sondern würde bei Wind und Wetter draußen stehen - nachts/bei Regen im Zweifel halt mit einer Plane drüber

    • aufgrund der o.g. Punkte suche ich im unteren Preissegment bis maximal 2.500€, gerne weniger. Hubraum und Leistung sind bei der Fahrweise sekundär.

    • Fokus liegt viel mehr auf Robustheit bzw. geringer Anfälligkeit für Wetter etc.

    • Geringe Wartungsintervalle und ein gutes Do-It-Yourself-Bike für Ölwechsel etc. sind von Vorteil

    • gut möglich, dass ich auch mal eine Sporttasche o.Ä. auf dem Rücken mitnehme

    • mit meinen zarten 32 Jahren darf es durchaus noch was sportliches sein


    Für das beschriebene Fahr- und Nutzungsverhalten lacht mich aktuell der Bereich Supermoto an, z.B. die Beta M4. Daher folgende Fragen:

    • Würdet ihr den Sektor Supermoto für die o.g. Voraussetzungen überhaupt empfehlen?

    • Falls ja, spricht etwas für/gegen die Beta M4?

    • Falls nein, was macht aus eurer Sicht mehr Sinn?

    • Habt ihr konkrete Modell-Empfehlungen, die auf die Rahmenbedingungen passen?


    Als mögliche Alternative habe ich ansonsten auch noch die KTM Duke 390 o.Ä. ins Auge gefasst, wobei mir die fast schon zu wertig ist für das, was ich da vorhabe. Daher tendiere ich aktuell eben eher zum Supermoto-Bereich.


    Danke euch :)

  • Honda NTV, aber alles andere als eine Supermoto. Dafür unkaputtbar und so hässlich dass die keiner klauen will. Ventile kannst über Schrauben einstellen, aber die verstellen sich nachdem die mal km-stand 50000 erreicht hat eeh nicht mehr.

    Ansonsten verliert die Null Wert weil die nichts mehr wert ist.

  • Stadtverkehr und Kurzdistanz - ein 125er Roller ggf. mit Topcase - und Vorteil "Automatik" nicht dauernd die Kupplung ziehen zu müssen.


    Für die gibt's nämlich auch Winterreifen, die ggf. sogar mit Spikes ausgerüstet werden können.


    Ist auch ein Motorrad, auch wenn immer wieder anderes behauptet wird. :saint:

    Es geht immer weiter - und wenn es zurück ist. Nach dem Regen scheint die Sonne.

  • Das Anforderungsprofil spricht eigentlich für einen Roller, weil wesentlich praktischer.

    Keine Option!?

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  • Das Anforderungsprofil spricht eigentlich für einen Roller, weil wesentlich praktischer.

    Keine Option!?

    Jein. Ich will es nicht 100%ig ausschließen und ich müsste lügen, wenn ich sage, dass ich nicht selbst schon dran gedacht hätte, aber.....nein, bekomme ich irgendwie nicht mit meinem Verständnis von Fahrspaß, Sportlichkeit und Ästhetik vereinbar.


    Da würde ich vermutlich sogar günstiger fahren, wenn ich mir an den paar schönen Wettertagen im Jahr einen E-Scooter (nicht die Tretroller, sondern die richtigen Roller) leihe. Kosten hin- und zurück knapp 10€ am Tag.

  • Dann halt eine "normale" 125er - gibt's auch im sportlichen Look. Aktuelle Modelle ziehen definitiv besser weg, also solche vor zwanzig Jahren.


    Ausserdem einem sportlich gefahrenem Roller im Stadtverkehr hinterherzukommen ist gar nicht so einfach, selbst mit dem x-fachen an Leistung.


    Viel Spass bei der Findung.

    Es geht immer weiter - und wenn es zurück ist. Nach dem Regen scheint die Sonne.

  • Dann halt eine "normale" 125er - gibt's auch im sportlichen Look. Aktuelle Modelle ziehen definitiv besser weg, also solche vor zwanzig Jahren.


    Ausserdem einem sportlich gefahrenem Roller im Stadtverkehr hinterherzukommen ist gar nicht so einfach, selbst mit dem x-fachen an Leistung.

    Gegen eine 125er spricht für mich, dass sie nach oben hin halt doch recht limitiert ist. Klar, das ist im Stadtverkehr nicht das entscheidende Argument, aber ganz vielleicht wird sie ja doch mal auf einer Landstraße oder Autobahn gefahren. Da wäre der Bereich 250-500ccm aus meiner Sicht schon sinnvoller, oder?

    Was die Beschleunigung der Roller angeht, will ich diese gar nicht in Abrede stellen. Aber es bleibt nun mal ein Roller :grin:


    Da bislang keiner begeistert auf das Thema Supermoto reagiert hat: Was spricht aus eurer Sicht dagegen? Haltet ihr sie bei dem Anforderungsprofil für zu übertrieben oder gibt es andere Gründe, die dagegen sprechen?

  • Supermoto und praktisch halte ich schon irgendwie für einen Widerspruch in sich - ohne die Beta jetzt genau zu kennen denke ich da eher an schlechte Möglichkeiten fürs Gepäck und eher unpraktische Wartungsintervalle.


    Wie wär's mit Suzuki SV 650 S? Er6F? Vielleicht noch CBR 600 F? Das wären so die halbwegs sportlichen, klassischen Budget-Kisten....


    Für 7 km wäre mir aber alles, was besser als ein 125er oder meinetwegen 250er-Roller ist, zu schade...


    Gruß,

    Thomas

  • E-Supermoto? Hast du Lademöglichkeit?


    7 km ist zum leben zu wenig und zum sterben zuviel. Der Motor wird halt nie richtig warm.

  • Supermoto und praktisch halte ich schon irgendwie für einen Widerspruch in sich - ohne die Beta jetzt genau zu kennen denke ich da eher an schlechte Möglichkeiten fürs Gepäck und eher unpraktische Wartungsintervalle.

    Naja, vielleicht habe ich das Thema Wartung im ersten Post auch zu hoch gehangen. Bei einer jährlichen Fahrleistung von max. 1.000-1.500 km unter Stadtbedingungen dürfte rein an Service nicht allzu viel anfallen?


    Was das Gepäck angeht: ich spreche hier von einem Rucksack/einer Sporttasche, keinem Reisegepäck. Dafür halte ich eine Supermoto mit längerer Sitzbank nach hinten (wie bei der Beta) eigentlich für praktisch.

  • E-Supermoto? Hast du Lademöglichkeit?


    7 km ist zum leben zu wenig und zum sterben zuviel. Der Motor wird halt nie richtig warm.

    Hängt davon ab, wie genau die geladen werden muss. Ne normale Steckdose wäre machbar, eine Wallbox o.Ä. nicht. Habe dabei auch Zweifel bei Kälte (gerade wenn sie mal 2-3 Wochen steht) und vor allem dem Budget? Mir fiele jetzt keine E-Supermoto im Bereich <2.500€ ein - aber ich bin für jeden Gegenbeweis offen :)

  • Haltet ihr sie bei dem Anforderungsprofil für zu übertrieben

    Ja. ^^


    NC700S mit DCT. Eigentlich zu schade für die Anwendung, aber mit dem Helmfach ideal, um einen Rucksack mitzunehmen und auf der Arbeit den Helm zu verstauen, und mit dem DCT perfekt für Stopp & Go.


    Aber leider spinnen die wohl, was die Preise angeht?! =O Ich habe für meine NC750X weniger gezahlt!!! :sostupid:

    *Lille*

  • Wenn sie immer draussen steht, würde ich nichts stehen lassen, was begehrlichkeiten weg, das ist bei Supermoto leider sehr stark der Fall.



    reiner Stadtverkehr, da schreit einfach alles Roller, da du ja für normales Fahren am Wochenende bereits andere motorräder hast.

  • warum nimmst du nicht die freeride ? Die ist robust und leicht . . ordentliches Schloss und ggf. eine Plane . . fertig :)

    Geradeaus kann (fast) jeder und nahezu 100% der Erdoberfläche sind nicht asphaltiert !

  • Eigentlich müsstest Du ein voll häßliches Ratten-Bike nehmen ^^ Das niemand auch nur mit der Kneifzange anfassen würde. 8o

    *Lille*

  • ... warum nimmst du nicht eine von deinen beiden? Die 1000 km mehr im Jahr kosten dich weniger Unterhalt als die Fixkosten für ein drittes Fahrzeug (Steuer, Versicherung, Wertverlust, ggfs. Stellplatz). Sag ich dir als jemand, der mal Honda NTV 650, Kawasaki Versys 650 und einen 125er Roller hatte. Der Roller war je Kilometer das teuerste Fahrzeug davon. Halt auch praktisch mit Automatik und sorgenfreiem Parken, aber das ist für dich ja nicht so wichtig :)


    Supermoto finde ich gut, ist aber halt bei Jugendlichen beliebt und damit findest du unter 3000 Euro wohl eher nichts "gepflegtes". Und 'ne GSX-R ist doch noch cooler ;)

    MO24 Team Reisen

  • Meine beiden jetzigen Bikes nehme ich aus mehreren Gründen nicht:


    Die Freeride hat Stollenbereifung und nicht mal ein Zündschloss. Die ist womöglich schneller weg als ich gucken kann.

    Die Suzuki ist trotz des Alters in einem perfekten Zustand. Die wurde bislang ausschließlich bei gutem Wetter gefahren und steht ansonsten in einer überdachten Garage, weswegen sie eigentlich aussieht wie neu.


    Beide Motorräder sind mir ehrlich gesagt zu "wertig" (gar nicht mal aus kaufmännischer Sicht, aber vom ideellen Wert), um sie mehr oder weniger herumgammeln zu lassen.


    Hinzu kommt ein ganz anderes, logistisches Problem: Wir reden hier von verschiedenen Orten mit ca. 60 km Entfernung zueinander. Beide Bikes würde ich in dem Setup in Hamburg "tot parken", da ich vor allem die KTM ohne Hänger nicht 60 km auf Stellenreifen die A1 hochprügeln will. Dementsprechend würde ich mich dann auch den Wochenend-Touren berauben, was keine Option ist - schließlich ist das ja der Spaßfaktor und der Arbeitsweg eher Zwang :grin:


    Was haltet ihr denn alternativ von der 390er Duke? Scheint durchaus einen guten Gebrauchtmarkt dafür zu geben, auch im Bereich < 3.000€. Wäre in Kombination aus Optik, Preis-Leistungs-Verhältnis, Leistung und Einsatzzweck vielleicht ein sehr guter Kompromiss?

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