Fragen zu verschiedenen Fahrtechniken

  • kommt, MT09 als auch Z900 kannste zur Not im dritten anfahren. Aber nicht wundern warum nix vorwärts geht.

    1250er bandit geht auf der ebene sogar im 4ten, eben ganz langsam die kuppling kommen lassen ;)

  • Aber GEfahrenbremsung sollte man ohne zu überlegen alles gleichzeitig schnell ziehen wegen gefahr oder?

    Wenn du wegen Gwfahr ganz schnell die Straße überqueren musst: rennst du dann einfach ohne zu gucken los? Das nächste Auto könnte dir mehr Schaden als die Gefahr, wegen der du losgerannt bist.


    Du sollst die Bremse *richtig* ziehen. Und nicht "schnell". Muss man üben. Vom drüber reden kommt das Training nicht. Du must der dynamischen Radlastverteilung erst einmal die Chance geben, das Vorderrad zu belasten bevor du voll reinlangst.

    WELCOME TO THE RIDE OF YOUR LIFE

  • Coyote Das Problem ist, dass die Fahrschulen sich damit begnügen wenn der Fahrschüler es schafft die Maschine bei einer Vollbremsung zum Stillstand zu bringen ohne dabei hinzufliegen.

    "Richtig" eine Gefahrenbremsung zu absolvieren und dabei noch die richtige Blickführung beachten und die Arme NICHT stumpf durchzustrecken steht da nicht auf dem Zettel.

    "Reality is on a delay. For you, nothing is now. Realizing this fact is unsettling. If we can only react to the past, how do we manage to navigate the present? It's easy to spiral into a treatise on free will while in the fetal position, overthinking our forever past." - Kyle Hill

    Edited 2 times, last by Invincible ().

  • Coyote Das Problem ist, dass die Fahrschulen sich damit begnügen wenn der Fahrschüler es schafft die Maschine bei einer Vollbremsung zum Stillstand zu bringen ohne dabei hinzufliegen.

    "Richtig" eine Gefahrenbremsung zu absolvieren und dabei noch die richtige Blockführung beachten und die Arme NICHT stumpf durchzugstrecken steht da nicht auf dem Zettel.

    Ich hätte eher den Einwand gelten lassen, dass die Fahrschulkarren alle ABS haben und er dann ziehen kann soviel er will. Da kommt mein Alter durch...


    Denn ohne ABS wäre er dann auch in der Fahrschule auf die Klappe gefallen - natürlich brachten die einem bei, dass man nicht schlagartig die Vorderradbremse zumacht. Zwangsweise, denn sonst flogst du einfach. Und von allem anderen hab ich ja gar nicht gesprochen.


    Ist auch kein "Problem" - ich keine keine Fahrschule die das auf Wunsch nicht auch noch vertiefen würde. Es gibt keine Maximalzahl an Fahrstunden, die man nehmen darf.

    WELCOME TO THE RIDE OF YOUR LIFE

  • Ich hab die FS ohne ABS gemacht - und bin geflogen ^^

    *Lille*

  • Ich hab die FS ohne ABS gemacht - und bin geflogen ^^

    Gemacht hab ich es auch ohne ABS, geflogen bin ich nur fast - und zwar fast durch die Prüfung weil ich n super Stoppie hingelegt habe, was der Prüfer aber nicht so cool fand wie ich.

    "Reality is on a delay. For you, nothing is now. Realizing this fact is unsettling. If we can only react to the past, how do we manage to navigate the present? It's easy to spiral into a treatise on free will while in the fetal position, overthinking our forever past." - Kyle Hill

  • Führerschein 1981 gemacht, ohne ABS, mit damals bescheidenem Reifenmaterial und auf einer Honda CB400N . . mit den damals üblichen etwas "soften" Bremsen.

    "Hinten voll reintreten, vorne mit Druck aber nicht sofort 100%" mehr Anweisungen gabs nicht . . hat irgendwie funktioniert, aber kein Vergleich zu den halbwegs modernen Bikes.


    Den Rest bringt man sich dann später selber bei, in der Fahrschule lernt man kaum mehr als nicht umzufallen und die grundlegende Bedienung die dazu nötig ist.

    Außerdem macht es auch noch einen Unterschied zur späteren eigenen Maschine. Nach dem Führerschein möglichst nicht lange warten und einen (oder zwei) Kurs belegen . . das hilft ungemein.

    Geradeaus kann (fast) jeder und nahezu 100% der Erdoberfläche sind nicht asphaltiert ! :dakar:

  • Hmm ... wie ich das in der FS gemacht habe weiß ich nicht mehr, aber mit meiner Aktuellen bremse ich fast gar nicht, außer ich muss wegen irgendwas wirklich in die Eisen oder zum Anhalten. Das absolute Gros erledige ich über die Motorbremse.


    Ich sehe das auch so wie Sandman, die FS bringt dich nur in die Lage dich grundsätzlich durch den Verkehr zu bringen. Der Rest ist eigene Erfahrung, vor allem da sich das Fahrverhalten von Maschine zu Maschine drastisch unterscheiden kann.


    Bsp: Meine XDv baut relativ schnell am Vorderrad Bremskraft auf, aber dosierbar. Die Aprilia RSV4 RR, die ich mal Probegefahren bin hat bei der kleinsten Berührung des Bremshebels regelrecht geankert. Oder mal eine Harley Fat Boy, bei der sich gefühlt kaum was getan hat, bis man richtig in den Hebel reingelangt hat.


    Einfach nach der FS Probefahren, Training in Erwägung ziehen und einfach rantasten.

    Leben auf großem Fuß mit 7-Meilen-Stiefeln :grin:

  • Ich hab mal alles was ich so gelernt hab in diesem Forum zb so zusammengefasst und wollte mal fragen, ob das alles so stimmt/inhaltlich richtig ist, was in meinem Text steht. Ist das alles inhaltlich richtig/stimmt alles?


    Allgemein die Kupplung benutzten um zu schalten für den niedrigeren Gang wenn man langsamer fährt durch das Bremsen und wenn man die Kupplung benutzt um zu schalten für den höheren Gang wenn man schneller fährt.


    Bei einer niedrigen Drehzahl/niedrige Geschwindigkeit, muss man die Kupplung benutzen und dann Bremsen aber am besten die Kupplung und die Bremse gleichzeitig benutzen (Die Kupplung dann sowieso benutzten wenn man schaltet) (Bei einer Gefahrenbremsung immer die Kupplung und beide Bremsen benutzten)


    Bei einer hohen Drehzahl/hohen Geschwindigkeit, muss man beim normalen Bremsen (Geschwindigkeit reduzieren) die Kupplung benutzten, wenn man schaltet, weil man langsamer fährt und die Kupplung und beide Bremsen benutzten wenn man eine Gefahrenbremsung macht. Ansonsten muss man bei einer hohen Geschwindigkeit/hohen Drehzahl die Kupplung nicht benutzten um zu bremsen. Man kann auch ohne zu schalten und demnach ohne Kupplung von einer Geschwindigkeit auf null bremsen, solange man dann beim Anfahren mit dem 1. oder 2. Gang anfährt aber es ist auch möglich wenn man langsam von einer Geschwindigkeit auf 0 bremst, dann langsam runterschalten bis zum 1. Gang oder 2. Gang um dann mit dem 1. oder 2. Gang anzufahren. (Am besten natürlich im 1. Gang anfahren und am besten beim Bremsen mit Kupplung runterschalten bis man beim Bremsen natürlich zum 1. Gang gekommen ist und dann im 1. Gang anfahren)


    Man sollte im jeweiligen Fall versuchen so gut es geht Kupplung und Bremsen gleichzeitig zu benutzten aber wenn man erst die Kupplung und dann die Bremse oder die Bremse und dann die Kupplung benutzt, ist es auch nicht schlimm (sofern es sich nicht um eine Gefahrenbremsung handelt)


    An sich ist es aber nie schlimm wenn man beim Bremsen mal auch die Kupplung zieht, auch wenn es nicht notwendig ist.



    Danke für eure Hilfe und durch dieses Forum hab ich deutlich mehr gelernt als in der Fahrschule. Danke nochmal

  • Stimmt alles, was Du geschrieben hast. :)


    Kleine Kontrollfrage: Was passiert eigentlich, wenn Du bis auf 0 abbremst und die Kupplung NICHT ziehst? :)


    Gruß,

    Thomas

  • Jupp, stimmt soweit, was du geschrieben hast.

    Man muss die Grundsätze dann nur auf die entsprechende Maschine nur noch anpassen.


    Bspw. im 1. Anfahren. Bei meiner ganz wichtig. Die höheren Gänge verträgt die nicht so gut ... bei meiner XDv ist dann abwürgen das wahrscheinlichste Szenario.

    Bei der Versys 1000, die ich letztens hatte, war das auch im 3. Problemlos möglich :kiffer:

    Leben auf großem Fuß mit 7-Meilen-Stiefeln :grin:

  • Wobei Anfahren bei >1. Gang Übungssache ist. Nicht im Sinne von "Seitdem ich das immer so mache, klappt es problemlos", sondern dass man mit entsprechender Fahrpraxis auch mal anfahren kann, obwohl man im falschen Gang ist. Als unerfahrener Anfänger kann ein falsche Gang auch schnell mal mit einem Umfaller enden. Man spürt "Oups.. Shit.. falscher Gang", kann das aber über schleifende Kupplung und Gas ausgleichen.

    *Lille*

  • Mmh, bei meiner KTM kann man sogar im 6 Gang einfach bis zum Stand abbremsen ohne die Kupplung zu betätigen . . der Motor läuft im Standgas einfach weiter, dabei hat die nicht mal ein Automatik Getriebe. 8o


    Auf der Straße macht Anfahren im 2 Gang keinen Sinn, das verschleißt nur die Kupplung. Einfach merken, das man bei jedem Schaltvorgang vorher die Kupplung zieht und die zum Anfahren im 1 Gang etwas langsamer kommen lässt als während der Fahrt. Dauerhaft gezogen halten sollte man die Kupplung aber auch nicht, deshalb auch immer den Leerlauf einlegen, wenn man längere Zeit warten muss. Man gewöhnt sich mit der Zeit an den "richtigen" Ablauf und braucht sich dann keinen Kopf mehr darum zu machen.


    Und noch ein Tipp: Schalten und Kuppeln gehören zusammen, beides wird mit links gemacht. Also gibt der linke Fuß praktisch die Info an die linke Hand: "jetzt bitte Kuppeln". Bremsen und Gasgeben werden mit rechts gemacht, also geht es auch ums Trainieren der beiden Körperhälften . . nein, nicht oben und unten 8o

    Geradeaus kann (fast) jeder und nahezu 100% der Erdoberfläche sind nicht asphaltiert ! :dakar:

    Edited once, last by Sandman ().

  • Auf der Straße macht Anfahren im 2 Gang keinen Sinn, das verschleißt nur die Kupplung.

    Natürlich macht es keinen Sinn. Die Kunst ist nur, wenn diese "Fehlwahl" mal passiert, sich nicht auf die Schnauze zu lesen ;)

    *Lille*

  • Naja, wenn es nicht richtig vorwärts geht, zieht man halt wieder die Kupplung und checkt das Getriebe. Der erste liegt doch immer unten, wie kann man denn da versehentlich in den zweiten schalten vorm Anfahren?

    Geradeaus kann (fast) jeder und nahezu 100% der Erdoberfläche sind nicht asphaltiert ! :dakar:

  • Der erste liegt doch immer unten, wie kann man denn da versehentlich in den zweiten schalten vorm Anfahren?

    Indem man vergisst ganz runter zu schalten beim Anhalten. Ist mir auch schon passiert. Zum Glück macht die Duc zumindest noch den 2ten Gang auch dann problemlos mit, wenn man erst so bei 15-20 km/h merkt, das das nicht der richtige Gang zum Anfahren war.

    "Reality is on a delay. For you, nothing is now. Realizing this fact is unsettling. If we can only react to the past, how do we manage to navigate the present? It's easy to spiral into a treatise on free will while in the fetal position, overthinking our forever past." - Kyle Hill

  • Der erste liegt doch immer unten, wie kann man denn da versehentlich in den zweiten schalten vorm Anfahren?

    Indem man runterschaltet bis zum zweiten, eigentlich direkt durchfahren und abbiegen will, dann aber doch noch anhalten muss. Und dann einfach das nochmal runterschalten vergisst. Ist mir als Anfänger auch passiert.



    Naja, wenn es nicht richtig vorwärts geht, zieht man halt wieder die Kupplung und checkt das Getriebe.

    That's it :) Als erfahrener Fahrer geht das blitzschnell und automatisch, da denkt man nicht drüber nach. Oder man zieht die Kupplung, gibt mehr Gas und "würgt" das Motorrad im zweiten Ganz aus dem Gefahrenbereich.

    *Lille*

  • Das wird es sein, ist wohl schon zu lange her, als mir das passiert ist. ;)


    Ich trete auch immer recht ordentlich auf den Schalthebel, damit ich sicher bin den richtigen Gang auch tatsächlich drin zu haben. Hab ich mir das auf der Renne (aber auch Offroad) angewöhnt, wenn du da zu sanft mit dem Getriebe bist und plötzlich keinen Vortrieb mehr hast . . kann es ungemütlich werden.

    Geradeaus kann (fast) jeder und nahezu 100% der Erdoberfläche sind nicht asphaltiert ! :dakar:

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!