die Nachbarn....

  • guten morgen,

    Weiß nicht ob es bei euch auch so ist...wenn ich das Motorrädchen aus dem Schuppen hole stehn die Nachbarn auf,also wenn se draussen saßen und gehn ins Haus...oder beglotzen einen von oben bis unten..

    dämlicher geht's nicht ?( :rolleyes: auf'm Land wird das wohl so sein oder...

  • Beglotzen? Im Sinne von neugierig oder abwertend?


    Nö - kann ich bei uns nicht so feststellen. Wir wohnen mitten im Dorf (ehemaliges Bürgermeisterhaus, zwische Kirche und Rathaus) und unsere Nachbarn kennen uns natürlich. Wenn wir uns zur Tour aufrödeln, werden wir oft angesprochen, wo's denn hingeht. Wird das Motorrad geputzt, dann steht auch gerne mal ein wildfremder Dorfbewohner (vom andern Ende des Dorfes) daneben und drückt einem ein Gespräch rein (er hat auch eine ältere GS, wie ich dann erfahren habe). Der andere Nachbar (Harleyfahrer) hat mich mal an der Tankstelle gerettet - hatte den Schlüssel verbogen und er hat ihn mir vorsichtig wieder gerichtet.


    Klar - die Nachbarn und Dorfbewohner kucken, aber eigentlich nur interessiert. Ansonsten isses halt so, dass wir dauernd an Motorrädern rumbasteln und dauernd irgendeine Kiste vor'm Tor steht.

  • Ist es für die neu, dass Du Motorrad fährst? Oder bist Du neu im Dorf? Vielleicht müssen sie sich erst dran gewöhnen? Oder sie sind einfach doof. ;) Soll's auch geben!

    *Lille*

  • Ich hatte damit noch nie Probleme. Eher im Gegenteil, neugierige Blicke, (positiver) Neid und viel Begeisterung.


    Gruß,

    Thomas

  • Och meinen Nachbarn ist das entweder egal oder die interessieren sich dafür wenn ich mal was dran schraube. Aber abwertend.. nö. Muss wohl am Stadtleben liegen und das die Menschen auch etwas entspannter sind. So nach dem rheinischen Motto: "et kütt wie et kütt" und "et is wie et is"

  • Zumindest zwei meiner Nachbarn haben schon mal positives Interesse an meiner Maschine gezeigt. Aber erst mit der Ducati. Bei das Kawa hat sich niemand gemeldet. Und ja, die beiden Nachbarn sind Italiener. :D

    Einer mit ner Pizzeria und der andere hat ne Eisdiele. Da sag noch mal einer was von wegen Klischee 8o

    Die anderen Nachbarn haben sich bisher in keinster Weise geäußert, weder positiv, noch negativ.

    "Reality is on a delay. For you, nothing is now. Realizing this fact is unsettling. If we can only react to the past, how do we manage to navigate the present? It's easy to spiral into a treatise on free will while in the fetal position, overthinking our forever past." - Kyle Hill

  • Einer mit ner Pizzeria und der andere hat ne Eisdiele. Da sag noch mal einer was von wegen Klischee 8o

    Oooch - ich hab mit der Guzzi auch schon einen Espresso von einem Barbesitzer spendiert bekommen. Wegen der Bella Machina :wub:

    *Lille*

  • Hier ist die Reaktion allerhöchstens: ach, fährst Du Motorrad? Und dann geht man weiter. Normalerweise werde ich gar nicht zur Kenntnis genommen, es sei denn, jemand hat auch eine kleine Duke

    Und der Nächste, der seine Waffe wegwirft, ohne eine Zweite dabei zu haben, bezahlt einen Sack Goldmünzen. Das ist eine Unsitte! (Boindil Zweiklinge)

  • Ist es für die neu, dass Du Motorrad fährst? Oder bist Du neu im Dorf? Vielleicht müssen sie sich erst dran gewöhnen? Oder sie sind einfach doof. ;) Soll's auch geben!

    "neu im Dorf" ja,ein gutes Stichwort...wohne noch nicht allzulange hier,doof...auch ein gutes Stichwort Lille :)

  • Keine Ahnung wie das bei euch so ist, aber hier in manchen Käffern ist man "Neu" oder "frisch zugezogen" solange dort noch wer lebt der weiss dass du dort nicht geboren bist.

    Meine Freundin ist vor 15 Jahren mal in ein solches Loch gezogen und ihr wurde nahegelegt doch wieder weg zu ziehen, weil sie dort nicht "hinpasse" (Sie war denen wohl nicht hinterwäldlerisch genug).

    "Reality is on a delay. For you, nothing is now. Realizing this fact is unsettling. If we can only react to the past, how do we manage to navigate the present? It's easy to spiral into a treatise on free will while in the fetal position, overthinking our forever past." - Kyle Hill

  • Wir wohnen seit 30 Jahren in unserem Dorf und klar - mittlerweile sind viele Alte weggestorben und die jetzigen "Alten" sind dann teilweise eher so im Alter meines Mannes :D


    Prinzipiell muss man sich in solchen Dörfern eben irgendwie einbringen. man geht auf die Feste, man geht mit dem Hund Gassi und hält unterwegs "Schwätzle" - oder noch effektiver: Man tritt in irgendeinen Verein ein. Hat mein Bruder damals in seinem Dorf gemacht. Ist in den Musikverein eingetreten - er spielt gar kein Instrument ^^ und ist unmusikalisch. Und in die freiwillige Feuerwehr - als Zeugwart, speziell verantwortlich für's Notstromaggregat :D. Egal - nach ein paar Festen war er dann auch gut aufgenommen.


    Wir hatten einen Hund - damit lernt man zumindest alle "Hundler" (Hundebesitzer) im Dorf kennen. Ich bin im Sportverein - und sehr selten mal bei einem Training ;) Und mein Mann ist ein "Nualer" - also gut Schwäbisch jemand, der immer um's Haus rum was zu arbeiten hat. Steht man im Garten vorm Haus und gräbt ein Loch, kommt immer jemand, der einen Spruch loslässt und eim Gespräch sucht.


    Alternativ: Nicht schüchtern sein und die Nachbarn mal um Hilfe bitten. "Ich will mein Motorrad verladen, kannst Du mal kurz mit abpacken". Dann hat der Nachbra beim nächsten Mal keine Scheu, ebenfalls um Hilfe zu fragen.


    Achso - das Motorrad vor die Haustür stellen, Flasche Bier, und dann Kette reinigen, funktioniert hat, Läuft jemand vorbei, immer nett grüßen. Irgendwer bleibt immer stehen - und dann ebenfalls auf ein Gespräch einlassen.


    Aber klar: Muss man alles wollen ;) Es werden hier gleich ganz viele Städter auftauchen, die erzählen werden, dass es total ätzend ist auf dem Land, dass man lieber in der Anonymität der Stadt lebt usw.



    Ich mag das Dorfleben! Weil jeder jeden kennt, man aufeinander achtet und sich gegenseitig hilft. Keiner, den man um Hilfe bittet, wird dies ablehnen.So meine Erfahrung.

  • Solange ich nicht das Gefühl habe, dass mein Motorrad störend laut ist interessieren mich die Blicke eher wenig. Die letzten 50m zum Carport rolle ich mit ausgeschaltetem Motor. Wenn ich losfahre schmeiße ich das Ding an und fahre sofort los. Will denen keinen Grund geben mich wirklich zu hassen. Wer es dennoch tut ist mir egal.

    Grüße vom Fuchsteigkringel




    2010-2011: Kawasaki ER-5 :japan:
    2011-2013: Suzuki GSF600 Bandit GN77B :japan:
    2013-2015: Husqvarna SM610i.e. :italia:

    2015-2021: BMW F 800 R :deutsch:

    06-08/2018: Ducati 749 :italia: :sostupid:

    2021-xxxx : KTM 1290 Super Duke R 3.0 "Arnold" :austria: :staun:

  • Ich fahre alles :D Von der Grage zum Vorplatz. Nach der Tour vor die Halle, vom Vorplatz in die Garage.


    Einzig raus aus aus der Halle schiebe ich meine Motorräder. Weil sie keinen Rückwärtsgang haben :S 8o

    *Lille*

  • Meine Freundin ist vor 15 Jahren mal in ein solches Loch gezogen und ihr wurde nahegelegt doch wieder weg zu ziehen, weil sie dort nicht "hinpasse" (Sie war denen wohl nicht hinterwäldlerisch genug).

    Mein Vater wohnt seit 35 Jahren im Dorf meiner Mutter und ist für manche immer noch der Zugezogene.

  • Ich hoffe mal ganz, ganz stark, das kommt auf das Dorf an...


    Hier in einem kleinen Ort (aber im Altort, nicht im Neubaugebiet) ist das aber wohl total egal ob Motorrad oder nicht. Hoffe ich. Hier fahren die eigentümlichsten Fahrzeuge rum und es ist wahrscheinlich wichtig, den dicksten Traktor zu haben. Oder zumindest einen süßen Radlader.


    Ein Ortsansässiger sprach mich mal auf mein kleines Mopped an und meinte etwas mitleidig, er hätte ein größeres. Die Kinder an der Bushaltestelle winken, wenn ich zur Arbeit tuckere.


    Aber unter Beobachtung ist man in einem kleinen Ort definitiv. War sofort rum im Ort, daß der Elektriker hier im Haus fertig war, weil dann abends Licht brannte :)



    Lille,

    danke für die Tips :)

  • Aber unter Beobachtung ist man in einem kleinen Ort definitiv. War sofort rum im Ort, daß der Elektriker hier im Haus fertig war, weil dann abends Licht brannte :)

    :D


    Die beste Show bisher war, als die Feuerwehr zur Übung aufbaute, Hydranten anschloss und dann.. ein Bekannter mit seinem Leichenwagen vorfuhr. Der ist halt bißchen morbide drauf und kam zum Kaffee vorbei.


    Die Feuerwehr stand ratlos da, brach die Übung ab, packte alles wieder ein - und zog ab. Hatten wir gar nicht mitbekommen, nur gewundert, dass alle wieder weg waren.


    Dann passierte erstmal 2 Wochen nicht. Nachdem die Nachbarn und beide lebend gesehen hatten, wurde mal vorsichtig nachgefragt, ob denn was passiert sei... ^^




    Ähnliches hatten wir mal, als unsere Nachbarn mich längere Zeit nicht gesehen hatten. Viel Arbeit, Stress, kaum Freizeit.. Irgendwann stand die 80jährige Nachbarin vor er Türe mit einem Eimer Äpfel. Wollte mal schauen, ob es mir gut geht :D

  • Da kann ich nicht mithalten...


    Vielleicht in ein paar Jahren mal. Aber immerhin:


    Ich sitze noch in der Stadt, der Tischler ruft an:

    "Wir würden gerne die Fenster einbauen."

    "Ich komme heute aber nicht raus, wegen des Schlüssels."

    "Macht doch nix, der Elektriker ist doch da, dann hol ich mir die Schlüssel von dem."


    Sowas gäb's in der Stadt nicht.



    Na, einen hab' ich noch.


    Anmeldung bei der Gemeinde im Nachbarort, wegen Wohnsitz. Natürlich nur mit Termin. Also angerufen, es geht auch jemand ans Telefon!

    "Ja, Anmeldung, klar. Aber nur mit Termin."

    "Dann hätte ich gerne einen Termin."

    "In einer halben Stunde? Paßt das?"

    War dann am nächsten Tag da. Hat alles in allem 10 Minuten gedauert.


    Sowas gäb's in der Stadt auch nicht.

  • Sowas gäb's in der Stadt nicht.

    Als wir das Haus gekauft haben, war außen an der Haustüre noch eine Türklinke.


    Wir sitzen beim Abendessen, nehmen aus dem Augenwinkel eine Bewegung an der Küchentür wahr. Taucht ein Kopf auf: "Ich les nur schnell den Stromzähler ab."


    Anderes Mal: Wieder eine Bewegung auf dem Flur. Steht der Sohn vom Vorbesitzer des Hauses mit einem Telefon unterm Arm da. "Ich wollte nur noch schnell telefonieren. Bei uns geht's noch nicht" (die sind auf die andere Straßenseite gezogen).

  • Och in der Stadt gibst auch ein paar Sachen.

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!