Liebes Tagebuch...

  • Eine für mich komische/neue Situation hatte ich auch noch: in einer Kurve schob auf einmal das Moped viel zu sehr nach vorne ohne dass ich Gas gegeben hab. Vermute, ich war in einem viel zu hohen Gang für die gewünschte Geschwindigkeit, denn als ich dann etwas hektisch bremste und gleichzeitig die Kupplung zog, war’s weg (und die Ganganzeige zeigte 5 bei 20km/h oder so). Danach hab ich jedenfalls mehr auf die Gänge geachtet und hatte das nicht nochmal.

    Du hast kein Gas gegeben, dass hat der Motor für dich gemacht. Nennt sich Standgas.

  • Ja, bei Pässe knacken ist nicht immer offensichtlich, was aufs Bild soll. Das kann man online nachschauen, oder auf einem Garmin Navi. Nein parken, knipsen und besonders beim Wenden bitte auf den Verkehr achten, da hatte ich schon brenzlige Situationen.


    ADAC steht für "Auto Darf Alles Club".

    MO24 Team Reisen

  • Haben meine beiden Fotos akzeptiert. Wahrscheinlich mehr wegen „who cares“ als „jo, der war wirklich da“. :D

  • traue mich nicht weit genug rechts anzufahren, weil dann gefühlt rechts vom Reifen nur noch so wenig Fahrbahn übrig ist… wahrscheinlich

    Also ganz genau damit hab ich auch lange hantiert. Es wird langsam besser, ist aber noch nicht so, wie ich mir das vorstelle.

    Und der Nächste, der seine Waffe wegwirft, ohne eine Zweite dabei zu haben, bezahlt einen Sack Goldmünzen. Das ist eine Unsitte! (Boindil Zweiklinge)

  • Am besten ist es immer, man findet beim PK etwas, wo der Name des Punktes drauf steht. Ein Passschild, ein Gasthaus, das so heißt, eine Bushaltestelle oder eine Wanderkarte. Ein markanter Punkt geht meist auch.


    Ansonsten eben erst das gestellte Bild (Motorrad, Kontrollschild, markanter Punkt) machen, und dann noch etwas drumherum knipsen. Zuhause dann im Zweifelsfalle eine kleine Collage basteln.


    Man bekommt mit der Zeit einen Blick dafür, was die Administratoren wohl sehen wollen.


    Achja - oft sind es auch Wanderwegweiser - da steht dann meist oben eine Orts- und Höhenangabe.


    Ansich finde ich das Passknackern nicht schlecht, um das Fahren und Händeln des Motorrades zu üben. Einfach vor dem Losfahren oder Wenden immer aufmerksam kucken! Und daran denken, dass Autofahrer nicht ahnen können, dass Du mitten in der Walachei plötzlich anhältst. Also rechtzeitig blinken, lieber von der Fahrbahn runterfahren (Parkplatz).

    *Lille*

  • Liebes Tagebuch,


    Endlich wieder vereint! Heute meldeten sich überraschend die Eltern, dass ich sie doch bitte schon wieder abholen möge. Wer hätte das gedacht! Eigentlich war das ja erst für nächste Woche Montag geplant und sie hatten mir ja extra die große Schwester (Tracer 9 GT) mitgegeben, damit ich nicht so einsam bin. Mit der Schwester konnte ich leider die letzten Tage nicht ganz so viel Zeit verbringen wie gewünscht (Scheiss Job), aber es hat gereicht um mir ganz klar zu machen: meine ist die einzig Wahre! Drauf gesetzt, Popöchen meldet schon im Stand und noch mehr auf den ersten Metern: „SO muss das sein!“


    Leider komme ich diese Tage noch nicht so viel zum Fahren, heute war nur ein um 1 Stunde etwas verlängerter Heimweg drin. Aber man nimmt, was man kriegt…


    …und immerhin hat’s für einen Abstecher zum deutschen Familienstammsitz gereicht:



    Jetzt können erstmal die nächsten Kilometer kommen. Noch 600 und nichts wird uns mehr zurückhalten … naja, theoretisch…

  • Liebes Tagebuch,


    Frei! Endlich FREI! Nun können wir endlich alle Hemmungen fallen lassen und ungeniert ohne Zurückhaltung aufdrehen!


    Gut, nicht dass ich das jetzt direkt ausreizen müsste, aber bei der ganztägigen Paartherapie am kommenden Samstag müssen wir wenigstens auf nichts mehr achten, außer aufeinander…


  • Viel Spaß. Das erste Mal wird seeehr... aufregend werden. Lieber mal im dritten ausdrehen oder die Anti Wheelie Kontrolle anmachen, ansonsten könnte das Vorderrad gen Himmel zeigen.

  • Liebes Tagebuch,


    gestern war es soweit: wir waren bei der Paar-Gruppentherapie von Doktor Torsten in Kaarst. Zusammen mit 8 weiteren Pärchen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen haben wir den Tag bei bestem Wetter (nix Regentraining wie befürchtet) mit Gesprächen und Übungen verbracht, um das jeweilige Miteinander harmonischer zu gestalten. Bei der Praxis bzw. den Behandlungsräumen war ich anfangs skeptisch: und stand nur ein Teil des ganzen Geländes zur Verfügung, der vom Rest z.T. mit Pylonen abgetrennt war. Dazu gehörten aber ein recht großer Kreisel und eine weitere interessante Kurve und insgesamt ist es Doktor Torsten durchaus gelungen, den Tag abwechslungsreich und weitestgehend kurzweilig zu gestalten. Allein die Versorgung mit Kaltgetränken ließ einiges zu wünschen übrig, da der Getränkeautomat defekt war und dann nur so kleine warme Fläschchen zu happigen Preisen angeboten wurden.


    Schwerpunkte der Veranstaltung waren Blickführung, Lockerheit am Lenker, Sitzposition (Bauch, Beine, P… äh Füße) und allgemeine Kurventechnik: Ziehen/Drücken, Lenkimpuls. Diese Grundlagen wurde dann in den verschiedenen klassischen Situationen geübt und vertieft, d.h. vor allem langsames Fahren (und Wenden), Ausweichen, Gefahrbremsung (nass/trocken) Bremsen in der Kurve (allerdings nur in zarten Anfängen - das gehöre eigentlich nicht in den Kurs war aber in der Anfangsbesprechung - u.a. von mir - gewünscht worden). Fand ich sehr gut, dass er das trotzdem noch zumindest ein wenig mit eingebaut hat.


    Am Schluss gab es dann noch einen kleinen Rundkurs (mit Richtungswechsel nach der Hälfte der Zeit), in dem Torsten dann spontan noch in „der Schikane“ (recht enge Links/rechts Kombination) immer wieder Hindernisse (in Form einer am Boden liegenden Kette) eingebaut hat. Das Zirkeln um diesen Parcours hat mir schon mit Abstand am meisten Spaß gemacht, auch wenn ich dabei wahrscheinlich am wenigsten vom ganzen Tag gelernt habe.


    Schön war auch die sehr bunte Zusammensetzung unserer Truppe, es war so ziemlich alles vertreten, altersmässig wie Bike-Typen: von einer jungen Dame unter 18 mit ihrer (sehr schicken und ziemlich cool klingenden 125er), über einen Anfang 20, diverse so Mitte 30 bis Mitte 50 hin zu einem älteren Haudegen mit einem Sportler. Bei den Bikes sind mir besonders aufgefallen:

    eine schicke rote Honda CBR, eine Yamaha Tenere 700 (standesgemäß mit Stollenreifen), eine Kawasaki Z900 RS, eine Harley (vergessen welche, war für eine Harley erstaunlich schlank und unaufdringlich), eine BMW F800R und ein schon etwas älterer Supersportler (glaub Honda) von unserem Ältesten. Der Trainer war mit einer maximal bepackten Honda Afrika Twin am Start. Was für ein Trumm.


    Erstaunlicherweise war nicht ein einziger BMW-Boxer dabei!


    Die Erfahrungen waren ebenfalls unterschiedlich, einige Anfänger wie ich mit Lappen aus diesem Jahr, einige mit 2-3 Jahren Erfahrung, einige Wiedereinsteiger und eben der alte Haudegen, der aber trotzdem noch was Mitgenommen hat (sagte er zumindest). :)


    Alles in allem durchaus eine runde Sache, habe meinen Samstag schon weniger sinnvoll verbracht. Vielleicht hätte ich mir noch einen etwas höheren Fahranteil gewünscht. Es wurde zwischendurch immer wieder etwas erklärt (gut und richtig! Gehört dazu!), aber das hätte man vielleicht zum Teil auch noch etwas straffen können. Und auch wenn wir manche Manöver parallel gefahren sind (Gefahrbremse), stand man dann zwischendurch halt was länger nur sitzend statt fahrend herum, bis man wieder dran war.


    Interessant fand ich, dass man schon nach sehr kurzer Zeit den Gummiabrieb der Gruppe in der Slalompassage sehen konnte. Krass, da bleibt wirklich einiges Material auf der Strecke!


    Fazit: Ich habe definitiv einiges mitgenommen, hier mal meine wichtigsten persönlichen Baustellen:


    1.

    Lenker LOCKER halten. Ich dachte bisher immer, ich wäre ja schon total entspannt und sowas von relaxed auf dem Hobel… Pustekuchen. An den wichtigen Stellen (Arme/Schultern/Ellbogen) war ich viel zu fest, und an den falschen Stellen (Rumpf) bei bestimmten Situationen (Gefahrbremsung) dafür zu weich. Das mit dem lockeren Griff am Lenker wird bestimmt eine meiner langfristigeren Baustellen sein. Macht aber nix, war gut das wirklich mal vom Profi zu hören, weil mir das mit reiner Selbstreflektion einfach nie aufgefallen wäre.


    2.

    Oberkörperhaltung bei starkem Bremsen. Weiß nicht warum (evtl. um betont „locker“ zu sein?), aber ich hab mir beim starken Bremsen angewöhnt, den Oberkörper mit dem Schwung mit nach vorne zu nehmen. Dass das verkehrt ist, leuchtete mir auch sofort ein, denn dadurch wird das Hinterrad noch leichter als sowieso schon. Auch zeigte sich bei der Gefahrbremsung ein klarer Effekt von steifen Armen: bei steifen Armen überträgt sich das immer vorhandene leichte „Pendeln“ des Vorderrads sehr stark auf das ganze Motorrad, was dann wieder manuell ausgeglichen werden will. Kostet Kraft und führt trotzdem dazu, dass man evtl. bei und am Ende der Bremsung irgendwie ein unruhiges Gefühl hat. Bleiben die Arme locker, federn die das weg und das Bike stabilisiert sich (wie ja auch bei der Fahrt) weitestgehend selbst. Da muss ich also zwei Sachen gleichzeitig ändern: Arme locker und Oberkörper steif statt genau umgekehrt. Gar nicht so einfach…


    3.

    Langsam fahren. Da dachte ich auch, ich hätte eigentlich den Dreh raus. Meine Lösung ist aber suboptimal: ich hab das im Prinzip mit Standgas und dann über das Spiel mit der Kupplung gelöst. Geht halbwegs. Besser geht das aber mit Kupplung am Schleifpunkt festnageln, Gas auch (höher als Standgas) und dann Rest über die Hinterradbremse. Nach der ersten Übung auf gerader Strecke ging es dann auch an das langsame Wenden. Das sitzt bei mir aber definitiv noch nicht so gut, wie ich mir das wünsche. Das durften wir dann sowohl unter kritischer Aufsicht des Doktors als auch auf anderen Teilen des Parkours eigenständig üben und dabei ist mir meine Yamaha auch nun das erste Mal umgefallen (übrigens als einzigem des ganzen Kurses über den ganzen Tag - peinlich). Alles easy, hab sie quasi im Stand kontrolliert abgelegt und überall Protektoren dran, so hat nur das Makeup (Motorschutz und Kupplungshebel) halt etwas gelitten… ;)





    Jetzt bin ich immerhin um die Erfahrung reicher, dass ich sie auch alleine wieder ohne Weiteres aufgehoben bekomme. :D


    Die langsame Fahrt (Wenden, Achten usw.) - selbstverständlich inkl. Blickführung dabei - hab ich mir mal sehr weit oben aufs persönliche Übungsprogramm für die nahe Zukunft gesetzt.


    Immerhin, meine Blickführung war schon ganz ok, kann aber natürlich auch noch besser werden.


    Ich werde definitiv wieder sowas machen. Der Blick von außen hilft mir ungemein und man bekommt konkrete Hinweise wie man an sich arbeiten kann. Auch der Austausch mit der Gruppe war witzig und für mich mal interessant zu sehen, wie sich so die anderen mit ihrem Moped umgehen und sich über den Parkour bewegen.


    P.S.: geschliffen hat bei mir noch keine Fussraste, aber der Angststreifen ist glaub wieder etwas schmaler geworden… ich seh ihn fast gar nicht mehr… ;)

  • Schöner Bericht.

    Bremsen und Ausweichen auf nasser Fahrbahn habt ihr nicht gemacht oder?

    Ich freu mich schon auf mein Fahrsicherheitstraining.

  • Wie ist es eigentlich jetzt mit eurer neugewonnenen Freiheit (siehe post '48) ?

    Warst du schon durch die Probefahrten darauf vorbereitet oder jetzt überrascht was dein Bike so drauf hat?

  • Ehrlich gesagt fahre ich die nicht aus. Ich bin mal testweise auf der Autobahn 180 gefahren. Dafür muss man sich aber schon sehr über den Tag beugen, wenn der Wind einen nicht völlig vom Moped pusten soll bzw. wenn man nicht den völlig steifen Nacken riskieren will. Und auch auf der Landstraße war ich bisher nicht in der Verlegenheit, mehr als 7000 Touren zu brauchen. Ich fühl mich in nem höheren Gang durchaus wohl und bin ganz zufrieden, dass man die MT zur Not auch 50km/h und weniger im 5. Gang bewegen kann.

  • Bei höheren Tempi kriegt man eh nicht viel von seiner Umgebung mir. Macht mir keinen Spaß. Auf der Bahn pendele ich mich meist bei 120 oder 130 km/h ein und lass rollen. Auf der Landstraße gondel ich eher sinnig durch die Lande. Hier läuft man Gefahr, dass Landmaschine kreuzen oder Lehmklumpen auf der Straße liegen. Da sind die Bauern nicht gerade zimperlich. Gern genommen wird auch die defekte Anhängerbeleuchtung im Dunkeln. =O

    Sabbel nich - dat geit!

  • So, wieder ein paar km weiter. Die Yama und ich haben inzwischen ca. 2400km runter. Letzte Woche Sauerland und zurück mit Regen, Putzen und dann heute nochmal bisserl Bergisches. Wird frischer unterwegs, vor allem dann abends. Die Sommerklamotten kann ich wohl erstmal wegpacken. Habe auch festgestellt, dass die Kleidung in der Garage auch nicht so richtig toll trocknet, war heute noch etwas klamm alles. Also muss der ganze Plunder über die kälteren Monate wieder irgendwo im Haus einen Platz finden.


    Für den Winter bzw. schlechtes Wetter fehlt mir noch bisserl was zum drüber- und drunterziehen. Für darunter nehm ich wohl erstmal Skiunterwäsche, die Lederklamotten sollten ja ansonsten recht winddicht sein. Für drüber gegen Regen bin ich noch etwas unschlüssig, ob meine billige Plastik-Montur fürs Fahrrad im „Müllbeutel-Look“ so wirklich das Wahre ist… Das könnte schon etwas arg flattern…

  • ich hab heute eine Softshell von FC-Moto bestellt. Anfang Oktober kann ich testen was die so kann.

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