Wann war die beste Zeit als Motorradfahrer ?

  • Finde es auch spannend, das "früher" so unterschiedlich ausfallen kann.

    Wer in den 70er noch flüssig war und in den 80ern höchstens Matchbox Autos besabbert hat kann halt schlecht mitreden wie das Fahren in diesen Zeiten war ;)

    "Reality is on a delay. For you, nothing is now. Realizing this fact is unsettling. If we can only react to the past, how do we manage to navigate the present? It's easy to spiral into a treatise on free will while in the fetal position, overthinking our forever past." - Kyle Hill

  • Willst du etwa sagen, dass der Sandman alt ist? 8o

    Niemals! =O (sonst haut der mich)

    "Reality is on a delay. For you, nothing is now. Realizing this fact is unsettling. If we can only react to the past, how do we manage to navigate the present? It's easy to spiral into a treatise on free will while in the fetal position, overthinking our forever past." - Kyle Hill

  • Aber wie gesagt, ich glaube du und ein paar andere seid da aber auch sehr empfindlich ;)


    Der Großteil hat mit den Reifen, egal was drauf ist keine Probleme.

    Ich würde es Feinfühliger nennen ... Den Unterschied zu den früheren Reifen sollte jeder merke. Die haben heute eine ganz andere Rückmeldung, ein ganz anderes Grip Niveau. Wobei sich a meines Erachtens in den letzten 15-20 Jahren am Meisten getan hat. Die letzten 5-10 Jahre sind da schon weniger Entscheidend.


    Also der Unterschied zwischen einen in den 90er Entwickelten BT20 zu einem in den 201x Entwickelten T31 muss einfach jeder merken, erst recht wenn es Regnet.


    Bei den aktuellen Reifen bin ich eher bei Dir, der Großteil hat da keine Probleme was drauf ist. Aber Unterschiede haben die trotzdem - weniger im Gripp als viel mehr beim Thema eigendämpfung, rückmeldung, willigkeit wie präzise der in die Kurve geht usw ... Der AX41 der gerade auf meiner neuen Maschine ist, ist mist z.B. - aber klar man kann Ihn fahren.

  • Ich würde es Feinfühliger nennen ... Den Unterschied zu den früheren Reifen sollte jeder merke. Die haben heute eine ganz andere Rückmeldung, ein ganz anderes Grip Niveau. Wobei sich a meines Erachtens in den letzten 15-20 Jahren am Meisten getan hat. Die letzten 5-10 Jahre sind da schon weniger Entscheidend.


    Also der Unterschied zwischen einen in den 90er Entwickelten BT20 zu einem in den 201x Entwickelten T31 muss einfach jeder merken, erst recht wenn es Regnet.


    Bei den aktuellen Reifen bin ich eher bei Dir, der Großteil hat da keine Probleme was drauf ist. Aber Unterschiede haben die trotzdem - weniger im Gripp als viel mehr beim Thema eigendämpfung, rückmeldung, willigkeit wie präzise der in die Kurve geht usw ... Der AX41 der gerade auf meiner neuen Maschine ist, ist mist z.B. - aber klar man kann Ihn fahren.

    da wäre ich echt mal neugierig auf einen direkten vergleich, also für mich selbst, nicht irgendwelche Tester,


    aber dazu müsste man eben erstmal einen BT20 neu produzieren und 2 identische Motorräder , einmal BT20 und einmal irgend einen modernen Tourenreifen, mir hinstellen.


    am besten auch mich blind draufsetzen, so dass ich nicht sehe, welchen Reifen ich fahre

  • Ja gut, da ich erst mit 26 anfing, hatte ich diese "unverwundbar" Zeit nie,

    vielleicht deswegen auch mein teilweise anderer Blick

    Möglicherweise hattest du die auch vorher nicht. Nicht jeder hatte sie, behaupte ich. Ich kann auch nicht sagen, dass ich mich je für unverwundbar gehalten habe - eher war es ein falsch eingeschätztes "das klappt schon". Ist für mich ein Unterschied - ich wusste schon, dass ich auf die Mappe fallen und mir weh tun kann, habs auch oft genug getan. Ich hatte aber z. B. nie den Drang, mit den Rasten auf den Boden zu kommen, auch mit 16 nicht. Zum einen, weil die Rasten starr waren, zum anderen aber auch wegen "warum sollte ich?". Da ich keine Motorradfahrer um mich herum hatte, die mir erzählen, wie toll das sei, konnte ich das auch nicht wissen.

    WELCOME TO THE RIDE OF YOUR LIFE

  • Ich hatte aber z. B. nie den Drang, mit den Rasten auf den Boden zu kommen, auch mit 16 nicht. Zum einen, weil die Rasten starr waren, zum anderen aber auch wegen "warum sollte ich?". Da ich keine Motorradfahrer um mich herum hatte, die mir erzählen, wie toll das sei, konnte ich das auch nicht wissen.

    Solche Leute kannte ich als ich den Schein gemacht habe,


    aber hab sie eben instant als die "Deppenfraktion" abgestempelt und daran nie interesse gehabt ;)

  • Bevor ich alles lese, hier schon einmal ein Zwischendurchkommentar:


    Das Hervorheben der heutigen modernen Technik ist schön und gut - auch die Alten werden das, möglicherweise, zugeben. Die Jungen von heute, die möglicherweise nie Moppeds mit der Technik der 1980er bewegt haben, haben keine anderen Referenzen. Und die Alten hatten "damals" nichts anderes bzw. waren froh, etwas zu haben. Es gab auch damals schon technischen Fortschritt. Das, was wir heute als alte Technik verunglimpfen, war damals Stand der Technik. Die heutige moderne Technik kam nicht plötzlich.

    Grüsse aus dem Westzipfel


    Harry aka schredder66

    Edited once, last by schredder66 ().

  • Das Hervorheben der heutigen modernen Technik ist schön und gut - auch die Alten werden das, möglicherweise, zugeben. Die Jungen von heute, die möglicherweise nie Moppeds mit der Technik der 1980er bewegt haben, haben keine anderen Referenzen. Und die Alten hatten "damals" nichts anderes bzw. waren froh, etwas zu haben. Es gab auch damals schon technischen Fortschritt. Das, was wir heute als alte Technik verunglimpfen, war damals Stand der Technik. Die heutige moderne Technik kam nicht plötzlich.

    und es gibt ja auch immer noch große Unterschiede.


    Ein 80s UJM Bike, das gut gewartet da steht, damit konnte man damals Nordkapp und zurück ohne irgendwas am Bike zu machen.


    Alles was danach kam, Fahrwerkzeugs, ABS, Anti Wheelie, Anti Schlupf, LED Licht etc sind zwar alles nice to have, aber eben nicht mehr essentiell.


    DAs ist eben kein vergleich mit den Bikes, gegen die die Japaner damals antraten, als sie den weltweiten Markt eroberten.


    Wo Motorradfahren mit einer 60/70s Triumph und co nur etwas für Leute war, die eben auch schrauben konnten.

  • Bevor ich alles lese, hier schon einmal ein Zwischendurchkommentar:


    Das Hervorheben der heutigen modernen Technik ist schön und gut - auch die Alten werden das, möglicherweise, zugeben. Die Jungen von heute, die möglicherweise nie Moppeds mit der Technik der 1980er bewegt haben, haben keine anderen Referenzen. Und die Alten hatten "damals" nichts anderes bzw. waren froh, etwas zu haben. Es gab auch damals schon technischen Fortschritt. Das, was wir heute als alte Technik verunglimpfen, war damals Stand der Technik. Die heutige moderne Technik kam nicht plötzlich.

    Alles schön und gut. Aber an "damals" fest halten und sagen dass alles alle "neumodischer Sch***"" ist weil man sich mit dem neuen nicht beschäftigen will...


    Alles was danach kam, Fahrwerkzeugs, ABS, Anti Wheelie, Anti Schlupf, LED Licht etc sind zwar alles nice to have, aber eben nicht mehr essentiell.

    Fahr mal was von damals. So eine XS450 zb. Und dann sage mir dass "Fahwerkszeug" und ABS nicht essentiell sind. Ich kenne die NTV, die reicht in keiner Silbe an eine MT07 oder so heran.


    Ich habe mir mit 22 das erste Mopped gekauft, eine Kawa GPZ 500 S mit 60 PS. Ich hätte auch damals die Top Ware fahren dürfen. Gut ausgegangen wäre es nicht.


    Und zum Thema Reifen. Ich kenne noch einen BT45 und einen BT023. Der BT023 war ein himmelweiter Unterschied. Nicht dass der 45 schlecht war, aber der 23 war überall besser.


    Und ein Road5 ist überall besser als ein Road2, wobei ein Road2 nicht gut ist ;)


    Es geht aber um sowas wie Einlenkverhalten, Grip in Schräglage, Verhalten in Schräglage, Aufstellmoment beim Bremsen in Schräglage, Gradeauslauf.


    Und dass es heute keine schlechten Reifen zeigt mein Test des GPR-300 von Dunlop. Der war echt gut, aber man sollte ihn halt nicht dauerbelasten. Irgendwann in der mir hinten bei stärkerer Beschleunigung in größerer Schräglage wie weg geknickt. Da taucht das Heck ab wenn man aus der Kurve heraus beschleunigt.

  • Alles was danach kam, Fahrwerkzeugs, ABS, Anti Wheelie, Anti Schlupf, LED Licht etc sind zwar alles nice to have, aber eben nicht mehr essentiell.

    Ich hab gerade meinen Crosstourer abgegeben nach 152520 KM. Schäden an der Elektrik/Elektronik: NULL. Probleme mit Elektrik/Elektronik: NULL.


    Einziger Schaden, ausgeschlagenes Tanklager (das Lager an dem der tank hoch geklappt wird) - ist zum Fahren aber auch nicht wichtig hat mich also nicht aufgehalten, wurde ein neues Gummi lager eingepresst und gut ist.


    Ansonsten 152520 absolut Problemlos KM - das ding ist durch Wind und Wetter geprügelt worden von 40 Grad in Griechenland bis 6 Grad sturm und 8 Stunden Dauerregen in Irland. Über die Alpen bei Minusgraden und Schnellfall usw ... er lief einfach problemlos.


    Traktionskontrolle hat mich 3 - 5 mal gesichert - Ampelstart und nicht gesehen das es dort etwas glatt ist. Ok bei der 65ps Deauville hab ich ne Traktionskontrolle nie vermisst. Aber der Druck von dem 1200er Block schiebt halt ganz anders das Hinterrad weg. ABS möchte ich auch nicht mehr missen.


    Fahrwerk hatte ich ein Wilbers drinnen , nix elektrisches ....in der AT jetzt das Elektrische. Ja nice to have, zum Fahren aber nicht zwingend notwendig. Macht das Leben aber Komfortabler ...

  • Ein 80s UJM Bike, das gut gewartet da steht, damit konnte man damals Nordkapp und zurück ohne irgendwas am Bike zu machen.

    Kann man heute auch. Nur heute scheitert es gerne am "gut gewartet". Und damals bestimmt hin und wieder auch.


    Gruß,

    Thomas

  • Das Hervorheben der heutigen modernen Technik ist schön und gut - auch die Alten werden das, möglicherweise, zugeben. Die Jungen von heute, die möglicherweise nie Moppeds mit der Technik der 1980er bewegt haben, haben keine anderen Referenzen. Und die Alten hatten "damals" nichts anderes bzw. waren froh, etwas zu haben. Es gab auch damals schon technischen Fortschritt. Das, was wir heute als alte Technik verunglimpfen, war damals Stand der Technik. Die heutige moderne Technik kam nicht plötzlich.

    Da hast du recht und ich denke, da widerspricht auch niemand - ich frag mich allerdings, worauf du hinaus willst.

    WELCOME TO THE RIDE OF YOUR LIFE

  • Die Szenarien dass "diese ganze Elektronik" kaputt gehen könnte wird meist von denen an die Wand gemalt, die noch nie Elektronik im Bike hatten.


    Gut, die aktuelle MT09 hat wohl Probleme mit dem Drosselklappenstellmotor und ich las schon davon dass das Mopped selbstständig Gas gibt. Gut, DAS ist gefährlich. Aber hängende Gaszüge und Schimmelnadeln gabs auch früher schon. Inwiefern das gefährlich war, weiss ich nicht.

  • Kann man heute auch. Nur heute scheitert es gerne am "gut gewartet". Und damals bestimmt hin und wieder auch.

    Die Maschine weiß nicht, dass sie zum Nordkapp fährt. Ob ich für 6000 km Wochenendtouren mache oder einmal zum Nordkapp und zurück fahre, ist doch ziemlich einerlei. Und wer hat da schon auf 6000 km großartig irgendwelche Malessen?

    WELCOME TO THE RIDE OF YOUR LIFE

  • Die Szenarien dass "diese ganze Elektronik" kaputt gehen könnte wird meist von denen an die Wand gemalt, die noch nie Elektronik im Bike hatten.

    Ich würde sogar noch weiter gehen, das kommt von Leuten, die keine Ahnung haben.


    Was steckt denn heute an Elektronik in einem normalen Motorrad? Ich meine jetzt die ganzen Kisten, die man für unter 10k neu kriegt. ABS, Einspritzung, Mäusekino und das war's.


    Manchmal wird so getan, als ob ne vollausgestattete Goldwing das Maß der Dinge für Motorräder nach 2010 sei.


    Gruß,

    Thomas

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