Fahrerlaubnis A gemacht - Motorrad kaufen oder doch nicht?

  • hmm so ganz verstehe ich Dich nicht, der Führerschein Klasse A wird einem ja nicht gerade nachgeschmissen. Danach stellst Du dir die Fragen was kann alles passieren. Passieren kann immer etwas, sogar wenn Du eine Stufe absteigst.

    Habe auch erst mit 36 den FS gemacht und seitdem keinen Tag bereut. Motorrad kaufen wo der Bauch sagt, ja des passt, dann los und die Freiheit genießen. Gibt es etwas schöneres als wenn Du Abends von einer genialen Tour nach Hause kommst und sitzt mit Deinem Partner auf dem Bankerl und trinkst ein Stiefelbier :)

    Ach und 300 km als Anfänger... Führerschein gemacht und am nächsten Tag ab Richtung Kärnten. Erster Tag schönes Wetter und dann 7 Tagen Dauerregen... und schee wars.


    Du wirst für Dich die richtige Entscheidung treffen, viel Spaß


    Angel

    :love: Motorradfahren ist viel zu schön, um es allein den Männern zu überlassen :love:

  • Ein solcher Mensch wird evtl. auch eher leichtfertig das Risiko eines ggf. schweren Unfalls in Kauf nehmen, um seinem Hobby nachzugehen

    Täusch dich da nicht. Die Biker, denen "alles egal ist", sind eine Minderheit. Und - meiner Meinung nach, wenn ich sehe, wer solche Sprüche loslässt - "Kinder", junge Männer (selten Frauen), die sich wichtig haben und eines auf dicke Hose machen. Man will cool rüberkommen. Aber hängt man wirklich so wenig am Leben?


    Die meisten Biker sind Sohn, Tochter, Mutter, Vater, Großmutter, Enkel, Partner, Freundin... Und wollen niemanden verletzen, sondern abends wieder heim Zuhause ankommen.


    Risikobereitschaft ist ein schlechter Berater beim Motorradfahren.


    Richtige Angst ist es aus meiner Sicht nicht, eher vielleicht etwas zu stark ausgeprägter Respekt und ein Bewusstsein über die möglichen Gefahren.

    Das sollte man sich auch beibehalten. Respekt ist gut.


    Mit der Zeit und der Routine wird man entspannter. Wie eben beim Autofahren auch.

  • (statistisch nicht, aber ich behaupte, dass viele Abflüge gar nicht polizeilich erfasst werden

    natürlich,

    wer nicht gerade wegen Vollkasko oder sonstwas irgendwas polizeiliches braucht (keine ahnung, hatte ncoh nie ein motorrad mit vollkasko) hat ja kein Interesse daran.


    Am Ende gibt es bei sowas erstmal immer noch ein Knöllchen weil man ja wohl zu schnell war für die Gegebenheiten etc etc und das Bike wird sich genau angeschaut

  • Hi bike_nb ,


    ich finde, das ist eine spannende Frage. Deine Bedenken kann ich durchaus nachvollziehen, ein paar solcher Überlegungen trieben mich zu Beginn meiner 125er-Zeit auch um (also vor eineinhalb Jahren ^^ ).

    Aber vielleicht hilft es, zur Lösungsfindung einmal die Gründe Deines Unwohlseins aufzudröseln.



    Mal aus der ich-Perspektive eines (vielleicht etwas fortgeschrittenen) Anfängers ein paar unvollständige Gedankenschnipsel:


    Habe ich Sorge (um das Wort 'Angst' zu vermeiden), daß mich ein Autofahrer plattmacht?

    -> Außer aufmerksam zu fahren (oder das Fahren zu lassen) kann man das wohl nicht "therapieren". Da hilft wohl nur "laß es".

    Dazu hab ich mir seltsamerweise aber nie ernsthafte Gedanken gemacht.


    Habe ich Sorge, daß ich einer Fahrsituation nicht gewachsen bin und z. B. in einer bösen Kurve an einen Baum fahre?

    -> Mopped in ordentlichem Zustand, ein paar Trainings und langsames und stetiges Üben über tausende von Kilometern, dazu ordentliche Schutzkleidung haben mir da sehr geholfen. Das war (gefühlt) meine Hauptbaustelle, das wird allmählich besser.


    Habe ich Sorge, daß ich hinter einer uneinsichtigen Kurve gegen einen Mähdrescher knalle?

    -> Fahrweise mit Selbstbeherrschung, Fahrkönnen und Erfahrung/Intuition sollten da helfen. Man muß nicht um uneinsehbare Kurven ballern, nur weil es andere tun. Und ein Trecker oder ein Radfahrer auf der Fahrspur materialisiert sich nicht plötzlich einen Meter vor dem Vorderrad...


    Habe ich Sorge, daß ich in einer Kurve auf Kies oder Öl oder so gerate und irgendwohin rutsche, wo es sehr unschön ist?

    -> Wenn man sowas übersieht - Pech. Ohne das zu beschönigen.



    Und mit etwas anderer Fragestellung...


    Fahre ich viel/hauptsächlich in der Stadt oder im Berufsverkehr? Oder Autobahn?

    -> Da ist das Risiko, mit einem anderen Auto einen Unfall zu erleiden, sicher gegeben. Abhilfemaßnahmen: das Übliche - Fahrkönnen, allerextremste Aufmerksamkeit, Schutzkleidung. Aber wozu fährt man viel in der Stadt oder Autobahn? Ist eher unspaßig. Alltagsfahrerei in der Stadt als Pendler muß man extra bewerten.


    Fahre ich viel in übersichtlichen Regionen mit wenig(er) Verkehr?

    -> Wo es wenig Autos gibt, da können einen auch wenig Autos übermangeln. Landwirtschaftliche Fahrzeuge übersieht man mit etwas Sorgfalt eher nicht, zumindest tagsüber eher nicht, und man muß die auch nicht todesmutig bei Gegenverkehr überholen. Kaffeefahrtausflügler erkennt man oft recht schnell und kann die eigene Fahrweise anpassen. Wenn man genügend kopfgesteuert ist. Und auch der berühmte Linksabbieger ist meist nicht *puff* plötzlich da.

    Abhilfemaßnahmen: das Übliche - Fahrkönnen, hohe Aufmerksamkeit, Schutzkleidung, ordentlicher Zustand des Moppeds. Träumen beim Fahren ist sowieso nicht gut.


    Fahre ich viel Überland?

    -> Da muß man natürlich mit allem rechnen. Tiere, Öl, Kies, Modder, sonstwas. Also aufmerksam fahren. Natürlich kann man auch was übersehen. Und dann hilft im Extremfall wohl nur Glück und/oder perfekte Moppedbeherrschung (dem kann man sich durch Training ein klitzekleines Bißchen annähern) und/oder gute Schutzkleidung, der Rest ist einfach Pech.



    Was man aber als Moppedfahrer als Vorteil mitbringt (auch im Stadtverkehr): man sitzt oft höher als der Autofahrer und hat einen deutlich besseren Überblick und kann oft schon sehen oder erahnen, was der Vorder-Vordermann anstellt. Und ein Mopped ist ziemlich schmal und kurz und man kann sich - wenn man kann (ich kann das noch nicht) sich im Notfall mit Glück in irgendeine Lücke quetschen.


    Aber man hat natürlich keinen Käfig um sich rum, keine Knautschzone, keinen Airbag. Da braucht man sich auch nix vorzumachen.



    Aber bei beherrschter, vorausschauender, aufmerksamer Fahrweise auf einem gepflegten Motorrad, tagsüber, ohne Glatteis, vielleicht ein gemütlicher Ausflug in eine wenig befahrene Gegend, da halte ich das Risiko für sehr überschaubar. Zumindest mir bereitet sowas viiiel mehr Spaß als Sorge.

  • natürlich,

    wer nicht gerade wegen Vollkasko oder sonstwas irgendwas polizeiliches braucht (keine ahnung, hatte ncoh nie ein motorrad mit vollkasko) hat ja kein Interesse daran.

    Ich wüsste keinen Grund, warum VK-Schäden die Polizei bräuchten. Höchstens bei TK und Wildunfällen.

    WELCOME TO THE RIDE OF YOUR LIFE

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!