Mein Kaufentscheidungsprozess bzgl. Airbag

  • Moin moin,


    ich neige ja bekanntlich zum über- und zerdenken und ich habe mich mal wieder in ein "Rabbit Hole" begeben: Motorrad Airbags.

    Die Entscheidung ist massiv individuell und es gibt hier m.E. kein richtig und kein falsch. Auch die Entscheidung: Kein Airbag ist nicht falsch. Es ist Abwägungssache.

    Für mich relevant ist mein Fahrprofil. Ich fahre fast ausschließlich mehrere Wochen am Stück, ohne nach Hause zu kommen. Unterwegs möchte ich nicht, dass irgendwas schief geht. Geht's dann doch immer aber naja. Außerdem habe ich keine Möglichkeit, unterwegs Systeme zu wechseln.


    Ausgangslage

    Meine Rev'IT Sand 2 ist in die Jahre gekommen, und ich vertraue den Protektoren nicht mehr so ganz, möchte die Jacke aber noch nicht ablösen (bin einfach richtig zufrieden damit). Daher habe ich mir überlegt eine Protektoren Jacke für drunter zuzulegen. Als Alternative zur ganz neuen Jacke.

    Nach etwas ausprobieren, anprobieren und generellem Missfallen dieser Idee bin ich den nächsten Schritt in Richtung Airbag gegangen. Wenn schon mehr Schutz, dann richtig, dachte ich mir. Eine neue Jacke zu kaufen wäre halt vermutlich günstiger (weil ich eh in den kommenden 2-3 Saisons eine neue Jacke brauche, denke ich) aber der zusätzliche Schutz macht bei meinem Fahrprofil imho schon Sinn.

    Hier gibt es ja einige Konzepte und meine direkter Schluss war: Ich möchte a) unter der Jacke, b) elektronisch geregelt, c) soviel Abdeckung wie möglich und d) nur soviel Folgekosten wie nötig. Ergebnis: Alpinestar Tech-Air 5.


    Warum ich am Ende kurz vor dem Kauf des genau gegensätzlichen Systems stehe, dachte ich ist einen Thread wert.


    a) Unter vs. über der Jacke

    Grundsätzlich gibt es zwei Konzepte: Weste, die unter der regulären Motorradjacke getragen wird und Weste, die über der regulären Motorradjacke getragen wird. Streng genommen gibt es noch Fall 3, Airbag, der in einer regulären Motorradjacke eingearbeitet ist, da ich meine Sand 2 ja aber noch behalten möchte, für mich hier nicht relevant.

    Mein erster Impuls: unter der Jacke, dann fällt das System ja gar nicht auf. Nach meinen Recherchen ist mir aber bewusst geworden, dass die Nähte einer herkömmlichen Motorradjacke stabiler sind, als mein Brustkorb. Das heißt, man braucht Platz zwischen Brust und Jacke, sonst geht der Schuss nach hinten los. Aktuell würde es aber wohl passen, wenn man etwas zunimmt aber nicht mehr. Das ist mir zu riskant, da die Anschaffungskosten nicht ohne sind. Über der Jacke ist halt sehr viel sichtbarer, es staut sich aber auch nicht soviel Wärme.


    b) Elektronische vs. mechanische Auslösung

    Mittlerweile gibt es zwei Systeme: Elektronische, die mittels eingebauten Sensorik 1000x in der Sekunde die aktuelle Fahrersituation analysieren und im Zweifel auslösen oder mechanische, die mittels Reißleine am Motorrad auslösen.

    Beide Systeme haben Vor- und Nachteile.

    Mechanische Systeme funktionieren zuverlässig, wenn sie ausgelöst werden. Fehlauslösungen sind regelmäßig nicht zu erwarten. So benötigt man ca. 30 KG Zugkraft, was man beim bloßen Absteigen und vergessen i.d.R. nicht hat. Ein Umfaller im Stand ist da noch die größte Sorge, müsste man mal ausprobieren, wie lang die Reißleine im Zweifel ist. Die Mechanik funktioniert wartungsfrei, clip & go.

    Größter Nachteil ist wohl, dass der Airbag nur dann auslöst, wenn man sich vom Motorrad entfernt. Auffahrunfälle im Stand etc. dürften wohl nicht zum Auslösen führen, bzw. nur verspätet.


    Elektronische Systeme müssen nur getragen und zugemacht werden, i.d.R. aktivieren sie sich von selbst und funktionieren in vielen Fällen auch im Stand, also bei Auffahrunfällen von hinten. Im Stadtverkehr also ein massiver Sicherheitsgewinn. Nachteil ist, dass sie aufgeladen werden müssen...ein leerer Akku = kein Airbag. Außerdem ist man der Elektronik ausgeliefert. Es finden sich haufenweise Forenposts, die von falschen oder fehlenden Auslösungen berichten. Ein besonders hängen gebliebener Thread im ADV-Forum handelt von falschen Auslösungen und beinahe Unfällen, nach dem überfahren einer Unebenheit auf der Straße...der Airbag dachte es sei eine Anomalie, der Airbag löst aus und der Fahrer ist unbeweglich bzw. erschreckt sich und verursacht so fast einen Unfall. Ich denke, dass die Elektronik ausgereift genug ist und das Einzelfälle sind aber zwei Punkte lassen mich nicht los:

    Zum einen ersetzen diese Systeme die regulären Protektoren. Habe ich im Urlaub eine falsche Auslösung, dann fahre ich den Urlaub ohne Protektoren zu Ende... die Protektoren im Gepäck spazieren zu fahren, halte ich für mumpitz. Zum anderen schaltet man so einen Airbag nicht mal eben ab, wenn es etwas Schotter oder anderweitiges Offroad gibt. Jedesmal die Weste ausziehen, wenn man mal auf nen Schotterweg fährt ist mir echt zu blöd, und hier scheint die Gefahr von falschen Auslösungen besonders hoch zu sein. Die Reaktion vom Hersteller war übrigens "Tja, kann passieren, steht in der Anleitung. Das macht dann 250$ für die Wartung und Insandsetzung".... :S


    c) Abdeckung

    Die verschiedenen Systeme haben verschiedene Abdeckungen. Alpinestars bietet die wohl beste Abdeckung inkl. Schulterbereich. Nachteil ist hier, dass man dann i.d.R. keine regulären Protektoren tragen kann und bei falschen Auslösungen oder schlimmstenfalls keiner Auslösung im Unfallfall, knallt man ohne jegliche Protektion auf den Asphalt oder Schotter. Auch das oben erwähnte "ich schalte die Jacke aus" bzw. ziehe sie aus, je nach System, sorgt dann dafür, dass man ohne jeglichen Schutz im Schulterbereich unterwegs ist. Der eingebauten Rückenprotektor der Airbag Systeme ist häufig nur CE-1, also schlechter, als der in Jacken verbaute. Wenn er richtig auslöst und aktiviert ist gut. Wenn nicht, schlechter als ohne Airbag.

    Die vermutlich wichtigste Abdeckung ist aber der Brust und Rippenbereich, Nacken und Rücken. Auch Westen, die keine Schulterprotektion bieten, schützen diese vitalen Bereiche. Der Schutz vor Brust-, Rippen- und Wirbelfrakturen ist übrigens der wichtigste Faktor, da diese häufiger lebensbedrohlich oder massiv lebensbeeinträchtigend enden. Bei der Schulter hilft im Zweifel auch der CE-Level 2 aus der Jacke.

    Zu Beachten ist, dass der Airbag keine Wunder bewirken kann. Wenn ich mich mit 100 um einen Baum wickele ist Sense, mit oder ohne Airbag. Es geht also eher um Umfälle, die man grundsätzlich auch ohne Airbag überleben würde bzw. könnte. Da geht es dann darum innere Verletzungen zu vermeiden und Folgeschäden gering zu halten. Es ist der Unterschied zwischen Rollstuhl und Krückstock, nicht Leben oder Tod. Das sollte man sich klar machen.


    d) Folgekosten

    Ein wichtiger Faktor für mich: Ich will mir keine zusätzlichen Fixkosten ans Bein binden, davon habe ich schon genug. Elektronische Systeme sind i.d.R. nicht wartungsfrei und müssen alle 1, 2 oder 3 Jahre in die Wartung gesendet werden. Auslöser müssen teuer wieder in Stand gesetzt werden. Das gepaart mit der dauerhaften Gefahr von versehentlichen oder falschen Auslösern...no, thanks.

    Es gibt mechanische und elektronische wartungsfreie Systeme. Dazu unten mehr.

  • Ergebnis

    Nach den Erwägungen kamen für mich erstmal nur ein System in Frage: Alpinestars Tech-Air 5.

    Am Ende ist aber genau das System wohl doch nicht das richtige für mich. Unter der Jacke staut sich Wärme und man ist auf die elektronische Auslösung angewiesen. Funktioniert es nicht, ist der Akku leer oder der Airbag durch eine versehentliche Auslösung unbrauchbar, fahre ich meinen Urlaub ohne Protektoren an den Schultern und mit CE-Level 1 Rückenprotektor zu Ende. Die Probleme mit Fehlzündungen hätten daher massiven Einfluss auf meine Urlaubsplanung. Die Alpinestars sollte mindestens alle 2 Jahre für saftige 249,99 EUR gewartet werden, je nach Fahrprofil empfiehlt Alpinestars sogar 6 monatige Intervalle. Die Folgekosten wären damit immens.


    Alternativ gibt es noch Daineses Smart Jacket, was eher eine Weste ist. Hier gibt es keine Schulterairbags, sodass man mit regulären Protektoren fährt. Die Wartungskosten sind darüber hinaus günstiger. Das Problem der elektronischen Auslösung bleibt aber.


    Helite ist wohl der Klassiker unter den Airbags und bietet mit seiner Turtle West einen sehr guten Schutz, mechanische als auch elektronische Systeme (mittlerweile), die alle wartungsfrei sein sollen (Wartung wäre freiwillig, um die 100€) und man kann sie selbst wieder Instandsetzen (auch die elektronische Variante). Helite hat aber einen großen Nachteil: sowohl das mechanische als auch das elektronische System löst im Stand, also bei Auffahrunfällen, regelmäßig nicht aus. Das mechanische, aufgrund der physikalischen Einschränkung (entferne ich mich nicht vom Motorrad, gibt es auch keinen Airbag) und das elektronische nur in Verbindung mit einem Gabelsensor. Dieser ist aber für die Rennstrecke explizit nicht empfohlen, da laut Helite bereits Powerwheelies ausreichend sein können, um über den Gabelsensor eine Auslösung zu provozieren. Auch hier ist die Gefahr wieder groß, dass dies im Offroadmodus geschieht, da die Erschütterung nach dem Wheelie in ähnlicher Form bei jedem Schlagloch passieren könnte. Wenn das elektronische und mechanische System beide nicht im Stand funktionieren, gibt es für mich keinen Grund das Aufladen des Akkus und knapp 150,00 EUR höhere Anschaffungskosten, in Kauf zunehmen. Meine Wahl ist daher ein mechanisches System mit Reißleine.


    Was mir am Helite besonders gefällt: Wenn es zu warm ist oder ich keinen Airbag brauche, kann ich ihn einfach nicht anziehen. Denn ich trage meine Motorradjacke mit allen Protektoren ohnehin drunter.

    Was mich dann am Ende vollends überzeugt hat, ist dass Helite mittlerweile einen Airbag Rucksack anbietet. Dieser bietet Platz für eine Trinkblase und 19-23 L Stauraum (optional), trägt in der Breite nicht so dick auf, d.h. die Belüftung der Jacke ist nicht ganz so eingeschränkt und kann bei Nichtgebrauch einfach ins/aufs Gepäck geschnallt werden. Er bietet dabei CE-Level 1 Rückenprotektor, den man natürlich gegen einen CE-2 austauschen kann, im gleichen System wie in der Jacke. Der fliegt dann direkt raus und ich nutze den in meiner Jacke. Die Größe ist variabel (onesize), kann also bei jedem Bauchzustand getragen werden und bietet auch anderweitig viele Funktionen. Für mich das wohl ideale System.


    Im Video, die elektronische Variante.

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  • ..der Airbag dachte es sei eine Anomalie, der Airbag löst aus und der Fahrer ist unbeweglich bzw. erschreckt sich und verursacht so fast einen Unfall. Ich denke, dass die Elektronik ausgereift genug ist und das Einzelfälle sind aber zwei Punkte lassen mich nicht los:

    das wäre ein Punkt wo die Hersteller finde ich auch proaktiv zb mal Videomaterial zeigen sollten.


    In Frankreich zb mal so einen fetten Schweller im Ort übersehen und mit 50 genommen oder auch nur mit 30, da hat es mich auch mal gut 30+cm aus dem Sattel katapultiert, gut das beide Hände fest am Lenker waren und es gerade aus ging.

  • So viele Gedanken zur Entscheidungsfindung hab ich mir noch nie zu irgendwas mopedbezogenem gemacht. Naja, bei irgendwas an die 1000€ (incl. 1x Wartung) ist das evtl. nicht völlig verkehrt. Welches System ist es denn jetzt geworden . . Helite?

    Geradeaus kann (fast) jeder und nahezu 100% der Erdoberfläche sind nicht asphaltiert ! :dakar:

  • Airbag ist sicherlich sinnvoll. Ich habe mich damals für die Held eVest entschieden. Mich haben Folgekosten nicht so sehr interessiert sondern eher der Sicherheitsgewinn an sich in Verbindung mit gutem Komfort. Nachteil, wie bereits erwähnt, man sollte tunlichst nicht zu viel Gewicht zulegen. Dann wird's unbequem unter der Jacke

  • So viele Gedanken zur Entscheidungsfindung hab ich mir noch nie zu irgendwas mopedbezogenem gemacht. Naja, bei irgendwas an die 1000€ (incl. 1x Wartung) ist das evtl. nicht völlig verkehrt.

    So hat jeder seine Marotten :) Ich gebe halt lieber viel Geld für das richtige als weniger für das falsche aus :)

    Ich hab mich noch nicht zu 99% entschlossen...weil ich für deutlich weniger Geld einfach eine gut passende Rev'IT Sand 4 kaufen könnte, die ich dann wohl in den kommenden 1-2 Jahren ohnehin kaufen würde :S Hätte dann halt immer noch keinen Airbag. Wenn Airbag, dann den Helite Rucksack.

    Bis März fällt die Entscheidung, weil meine Saison nächstes Jahr früh beginnt, ein wenig Bedenkzeit kann ich mir ja noch gönnen :)

    Ich denke halt, wenn ich 10-15.000KM in 3-4 Wochen abreiße, ist die Unfallgefahr etwas höher, wegen nachlassender Konzentration, unbekannter Gegenden und allgemein viel Zeit auf dem Sattel.

  • Ich denke halt, wenn ich 10-15.000KM in 3-4 Wochen abreiße, ist die Unfallgefahr etwas höher, wegen nachlassender Konzentration, unbekannter Gegenden und allgemein viel Zeit auf dem Sattel.

    einzige bei einem rucksack wäre noch die Gewichtsfrage,


    gerade auf nicht asphaltiertem gelände geht ein rucksack doch arg auf die schultern mit der zeit

  • Ich finde tatsächlich keine Infos zu Gewicht. Material ist Cordura 600D, also nicht leicht. Die relativ schwere CO2 Kartusche ist aber vorne verstaut, durch die Brustgurte wird sich das Gewicht auch gut verteilen denke ich.


    Ich würde vermutlich den Rucksack abzippen und nur eine Trinkblase und Dokumente hierin verstauen. Evtl. brauche ich dann keinen Tankrucksack mehr, da sind bisher eigtl. nur meine Wertsachen drin. Entspannter beim Tanken etc.

    Für eine Wochenendtour würde ich dann nur noch Rucksack und evtl. Tankrucksack brauchen.

    Auf kürzeren (Offroad)-Reisen oder Tagestouren könnte ich das Topcase zuhause lassen und Regenzeugs in den Rucksack verstauen. Das habe ich nämlich eigentlich nur, weil es abschließbar und total praktisch ist. Den Rucksack würde ich beim Tanken, in der Stadt etc. einfach auflassen und bräuchte dann garkeinen Safe mehr.

    Auf Komfortreisen habe ich einfach alles auf einmal mit :)


    Mit dem total hässlichen Helmnetz lassen sich sicher auch Einkäufe transportieren. Oder als Gepäcknetz auf dem Soziussitz missbrauchen.


    Der Backpack ist irre flexibel.

  • gerade auf nicht asphaltiertem gelände geht ein rucksack doch arg auf die schultern mit der zeit

    Naja, ist wohl auch individuell unterschiedlich. Ich fahre seit 20 Jahren mit Rucksack im Gelände (außer OTR und MX Strecke). Da sind 2L Trinkblase drin, etwas zum Futtern, ein Paar Handschuhe, eine dünne Regenjacke, etwas Werkzeug und ein ein kleines erste Hilfe Set. Außerdem die Papiere, das Handy und das Portemonnaie.

    Der wird zum Tourende immer deutlich leichter, hat aber zu Beginn sicher auch seine 5-6kg . . macht mir nix aus, den über mehrere Stunden zu tragen.

    Geradeaus kann (fast) jeder und nahezu 100% der Erdoberfläche sind nicht asphaltiert ! :dakar:

  • Es kommt halt wie immer drauf an. Schnalle den Rucksack eng an den Körper, pack ihn kompakt und nimm kein unnötiges Zeug mit. Dann kannste das Ding auch sorgenfrei den ganzen Tag tragen.


    Gruß,

    Thomas

  • Der Rucksack wiegt 2,9 KG inkl. Kartusche. Mit paar Dokumenten, Erste Hilfe Set und ne Regenkombi merkste den glaube ich gar nicht. Trinkblase ist halt wie die Flasche Wasser im Rucksack.


    Ich wandere mit ~7 KG, von daher ist das schon i.O.

  • Wenn Airbag, dann den Helite Rucksack.

    Ich habe bei Rucksäcken meistens das Problem, dass man darunter schwitzt, besonders wenn er schwerer beladen ist und entsprechend eng anliegt.

    Ein leichter und kleiner Sport-Rucksack ist ok, aber große Rucksäcke mag ich während der Fahrt nicht tragen.


    Aber hattest du nicht gesagt, dass du den Protektoren der aktuellen Revit nicht mehr traust? Das Problem löst doch der Airbag-Rucksack nicht. :/

    VG
    Michael

  • Auf jeden Fall danke für den ausführlichen Bericht über die Airbag-Systeme. Mir war einiges davon so noch nicht bekannt.

    Für den kombinierten On-/Offroad-Urlaub scheinen mit die Westen eher nicht geeignet, wenn ich das so lese. Dürfte ja auch schwierig für ein System sein, einen Unfall von einem kleinen Sprung mit anschließender Landung zu unterscheiden.


    P.S.: HenDre1991 Was hältst du davon daraus einen Artikel zu machen, damit die Informationssammlung nicht im Forum untergeht? Das ist ja schon eine tolle Übersicht über das Thema Airbag

    VG
    Michael

  • Dafür wäre das System auch ungeeignet. Kleinere Stürze sind an der Tagesordnung und harte Schläge erst recht. Da würde der Airbag vermutlich immer auslösen und wäre danach unbrauchbar.

    VG
    Michael

  • Ich hatte mich Anfang des Jahres entschieden mir eine zweiteilige, perforierte PSI Kombi machen zu lassen. Passend für eine bereits gekaufte TA5.(**)

    Eine Strippe zum Moped ist sowas von out. Unpraktisch, langsamer .... etc.

    Mit der vollperforierten fährt man auch bei 30 Grad mit der TA5 relativ angenehm rum. War selber sehr erstaunt! Natürlich nicht so als wenn man keine TA5 an hat, logisch. Wenn man die Jacken anzieht + rumsteht, schwitzt man sich tot. Sobald man losfährt, ..... fein. Die Perforation ist hier der ausschlaggebende Punkt. Die hält dann den Körper, den Geist fit. Auch mit der TA5 drunter.


    Alternativ behalte und nutze ich meine normalübliche Schwabenleder von 2007. Für mich unterm Strich eine gute Entscheidung(**).


    Vielleicht würde ich zukünftig eher wieder eine Schwabenleder (mit TA5) direkt im Werk machen lassen. Termin machen, einen Tag vorab gemütlich mit Auto hin. Übernachten, frühstücken dann Maßnehmen lassen dann wieder retoure.

    Eine solche Aktion wollte ich nie machen. Zukünftig (wird wohl nicht mehr notwendig werden ;) ) würde ich es machen.

    Edited once, last by Frank-RE ().

  • Auf jeden Fall danke für den ausführlichen Bericht über die Airbag-Systeme. Mir war einiges davon so noch nicht bekannt.

    Für den kombinierten On-/Offroad-Urlaub scheinen mit die Westen eher nicht geeignet, wenn ich das so lese. Dürfte ja auch schwierig für ein System sein, einen Unfall von einem kleinen Sprung mit anschließender Landung zu unterscheiden.

    ...bei der Held eVest kannst du verschiedene Modi mieten, u.a. auch einen Offroad Modus. Genauer habe ich mich damit mangels Erfordernis aber noch nicht befasst

  • Ich habe bei Rucksäcken meistens das Problem, dass man darunter schwitzt, besonders wenn er schwerer beladen ist und entsprechend eng anliegt.

    Das Problem habe ich auch aber 1) hätte ich das bei einer innenliegenden Weste vermutlich noch viel mehr und 2) sitzt der Helite absichtlich locker, weil eine Faust zwischen Gurt und Körper passen muss., damit sich die Polster ausfalten können. Nicht super schlabberig aber auch nicht sehr straff.


    Ab 25° wird jede Airbag Option einfach nur ungemütlich, leider.


    Aber hattest du nicht gesagt, dass du den Protektoren der aktuellen Revit nicht mehr traust? Das Problem löst doch der Airbag-Rucksack nicht. :/

    Jein, durch den Rucksack würde ich mich bei Nichttragen oder Nichtauslösen ja immerhin nicht verschlechtern...aber wie gesagt, eine neue Jacke brauche ich sowieso auch noch.

    Das ist noch die Frage, die ich für mich bis März beantworten muss...einfach nur eine neue Jacke und keinen Airbag oder weiterhin die alten Protektoren und erstmal keine neue Jacke, dafür einen Airbag.

    P.S.: HenDre1991 Was hältst du davon daraus einen Artikel zu machen, damit die Informationssammlung nicht im Forum untergeht? Das ist ja schon eine tolle Übersicht über das Thema Airbag

    Kann ich am Wochenende mal machen :) Wieder per .docx an dich?

    glaub bei dakar hat auch keiner sowas

    Dakar weiß ich nicht aber es gibt Offroadsysteme! Klim bietet das an...mit monatlichem Abo :)

    Vor kurzem noch ein Video einer Vloggerin gesehen...die hat sich bei einer Rally den Arm gebrochen, ohne Airbag wäre da wohl noch mehr hinüber gewesen. Wie die das nun hinkriegen zu unterscheiden weiß ich nicht, ich glaube die Offroad Westen haben fixe Sensoren am Motorrad, nicht am Fahrer.


    warum das denn?

    Die Taschen sind einfach total ausgeleiert...die Jacke hat bestimmt 10 Jahre auf dem Buckel...hat auch schon das eine oder andere Loch :D Auf dem TTT kam die Jacke gut an, die sieht nach Abenteuer aus :bg:

    Außerdem sitzt sie mittlerweile recht locker, bräuchte also ohnehin eine Nummer kleiner.

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