Mein Kaufentscheidungsprozess bzgl. Airbag

  • hey :) ich bin ja neu im Forum und stöbere etwas herum.


    Tatsächlich habe ich auch den Helite Rucksack, aber in der mechanischen Variante.

    Ich arbeite viel mit Software und bin wohl etwas 'übervorsichtig', was rechnerische Fehlentscheidungen angeht. Trotzdem habe ich lange überlegt, weil der elektronische Auslöser schon praktisch ist. Doch die Sorge "spontan vom Airbag beim Fahren überrascht zu werden" überwog.

    Ich denke bei 'schweren' Unfällen fliegt man schon irgendwie vom Möpp weg, sodass die mechanischen Variante einen Großteil der Szenarien abdeckt. Wird hoffentlich nie gebraucht!

    Leider vergesse ich mich manchmal anzustöpseln ;)


    Wie Zufrieden bist du mit dem Rucksack?

    Meine Entscheidungfindung war ähnlich wie Deine: Einfach ein Plus an Sicherheit haben und zusätzlich noch einen praktischen Rucksack und Trinkblasenhalter.

    Es ist schade, dass er etwas 'weniger sicher' als eine pure Airbagjacke ist. Das schöne ist, du kannst den Rucksack auch mit sommerlicher Mesh-Motorradkleidung etc kombinieren, bzw. sie dem Sozius aufsetzen, wenn diese Person nur rudimentär Sicherheitskleidung trägt.


    Bei sehr heißen Tagen habe ich den Rucksack abgetrennt, weil man "in der abgespeckter Variante", trotzdem noch minimal etwas mitnehmen kann. Das hat Helite echt cool gelöst.

  • Wird hoffentlich nie gebraucht!

    Leider vergesse ich mich manchmal anzustöpseln ;)

    Das mit der Fehlzündung war eine größere Sorge. Es gibt zwei Dinge, die mich an der mechanischen zu sehr stören:

    1. Fahre ich via Passknacker, d.h. auf einer normalen "Ausfahrt" steige ich 20-30x auf und ab. Die Chance es da mal zu vergessen ist relativ hoch...und nerven tut es auch.
    2. Fahre ich ein großes schweres ADV-Bike und hin- und wieder mal Offroad. Mein Motorrad liegt also auch schonmal auf dem Boden. Die Chance mit dem elektronischen eine Fehlzündung zu erhalten, weil ich ihn a) Offroad einfach ausmachen kann und b) er erst bei 20km/h aktiv wird ist viel geringer als ein Mopped was mir langsam aus dem Halt gleitet und Richtung Boden geht :)


    Wie Zufrieden bist du mit dem Rucksack?

    Meine Entscheidungfindung war ähnlich wie Deine: Einfach ein Plus an Sicherheit haben und zusätzlich noch einen praktischen Rucksack und Trinkblasenhalter.

    Es ist schade, dass er etwas 'weniger sicher' als eine pure Airbagjacke ist. Das schöne ist, du kannst den Rucksack auch mit sommerlicher Mesh-Motorradkleidung etc kombinieren, bzw. sie dem Sozius aufsetzen, wenn diese Person nur rudimentär Sicherheitskleidung trägt.

    Das wird sich zeigen, ich habe ihn in meiner Winterpause gekauft (wegen deutlich reduziertem Preis). :) Ich teste ihn am 01.03. wohl das erste mal.

  • Erste Tour gefahren. Man muss schon sagen...man merkt den Airbag gar nicht. Die 2 KG auf den Schultern sind auch nach 8 Stunden auf dem Motorrad kein Problem.


    Sorgen machte ich mir doch noch über etwaige Fehlauslösungen. Bei jedem Huckel dachte ich mir am Anfang noch "oh oh". Aber das legt sich schnell.


    Das elektronische Modell ist die richtige Wahl für mich, weil ich auf einer Passknacker Tour gerne mal 30-40x auf- und absteige.

    Ich bin zufrieden.

  • Ich bin mit meinem Rucksack auch zufrieden. Tatsächlich habe ich die mechanik schon 2-3x vergessen ranzustöpseln, da scheint mir deine elektronische Variante etwas komfortabler.

    Da der Rucksack selber schon ein gewisses Gewicht hat, merkt man ihn, wenn man ihn vollstopft - aber durch die extrem breiten 'airbag-schultergurte' ist die Last wirklich gut verteilt. Hatte schon überlegt, ob er hinten 'auf der Sitzbank' aufsitzt, weil man ihn so wenig merkt ;)

  • Ich bin jetzt rund 4500 km mit dem Airbag gefahren und bin etwas zwiegespalten.


    Ich merke den Rucksack nach wie vor nicht, die Trinkblase ist enorm hilfreich auf längeren Touren. Mit gefüllter Trinkblase wiegt er nun knapp 4 KG.


    Allerdings habe ich seit der ersten Tour in diesem Jahr (und mit dem Rucksack) Probleme in der linken Schulter. Ich habe enorme Schmerzen bei Bewegung in der linken Schulter, die bis in den Nacken hoch- und teilweise bis zum Ellenbogen runterziehen. Ich hatte erst gedacht, dass es die ersten Touren als ungewohnte Belastung nach der Winterpause und bei kaltem Wetter sind, weil ich den Rucksack wie gesagt kaum bemerke und auch nach einer langen Tour keine "Erleichterung" spüre, wenn ich ihn absetze.


    Es könnte auch die neue Jacke sein, die etwas stramm sitzt (also eigentlich sitzt sie gut, genau richtig). Oder halt wirklich der Airbag mit dem Gewicht auf der Schulter.

    ABER: die "schwere Seite" des Airbags ist der rechte Schultergurt, weil hier der Computer und die Patrone sitzt und rechts habe ich keine Schmerzen.


    Ich bin vielsitzer und habe zwei Monitore, der zweite ist etwas zu weit links, d.h. ich drehe meinen Kopf häufig nach links. Es könnte auch einfach eine Verhärtung/Verspannung aus dem Winter sein, die ich jetzt bemerke.

    Ich erinnere mich an meinen Jakobsweg, hier bin ich knapp 100 KM (ich bin nur einen Teil mit meiner Freundin gelaufen) mit ca. 10 KG Rucksack mitgewandert, ich erinnere mich, dass die ersten 3-4 Tage starke Schmerzen im Nacken und in den Schultern hatte, die dann plötzlich weg waren. Allerdings in beiden Schultern. Das könnte hier auch der Fall sein?


    Ich versuche es mal mit Rotationsübungen im Gym und viel Dehnen/Mobilitätstraining mit einem Crossball. Aber wenn sich das nun bei jeder Tour ergibt, muss ich mal austesten wie es sich bei einer Tour ohne Rucksack verhält.


    Tapio hattest du eine ähnliche Erfahrung? Musstest du dich an das, eigentlich recht geringe, Gewicht erst gewöhnen?

  • Hey :) ich habe etwa 2000 km mit dem Rucksack hinter mir und keine Probleme. Ich finde ihn "in der Hand" schwer, aber auf den Rücken scheint sich das gut zu verteilen, da funktioniert er super. Ich überlege manchmal, ob er "hinten auf dem Soziussitz aufsitzt" und mich entlastet, weil er keine Probleme macht.

    Ich muss mal meine Wasserblase einsetzen, ich trage noch Trinkflaschen herum ;).

    Ein Tourenradfahrer (mit mehrtägigen je 100km Strecken) hat mir mal gesagt, man soll möglichst nicht über 6kg auf den Rücken tragen. Da sind wir ja darunter.

    Ähnlich wie du, sitze ich viel im Hobby und auf Arbeit - ich glaube, moderater Sport hilft enorm. Ich mache etwas Eigengewichttraining (Liegestütz und ähnliches) nach Marc Lauren. (er bewirbt sein Training ein bisschen reißerisch, aber ich mag es)

    Stramme Kleidung (ich hatte das mal mit einer Freizeithose) kann durchaus "Zerr-Effekte" auslösen, bei mir hatte das damals Probleme verursacht (Rückenschmerzen), weil offenbar mein Körper sich unbewusst gegen die Zugkraft stemmte.

    Aber wenn deine Jacke eng, aber "entspannt" sitzt, sollte es ok sein. Ich habe unter meiner Kleidung noch eine Held-Schutzweste mit Protektoren - die sitzt auch "stramm", macht mir aber keine Unannehmlichkeiten.

  • Gestern konnte ich es dann endlich testen. Mit geöffneten Brust-, Rücken- und Armvents ist es trotz Rucksack nicht zu warm. Gestern waren's in Spitze, aber nur kurzzeitig 28°C lt. Boardcomputer.

    Und ich musste nicht mal den mittigen Vent meiner Rev'IT Sand 4 bemühen. Die Brustvents haben ausgereicht, obwohl diese vom Rucksack verdeckt werden.


    Meine Theorie, dass der Airbag Rucksack besser für heiße Tage ist, hat sich also bewahrheitet. :)

  • Vorweg: ich halte den Rucksack Airbag immer noch für die beste Lösung auf dem Airbag Markt (dicht gefolgt von Alpinestars).

    Aber ich habe dennoch entschieden meinen Rucksack wieder zu verkaufen. Er wandert Ende der Woche auf Ebay.


    Hintergrund: meine Schulterschmerzen kehren einfach immer wieder. Wäre es eine muskuläre Dysbalance oder eine etwas längere "Eingewöhnungszeit", dann hätte ich die mittlerweile überwunden haben müssen. Ich fahre seit 11.000 KM mit dem Airbag und es wird nicht besser.


    Das einzige was besser wird ist, dass die Schmerzen nicht mehr Wochenlang sondern nur noch Tagelang anhalten. Vermeidlich.

    Ich war Sonntag im Thüringer Wald wandern und hatte einen kleinen Wanderrucksack mit etwas Obst und Wasser dabei. Nichts ungewöhnliches, weniger als mein Standardpack. Und die Schmerzen kamen während der Wanderung wieder, obwohl ich bereits seit einer Woche schmerzfrei war (seit der letzten Motorradtour).


    Irgendwie scheint mein Körper, mein Motorrad, meine Sitzhaltung einfach nicht mit einem Rucksack kompatibel zu sein und ich habe keine Lust mir hier was chronisches einzufangen. Deswegen verkaufe ich den Airbag auf Ebay und fahre die geplante Tour durch den Schwarzwald ohne Rucksack. Wenn ich die Schmerzen dann auf der Tour auch habe, beiße ich mir zwar in den Arsch...bzw. doppelt wenn ich auch noch einen Bumms baue und dann keinen Airbag habe, aber ich gebe es auf, die Probleme auf "Eingewöhnung" zu vertrösten.


    Wenn jemand Interesse hat, können wir einen Forenpreis machen :)


    Ironischerweise bleibe ich bei meiner ursprünglichen Einschätzung zum Airbag Rucksack:

    Größten Vorteile:

    • Man merkt es nicht bei der Fahrt (trotz der Probleme merke ich den Airbag beim Fahren nicht!)
    • Auch bei warmem Wetter relativ angenehm zu tragen

    Einzigen Nachteile:

    • Sichtbar
    • Mehr Geraffel (betrifft aber alle Airbags)
  • Mehr als ausprobieren kann man nicht machen. Wenn's dann nicht passt, muss es weg, bevor man sich damit rumquält. Gilt ja nicht nur für Airbags.


    Ich bekomme aktuell bei langen Strecken Probleme mit dem Nacken von der Gashand ausgehend. Direkter Hinweis an mich, mal wieder ein bisschen mehr zu trainieren. Bisher hatte ich nie solche Probleme.

    VG
    Michael

  • Ich habe ja denselben Airbackrucksack (nur mit mechanischer Auslösung) und bin nach wie vor zufrieden. Er hat ein gewisses Gewicht, hast du mal versucht den Rucksack abzukoppeln und nur mit der Weste herumzudüsen - um herauszufinden, ob es tatsächlich am Gewicht liegt, dass auf den Schultern lastet?


    Wirst du eine andere Airbag Alternative suchen?

  • Ich habe ja denselben Airbackrucksack (nur mit mechanischer Auslösung) und bin nach wie vor zufrieden.

    Uiii dann hab ich ja ne Chance das ding mal Live zu sehen ... wenn das zu viel Gewicht an den Schultern ist, hätte ich das selbe Problem. Ich kann auch auf keinen Fall mit einem Rucksack fahren, da bekomme ich auch schmerzen und das ziemlich zackig, das muss nicht mal groß schwer sein.

  • r hat ein gewisses Gewicht, hast du mal versucht den Rucksack abzukoppeln und nur mit der Weste herumzudüsen

    Ich bin noch keinen Meter mit dem Rucksack gefahren :) Ich nutze ihn nur als Airbag und habe mal eine Wasserblase oder Regenjacke in dem "kleinen" Teil verstaut. Ich habe 2,4 KG gewogen.



    Uiii dann hab ich ja ne Chance das ding mal Live zu sehen ... wenn das zu viel Gewicht an den Schultern ist, hätte ich das selbe Problem.

    Das ist das, was mich daran so frustriert. Man merkt das Gewicht fast gar nicht. Ich merke es auch nach 12 Stunden auf dem Bock nicht und auch wenn ich ihn absetze habe ich nicht dieses "endlich ist er weg" Gefühl. Der "schwere" Teil ist zudem auf der anderen Seite, im rechten Gurt. Die schmerzen habe ich im linken. :) Ich weiß auch nicht.

  • Osteopath

    700€ verbraten, nix hat sich geändert.


    Orthopäde

    War bei 3 verschiedenen, keine Diagnose.


    Ich denke es ist die Sitzposition auf der Africa Twin. Sehr aufrecht und doch recht weit weg vom Lenker, die Arme sind also weit nach vorne gestreckt, was das Gewicht auf den Schultermuskel überträgt und der verspannt dann. Ich habe scheinbar Probleme mit dem HS7, die haben aber nichts mit den Schmerzen zu tun, bzw. sind nicht der Auslöser.

  • hm, Lenker zu breit? Lenker zu hoch?


    Was ich beim MTB merke: Wenn der Lenker zu breit ist fühlt es auch komisch an. Kürze ich den Lenker um 2 cm fühlt es sich viel besser an.


    Es könnte auch sein dass du leicht schräg drauf sitzt und das nicht mal mit Absicht.

    Hat sich der Ortho deine Wirbelsäule angeschaut? Ist die Gerade? Meine ist zb leicht krumm und ich muss mich zb leicht schief hinsetzen damit die Wirbelsäule gerade ist.


    Aber wenns ohne Rucksack geht isses doch auch ok. Ich lese aber heraus dass du den Rucksack gerne weiter benutzen würdest. Dann entweder Mopped anpassen, sich anpassen oder anderes Mopped kaufen.

  • Hat sich der Ortho deine Wirbelsäule angeschaut? Ist die Gerade? Meine ist zb leicht krumm und ich muss mich zb leicht schief hinsetzen damit die Wirbelsäule gerade ist.

    Leicht nach vorne, "PC-Nacken" :D Aber seitlich ist die gerade, da war ich selbst überrascht. Dabei wurde nur leider festgestellt, dass mein HS7 (unterster Halswirbel) stark verschlissen ist und sich ein Bandscheibenvorfall anbahnt. Das sei aber nicht der Auslöser für die Schmerzen. Die Schmerzen sind reine Verspannungsschmerzen, die immer wieder vom Fahren mit dem Rucksack ausgelöst werden. Und weil ich das 11.000 KM einfach weiter durchgezogen habe, sind die nun so fest, dass auch bei einem normalen Rucksack im Alltag die Schmerzen ausgelöst werden. Also höre ich jetzt lieber auf.


    Ja, ich würde den Rucksack an sich gerne weiter verwenden aber nicht zu dem Preis (Schmerzen) und ich bin auch nicht bereit jetzt 1000 Sachen zu probieren und damit einen noch größeren Kompromiss einzugehen. Ich sehe es wie BDR, man hat's versucht aber es passt nicht. Also weg damit. Vllt. schaue ich mir A* nochmal an, aber ich hab k.b. auf so eine eng anliegende Heizung im Sommer.

  • Da ich mich am Wochenende irgendwie am Fuß verletzt habe, war ich gestern nochmal bei einem anderen Orthopäden...

    Der hat am Fuß nichts feststellen können, ich kann aber gar nicht auftreten aktuell. Also hat er die üblichen Verdächtigen ausgeschlossen und mich zum MRT geschickt. Bei der "Gelegenheit" habe ich auch die Sache mit der Schulter angesprochen, da hat er direkt nochmal die HWS geröntgt und ebenfalls direkt gesehen, dass ich Probleme mit der Bandscheibe im HS7 habe. "Wenn Sie schonmal da sind, machen wir auch ein MRT der HWS".


    Also gestern 2x in die Röhre... immerhin direkt Termine gekriegt. In einer Privatpraxis... Wartezimmer mit Bar und Bedienung, echt cringe. Da war es dann aber nicht so schlimm, dass ich um 16:20h den ersten Termin und um 18:00h den zweiten hatte. Man konnte mich immerhin aber schon um 17:30h dran nehmen, dann musste ich effektiv nur 45min warten. Echt unangenehm, ein Kassenpatient hätte wohl 2-3 Wochen auf EINEN MRT-Termin gewartet.


    Nachbesprechung aber beim Orthopäden am Montag. Solange warte ich mit dem Verkauf noch.

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