Der laaaaange Weg zu einem Enduro-Gelände

  • Einleitung:

    Mit der Schließung eines militärisch (hauptsächlich Panzer) genutzten riesigen lokalen Areals (wurde zuletzt nur noch sporadisch genutzt, gelegentlich für Übungsfahrten der Feuerwehr oder des THW freigegeben) konnten auch die letzten lokalen Enduro-Sportler ihrem Hobby nicht mehr nachgehen. Etwa zeitgleich wurden die letzten Bergbauhalden renaturiert, sofern das bei einem Abraumvolumen bis zu 180 Mio Tonnen und inzwischen 120m Höhe überhaupt möglich ist. :huh:


    Ähnlich auch bei einer lokalen Sandgrube, die vom Betreiber zugeschüttet wurde (sein gutes Recht) und praktisch nicht mehr vorhanden ist.

    Dann gab es noch eine weiter entfernte alte Braunkohlegrube, die aber auch irgendwann zugeschüttet wurde.

    Sicher, alle dort fahrenden Enduristen waren illegal unterwegs, wurden aber mehr oder weniger toleriert . . meistens weniger. ;)

    Eine zulässige Alternative im Umkreis von ca 200km existiert nicht, so das sich viele der verbliebenen Sportler von ihrem Hobby verabschiedet haben.


    Vereinsgründung

    Vor nunmehr 10 Jahren haben sich einige der Verbliebenen mit einer Vereinsgründung zusammengetan, in der Hoffnung, ein passendes Gelände zu finden.

    Bei eher seltenen gemeinsamen Trainingsfahrten in weiter entfernte Gebiete ist es aber geblieben. Jeder Versuch an eine Gelände zu kommen (wenn auch nur zur begrenzten Pacht) sind letztlich an den jeweiligen Behörden, der Industrie/Gewerbe, dem Umweltschutz und manchmal auch an (weit entfernten) Anwohnern gescheitert. Selbst auf den seit Jahrzehnten ungenutzten und z.T. belasteten Industriebrachen hat man keine Chance. Trotz intensivem Einsatz und unter Nutzung aller rechtlichen Möglichkeiten und einem umweltfreundlichen Konzept stößt man auf eine Mauer der Ablehnung. X/


    Aktuelle Entwicklung

    Kuriose Sache, wenn man einem Industrie-Geländeeigentümer die Nutzung zur Fotovoltaik aus Gründen des Artenschutzes (hauptsächlich Insekten) erschweren muss, um evtl. selbst an das Gelände zu kommen. Da sich das Gelände auf anderem Stadtgebiet als das des Vereins befinden, wurde der Verein umbenannt und nun offiziell im Register der Nachbargemeinde geführt. Jetzt kommt es auf die Prüfung zum Artenschutz an, jede Entdeckung einer seltenen Art wird gemeldet. Damit kann eine Nutzung zur Fotovoltaik evtl. untersagt werden und der Verein möglicherweise doch noch an ein Gelände kommen. Die Nutzung schließt dann den Erhalt der Arten ein und kann diese sogar fördern, Motorsport und Artenschutz muss kein Widerspruch sein !

    Die Prüfung wird sich voraussichtlich über ca 1 Jahr hinziehen . . also ist laaanger Atem von Nöten ( = Enduro) ;)


    Fazit:

    Habe mich längst anderen Offroad Möglichkeiten zugewandt, zumal nur noch ein paar Jahre bis zum Rentenalter verbleiben und ich auch keine großen Sprünge (im wahrsten Sinne ^^ ) mehr machen kann. Trotzdem würde es mich sehr freuen, wenn es nach 10 Jahren doch noch eine gutes Ende nimmt . . Daumen drücken --> :thumbup:<--

    Geradeaus kann (fast) jeder und nahezu 100% der Erdoberfläche sind nicht asphaltiert ! :dakar:

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