Reifenmontagegerät - Reifen selber wechseln

  • Kann mir jemand das mal ausreden :bg: Spaß bei Seite, mit zwei Moppeds und unserer Laufleistung wechseln wir 3 mal im Jahr pro Mopped die reifen. Die Reifenorganisation ist dabei gar nicht so trivial und einen Reifen der noch sagen wir 2.5mm Profil hat und für hier rumfahren reicht aufzuheben macht aktuell keinen Sinn, denn das zurückwechseln kostet einfach zu viel in der Werkstatt.


    Nun überlege ich ernsthaft mit so ein Manuelles Reifenmontageteil zu besorgen und zukünftig selber die Reifen zu wechseln. Wenn ich überlege meinen Tourance Next 2 Reifen bekomme ich den Satz für 260EUR rund, in Sardinien Wechseln ohne was selbst zu machen hab ich 330 EUR bezahlt, hier nähere ich mich den 400. Das ist echt ein finanzieller Unterschied bei 6 Montagen im Jahr.


    Hat hier jemand Erfahrungen mit so einem Teil und kann da was empfehlen ? Die dinger gibt es ja ab Billig (knapp über 100 EUR ) bis teuer (über 500 EUR)


    Es ist halt der Punkt der mich am unflexibelsten macht. Bei eigener Montage könnte ich mir vorstellen für hier bei mir was deutlichst Offroadlastigeres aufzuziehen und dann für die Touren je nach Ziel gebiet das passende. Sprich ich würde ggf. sogar öfter wechseln als bisher.

  • Die Überlegung hatte ich auch und ich hab mir vor drei (oder vier Jahren) das Gerät von Olmax geholt.

    Bin super zufrieden, braucht zwar bisl Übung, aber dann flutscht das Ganze. Nach den ersten drei Sätzen klappts ;)

  • Das das bei den ersten malen Lange dauert ist mir klar - denke auch wenn da Routine einkehrt flutscht das irgendwann und man sollte mit räder ein/ausbau in sagen wir 1.5 Stunden durch sein.


    Das set von Dir hört sich gut an. Wie ist das mit dem Stift der die Felge gegen drehen fixiert - wo fixiert der die Felge. Ich hab da von Kritiken gelesen da die halt bei Speichenfelgen die last auf einer Speiche dann immer haben.

  • Ich habe mit einem Forenmitglied auf so einem Teil mal die Reifen gewechselt und vor kurzem erst einen Reifen demontiert um eine neue Speiche einzuziehen.

    Das geht ziemlich gut, bedenke aber, dass das kein Selbstläufer ist. Du brauchst jede Menge Zeugs drum herum (Wuchtbock, Montagepaste, Eisen, ggfls. Beadbuddy, Felgenschutz für die ersten Male etc.), es bleibt also nicht bei den 100-500€ für das Gerät. Da biste schnell bei 500 EUR+ für den ersten Wechsel, bei so vielen Wechseln haste die Investition aber in einem Jahr wieder raus. Hinzu kommen etwaige Schäden (deine AT ist ja noch recht neu) während des Lernprozesses.


    Vor allem empfiehlt sich, das Teil in deiner Garage in den Boden zu schrauben. Bei härteren Reifen drehst dir sonst einen Wolf ;)

    Wenn du das in der eigenen Garage machen kannst, würde ich dir das auch zu 100% empfehlen. Ich bin da auch noch unentschlossen, weil ich es z.B. nicht festschrauben könnte.


    Das set von Dir hört sich gut an. Wie ist das mit dem Stift der die Felge gegen drehen fixiert - wo fixiert der die Felge. Ich hab da von Kritiken gelesen da die halt bei Speichenfelgen die last auf einer Speiche dann immer haben.

    Ich glaube das lässt sich nicht verhindern, ist in der Werkstatt aber auch so. Nach meinem letzten Reifenwechsel in der Werkstatt ist eine gebrochene Speiche aufgefallen, ich kann aber weder bestätigen noch beweisen, dass die in der Werkstatt beschädigt wurde. Könnte auch davor oder danach passiert sein.


    Falls dich nur das davon abhält: eine Speiche für die AT kostet beim Bespeicher (nennt man das so? :D) 2,50eur. Einfach von jeder Sorte 1-2 hinlegen und wenn dann wirklich mal eine abreißt, kannst die direkt ersetzen, Reifen ist ja eh gerade runter.

  • Ah wusste ich nicht.

    Dann ist das Argument doch noch weniger Wert oder? :)


    Ich denke die Speichen halten eh deutlich mehr aus, als der bisschen Druck vom Montagegerät.

  • Die Speichen sind allerdings für (aus ihrer Sicht) axiale Zugbelastung gemacht, nicht für Scherkräfte oder Biegemomente.

    WELCOME TO THE RIDE OF YOUR LIFE

  • Ich ziehe die Reifen per Hand auf, mit 2 großen Hebeln, reichlich Montagepaste und vorher gut angewärmt. Das dauert, bis man das im Griff hat und kann je nach Reifen auch mal ordentlich anstrengend werden. Außerdem hat die EXC max 120er, Schläuche und besonders dicke und stabile Speichen, mittig angesetzt.

    Mit so einem Montagegerät hab ich auch schon mal geliebäugelt, will aber in Übung bleiben, falls es unterwegs mal notwendig wird, zum Flicken oder Schlauchwechsel.


    Die Montagehilfe wird sich bei dir bald rechnen, so oft wie du wechseln musst. Das restliche Werkzeug/Zubehör eingeschlossen.


    Hier gibts auch eine ganz gute Auswahl: 24MX

    Geradeaus kann (fast) jeder und nahezu 100% der Erdoberfläche sind nicht asphaltiert ! :dakar:

  • Hinzu kommen etwaige Schäden (deine AT ist ja noch recht neu) während des Lernprozesses.

    gut zum üben kann man, wenn man will sich ja ne felge samt reifen von kleinanzeigen, schrott oder sonstwo holen und paar mal üben

  • Das das bei den ersten malen Lange dauert ist mir klar - denke auch wenn da Routine einkehrt flutscht das irgendwann und man sollte mit räder ein/ausbau in sagen wir 1.5 Stunden durch sein.

    Das ist realistisch, wobei ich eher 2 Stunden ansetzen würde. Für mich war das Hauptargument, dass ich keine Termine mehr machen muss und mir das Wegbringen und Abholen sparen kann. Die Räder musste ich bei den Reifenhändlern hier in der Gegend eh selbst ausbauen. Dann kann ich die auch gleich selbst wechseln.

    Finanziell hat sich das Gerät längst gelohnt, wenn man die eigene Arbeitszeit nicht rechnet.

    Das set von Dir hört sich gut an. Wie ist das mit dem Stift der die Felge gegen drehen fixiert - wo fixiert der die Felge. Ich hab da von Kritiken gelesen da die halt bei Speichenfelgen die last auf einer Speiche dann immer haben.

    Ich habe das auch das Olmax-Gerät im Set wie Kradreisender. Im Set ist alles drin was man braucht. Ich habe mir nur zusätzlich schwarze Gewichte dazu gekauft.


    Ich würde dir nur empfehlen das Gerät auf dem Boden festzuschrauben. Ich habe mir dafür zwei M8er Gewinde in den Garagenboden eingesetzt und schraube das Gerät bei Bedarf dort fest. Das vereinfacht die Sache enorm. Irgendwer hat das Gerät auch an die Wand gedübelt. Sah noch praktischer aus, wenn man genug Platz hat.


    Das mit dem Verbiegen der Speiche ist mir auch schon passiert, was sich aber leicht umgehen lässt. Ich verwende einen simplen Spanngurt Gurt und binde die Räder damit fest. Also einmal um die Felge und einen Träger. Das reicht völlig aus. Der Stift verwende ich nicht mehr.

    So einen Gurt meine ich:

    Spanngurte: Spanngurt 1-teilig mit Klemmverschluß

    VG
    Michael

  • Wo greift den dieser Stift an? Wenn das Rad doch auf dem Ring liegt, und man hebelt den Reifen von/auf die Felge entstehen doch gar keine Kräfte in Richtung der Rad- Drehrichtung.

    Der Montagehebel stützt sich doch gegen die Felge ab . . irgendwie checke ich es gerade nicht.

    Geradeaus kann (fast) jeder und nahezu 100% der Erdoberfläche sind nicht asphaltiert ! :dakar:

  • Du setzt den Kopf auf den Reifen und hebelst den Reifen an einer Stelle auf den Kopf. Dann drehst du den Kopf einmal rund um die Felge und ziehst den Reifen ab. Im Prinzip wie bei den hydraulischen Maschinen.


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    Der Stift blockiert innen eine Speiche, damit das Rad sich nicht mitdreht.

    VG
    Michael

  • Mein Boden ist extra beschichtet - da mag ich eigentlich nicht reinbohren - da wäre die Variante Wand schon besser. Das Gerät soll eh zum Wegräumen an der Wand hängen.


    Das mit dem Spanngurt ist eine Gute Idee und schonender für die Speichen.


    Ne ich habe bisher noch nie die Räder ein/ausgebaut - ich mach nen Termin, fahre vorbei (10 minuten fahrt) trink nen Kaffee und fahr ne Stunde später fertig vom hof.

  • Ah, der Kopf wird einmal im Kreis gedreht. Der Kollege in dem Video hat das Teil aber nicht fixiert . . naja, ich bleibe bei meiner Handarbeit. Fürs Straßenmöp hab ich meinen altbekannten Reifenhändler, Stück 10€, dann ist das erledigt.

    Geradeaus kann (fast) jeder und nahezu 100% der Erdoberfläche sind nicht asphaltiert ! :dakar:

  • Geht nur bei Straßenbereifung, die Räder mit den Stollenreifen der EXC passen nicht mal auf sein Montagegerät . . deshalb mache ich das lieber selber.

    Geradeaus kann (fast) jeder und nahezu 100% der Erdoberfläche sind nicht asphaltiert ! :dakar:

  • Ich habe mir so ein Gerät über Kleinanzeigen gekauft. Ich weiß die Marke nicht, aber es war halt alles dabei, inkl Montierhebel, Wuchtbock und Gewichte. Ich blockieren meine Felge gar nicht. Die Felge liegt auf Gummi auf und den Reifen drücke ich mit dem Knie nach unten, das reicht. Ich Stelle den neuen Reifen in die Sonne, dann lässt er sich besser aufziehen. Mein Fazit: Hätte ich schon eher kaufen sollen.


    Hauptgrund für den Kauf war, dass ich den Reifen bestellen kann und mir dann kurzfristig überlegen kann, wann er montiert wird.

  • Ich muss mal noch mal drüber schlafen - hab das mal gerade Nachgerechnet, pro Reifenwechsel spare ich (Reifen günstiger, Montage zu Null) um die 100 EUR. Das rechnet sich sich ja doch recht schnell. Das ist der Part wo ich am einfachsten Geld sparen kann bei unseren vielen Mopped Kilometern. Also 4 wechsel im Jahr hab ich sicher, in Spitzenzeiten mehr als 5 ... (je nach Zielgebiet)


    dass ich den Reifen bestellen kann und mir dann kurzfristig überlegen kann, wann er montiert wird.

    Das ist ja auch meine Überlegung , deutlich flexibler damit auch zu werden. ggf. für hier mir was Offroadlastiges rauf ziehen und zur Urlaubstour dann was passenderes.

  • Beim Preis/Wechsel die Entsorgung der Altreifen mit einrechnen 8o

    Ich hab doch recht gestaunt, was da für Preise aufgerufen werden 8|

    Der örtliche Müllverwerter nimmt stolze 10€/Reifen 8|

    Ein Glück hab ich Freunde, die sowas noch gratis bzw für kleines Geld am Wertstoffhof abgeben können.

  • Ich kann bei einem Entsorger Reifen auch kostenlos abgeben. Die bekommen Geld für Altreifen. Auch Autobatterien nimmt der für lau an.

    VG
    Michael

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