Vergaser einstellen, so gehts

  • Schraube raus, reichert das Gemisch an.
    Schraube rein, magert das Gemisch ab.
    Zuerst den Motor gut warmfahren.
    Zur Standaseinstellung stellt ihr die Leerlaufdrehzahl etwas höher, indem ihr die Standgaschraube reindreht. Dreht dann die Standgasgemischschraube etwa 3 - 4 Umdrehungen raus. Dann startet den Motor und dreht die Standgassgemischschraube langsam wieder hinein.
    Man bemerkt ein leichtes Ansteigen der Leerlaufdrehzahl und so bald sich die Drehzahl nicht mehr erhöht ist die Standgasgemisch richtig eingestellt. Jetzt nur noch die Leerlaufdrehzahl wieder runterdrehen. Eigentlich hat jeder Vergaser nur zwei Schrauben, das eine ist die Schraube für das Standgas, diese hat meistens einen großen Schraubenkopf damit man sie auch mit den Fingern gut drehen kann. Die andere ist dann die für das Gemisch.


  • Danke für den Post, sehr hilfreich!
    Sag mal, was ist das denn für ein Vergaser, bzw. aus welcher Maschine? Meiner ist auf jeden Fall von der selben Marke.

  • Aus welchen Maschinen die Vergaser sind kann ich nicht sagen. Ich habe lediglich mehrere verschiedene Vergaser genommen, damit man sieht, das eigentlich jeder Vergaser die gleichen Funktionen hat.

  • ....des auf pic no. 2 ist ne luftregulierschraube keine gemischregulierschraube....

  • ..... und was bitte regelt man mit der"luftregulierschraube" Diesen Ausdruck habe ich noch nie gehört. Mit der Gemischschraube regelt man das Mischverhältnis aus Benzin und Sauerstoff. Was regelt Deiner Meinung nach die luftregulierschraube?

  • die leerlaufluftregulierschraube regelt die...ach ihr wisst schon...!

    das andere sind leerlaufgemischregulierschrauben oder CO-schrauben

  • Zitat"die leerlaufluftregulierschraube regelt die...ach ihr wisst schon...!" Na was denn, Der Beitrag soll Leuten helfen, die Vielleicht nicht so die Ahnung von Vergasern hat. Ich deke mal, Du meinst mit Deiner "leerlaufluftregulierschraube" das gleiche wie ich mit der Gemischschraube. Fragt sich nur, was der Beitrag dann sollte, Leute verunsichern, die keine Ahnung haben? Einen Thread schreiben um was zu schreiben was nicht geschrieben werden muß? Ich finde es halt nicht passend, seinen Senf dazugeben zu wollen, wenn es überflüssig ist. So ,lassen wir das jetzt, ich denke jeder kann sich selbst ein Bild von dieser Überflüssigen Diskusion machen.

  • sorry mir wars gestern halt einfach ein bisschen langweilig, wollte Deinen thread nicht verhunzen oder so, tut mir leid wenns so rüberkam...

    wenn man die leerlaufluftregulierschraube öffnet wird das gemisch magerer im gegensatz zur gemischregulierschraube wo es fetter wird.

    die leerlaufluftregulierschrauben sind immer hinter dem schieber angeordnet im gegensatz zur leerlaufgemischregulierschrauben.

    Im übrigen hatten wir diese bildchen auch schon hier im forum und auch in anderen foren z.b. hier:
    http://www.rollertuningpage.de/thread151190.html

    Dachte halt das gewisse wörter wie "leerlaufluftregulierschraube" selbsterklärend sind.

  • Vergaser einstellen, so gehts


    Dazu gehört auch wie man den Schwimmerstand einstellt:



    Dazu wird ein durchsichtiger Schlauch auf den Überlauf gesteckt und nach oben gebogen, dann der Motor gestartet und die Ablassschraube geöffnet. Nun muss der Benzin-Pegelstand in Höhe der Dichtung der Schwimmerkammer sein (falls vom Hersteller nicht anders angegeben).



    Stimmt der Pegelstand nicht, wird die Schwimmerzunge entsprechend gebogen.

  • Super, jetzt hab ich schonmal ne erste Orientierung, wenn ich am Freitag nach meiner Ablassschraube suche, um den Schwimmer zu entleeren.

    Bitte mehr solche Post, die helfen bestimmt auch anderen mehr als man denkt.

    Grüße


    Mir fällt gerade ein, dass ich das Ding ja gar nicht entleeren, sondern die Benzinzufuhr abklemmen wollte, um den Schwimmersprit zu verheizen. Aber nichtsdestotrotz hab ich jetzt ne Hilfe, falls das nicht klappt.

  • Ja, kannst du. Wenn dein Benzinhahn sich schließen lässt. Meiner hat diese Einstellung dummerweise nicht und deshalb musst ich das ganze etwas aufwendiger machen; also Tank abbauen und per Hand den Saft abdrehen.

  • Nochwas zum Thema:

    Honda CB-Vergaser

    Meine Quad springt nach ein paar Tagen Stillstand immer sehr widerwillig an.
    Nach meinen Recherchen werden die zündwilligen Stoffe des Benzins aus dem
    Vergaser über den Überlauf abgeleitet. Die zündwilligen Stoffe sind
    leicht flüchtig, jedoch auch schwerer als Luft.
    An jedem der beiden Vergaser gibt es einen Überlauf und eine Belüftung im
    oberen Bereich. Die zündwilligen Stoffe des Benzins verdunsten in der
    Schwimmerkammer und sinken durch den Überlauf nach unten aus dem Vergaser.
    Durch die Belüftungsöffnung strömt Luft nach und eine Art "Durchzug" entsteht,
    wodurch ein permanenter Prozess in Gang gesetzt wird.


    Hier sind die beiden Belüftungsröhrchen zu finden.


    Jeweils in der Nähe der Choke-Achse steht ein dünnes Röhrchen mit einer seitlichen Bohrung heraus.


    Auf dieses Röhrchen habe ich ein kurzes Stückchen Silikonschlauch gesteckt. Dadurch wird die seitliche Bohrung verschlossen. Die Schwimmerkammer wird weiterhin über den Überlauf belüftet. Probleme sind also nicht zu erwarten.
    Durch den Schlauch ist die seitliche Bohrung zu erkennen.


    Silikonschlauch gibts im Elektro- und Elektronikbedarf als hitzefesten Isolierschlauch.

  • Moin, Moin!
    Ist wahrscheinlich ein bißchen spät, aber vielleicht interessierts ja noch andere.
    Es gibt zwei Arten von Leerlaufgemischregulierschrauben, die Leerlaufluftregulierschraube und die Leerlaufkraftsstoffregulierschraube. Beide regeln das Leerlaufgemisch, aber auf unterschiedliche Weise. Bei der Einstellung über die Leerlaufluftregulierschraube ist die zugeführte Menge an Kraftstoff vorgegen und man reguliert das Gemisch über die zugeführte Menge an Luft. Daher wird das Gemisch beim "reindrehen" der Leerlaufluftregulierschraube fetter und beim "rausdrehen" magerer. Bei der Einstellung über die Leerlaufkraftstoffregulierschraube ist die zugeführte Menge an Luft vorgegeben und man reguliert das Gemisch über dien zugeführte Menge an Kraftstoff. Folglich wird das Gemisch beim "reindrehen" der Leerlaufkraftstoffregulierschraube magerer und beim "rausdrehen" fetter.


    Übrigens gibts hier eine sehr gute Vergaser FAQ!


    Gruß Gambler


    und immer Grip am Gummi!!!

  • Quote

    Original von spike99
    Schraube raus, reichert das Gemisch an.<br />Schraube rein, magert das Gemisch ab.<br />Zuerst den Motor gut warmfahren.<br />Zur Standaseinstellung stellt ihr die Leerlaufdrehzahl etwas höher, indem ihr die Standgaschraube reindreht. Dreht dann die Standgasgemischschraube etwa 3 - 4 Umdrehungen raus. Dann startet den Motor und dreht die Standgassgemischschraube langsam wieder hinein.<br />Man bemerkt ein leichtes Ansteigen der Leerlaufdrehzahl und so bald sich die Drehzahl nicht mehr erhöht ist die Standgasgemisch richtig eingestellt. Jetzt nur noch die Leerlaufdrehzahl wieder runterdrehen. Eigentlich hat jeder Vergaser nur zwei Schrauben, das eine ist die Schraube für das Standgas, diese hat meistens einen großen Schraubenkopf damit man sie auch mit den Fingern gut drehen kann. Die andere ist dann die für das Gemisch.<br />


    Ich hab aber 4 Vergaser. Wie bitte soll das nach deiner Methode gehen, ohne Synchrotester?


    Selbst bei Rainers 2er-Bank ist es nicht möglich.

    Edited once, last by Hawkwind ().

  • Das ist so nicht ganz richtig. Das Gemisch wird für jeden Vergaser einzeln eingestellt, am besten mittels CO2-Messer oder zur Not auch mit Colortune.
    Für ersteres hat jedes mir bekannte Motorrad an den Krümmern ein mit einer Schraube verschlossenes Loch, groß genug für den Gasfühler.


    Die Synchronisation hingegen, also das Reduzieren (nur selten gelingt das Annullieren) der Druckunterschiede zwischen den einzelnen Vergasern einer Vergaserbatterie, dafür braucht man den Synchrontester - und bei den Maschinen mit Y.I.C.S. noch das Absperrwerkzeug, um die Vergaserverbindung zu schließen und damit die Vergaser drucktechnisch zu isolieren.
    Beides kann man sich recht gut selbst basteln.


    Außerdem ist es noch wichtig zu wissen, daß vor einer Synchronisation erst einmal das Ventilspiel korrekt eingestellt werden muß.


    Und nach dem Synchronisieren wird man in der Regel die Leerlaufdrehzahl wieder einstellen müssen.


    Servus,


    Holger

    Vor zehn Jahren: Quidquid agis, prudenter agas, et respice finem!
    Heute: Quaestiones ne curamus, sed solvimur.

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