Motorradhelme Alpinestars Shop Offroadforen Community Bogotto Motorradbekleidung Black Cafe London Motorradbekleidung Dainese Motorradbekleidung Arlen Ness Motorradbekleidung Revit Motorradbekleidung Berik Motorradbekleidung
John Doe Motorradbekleidung Klim Motorradbekleidung Nexx Helme Macna Motorradbekleidung Segura Motorradbekleidung Spidi Motorradbekleidung Scorpion Motorradhelme Shark Motorradhelme Suomy Motorradhelme Sidi Motorradstiefel X-Lite Motorradhelme XPD Motorradstiefel Rokker Motorradbekleidung LS2 Motorradhelme

Du bist nicht angemeldet.

blahwas

Leisereitung

  • »blahwas« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 30 501

Registriert: 17. Juli 2005

Wohnort: Nordrhein-Westfalen

Motorrad: Kawasaki Versys 650, Yamaha MT-09

  • Private Nachricht senden

1

Montag, 19. Februar 2018, 08:28

Automatische Routenplanung mit Passknacker und ITNconverter

Thema heute: Routen planen lassen mit Passknacker und ITNconverter schnell und leicht gemacht! Verwendete Tools:
1. ITNconverter ist ein kostenloses Planungstool für PCs, das eine Internetverbindung benötigt, dafür hat man aber nichts mit Updates am Hut.
2. Passknacker ist eine Community von Motorradfahrern, die Pässe und andere besondere Punkte für Motorradfahrer sammelt und nach Anmeldung als POI zur Verfügung stellt. Wer mag, kann an einer Challenge teilnehmen, wo es darum geht, wer vom 1.3.-31.12. jedes Jahres die höchste Punktewertung erreicht (jeder Passknackerpunkt ist abhängig von seiner Höhe über Null mit einer Punktezahl versehen). Dazu muss man Nachweisfotos anfertigen und einreichen, was nicht jedermanns Sache ist und darum soll es hier auch nicht gehen.

Vorgehensweise:
Wir suchen uns zunächst eine Gegend aus, die wir bereisen wollen. Ich war z.B. noch nie richtig im Schwarzwald Motorrad fahren. Wir öffnen die Übersicht aller Passknacker und gucken uns in Region um. Dazu eignet sich die Passknacker-Seite "Lebenswerk" (alle meine je eingereichten Passnachweise). Dort suchen wir uns ein Basislager aus, das möglichst zentral in vielen Punkten liegen sollte und nicht gerade in einer langen Sackgasse. Für die Region Schwarzwald habe ich z.B. den Titisee gewählt. Dort in der Nähe kann man sicherlich eine Unterkunft wählen.



Auf der Passknacker Downloadseite (nur nach Anmeldung) scrollen wir ganz runter (bis zur Karte) und scrollen und zoomen uns an unser Basislager heran. Dann wählen wir dort ein Rechteck aus, von dem eine Ecke auf dem Basislager liegt. Es sollten etwa 30 bis 50 Punkte im Rechteck liegen, und wir achten darauf, dass wir möglichst zusammenhängende Punkte einpacken – sonst wählen wir schmaler oder breiter.



Ob man XXX-Pässe (unbefestigt und anspruchsvoll) dabei haben will muss jeder für sich selbst entscheiden. Im Schwarzwald gibt es keine solchen, daher ist es egal.
Gefahrene, Ungefahrene oder Alle – wer nichts einträgt wählt „Alle“. Wer erkunden will nimmt „Alle“, wer einträgt, diese Saison schon in der Region war und vor allem seine Punktewertung im Auge hat wählt „Ungefahrene“.
Als Dateiformat wählen wir zunächst GPX.

Wir laden die Datei herunter und legen am besten alle Routen zu diesem Basislager in einem Ort ab. Es bietet sich on, POI im Datennamen unterzubringen, damit man es später nicht mit der Route verwechselt. Das machen wir jetzt so oft, wie wir Fahrtage dort verbringen wollen. Für 4 Fahrtage legt man jeweils eine Ecke des Rechtecks aufs Basislager, für 3 Fahrtage 2x eine Ecke und 1x die Mitte der oberen Kante.





Nun haben wir die Orte, die wir pro Fahrtag grob besuchen wollen in je einer POI Datei. Diese Datei öffnen wir mit ITNconverter. Es öffnet sich ein kleines Fenster: Links haben wir die Liste der Passknackerpunkte, rechts haben wir einige Buttons. Wir wählen Rechts „Tourenplaner“.

Es öffnet sich ein neues Fenster. Links oben ist die Suche, links unten die Liste der Wegpunkte und einige Buttons, rechts ist die Kartenansicht. Wir tragen im Suchfeld unser Basislager ein (wo wir übernachten). Das passendeste Suchergebnis fügen wir der Route hinzu. Es wird am Ende eingefügt. Dann machen wir das gleiche nochmal. Jetzt haben wir den gleichen Ort 2x am Ende der Route. Wir verschieben einen davon an den Anfang der Route. Dazu markieren wir den Listeneintrag mit einem Klick und schieben ihn dann einfach hoch.

Und jetzt kommt die Zauberei, für die wir ITNconverter wirklich brauchen: Wir klicken auf den Button mit der Stoppuhr („Streckenoptimierung“). Der sorgt dafür, dass die Reihenfolge der Wegpunkte so optimiert wird, dass wir die Punkte in möglichst kurzer Zeit abfahren können. Das vermeidet doppelte Wege und maximiert das Erlebte pro Fahrtag, außer spart es wirklich viel manuellen Aufwand.

Jetzt klicken wir auf den Button mit dem Auto („Route berechnen“). Damit werden jeweils die Wege zwischen den Wegpunkten berechnet, und zwar online mit Google Maps. Gibt es Fehlermeldungen, klickt man sie einfach weg, und führt das gleiche am Ende noch mal auf. Ggfs. kann es sich lohnen, mit dem Wegklicken mal 10 Sekunden zu warten, weil der Google Maps-Server sich sonst wundert, wie fleißig man ihn quält. Freundlicherweise fragt ITNconverter nur die noch unberechneten Wegstücke an, so dass man spätestens beim dritten Versuch ans Ziel kommt.



Jetzt haben wir oberhalb der Liste der Wegpunkte eine Angabe der Entfernung und Zeit. Ist das mehr als wir wollen, müssen wir die Route kürzen. Da ist jetzt menschlicher Verstand gefragt: Liegen manche Punkte arg weit abseits von den anderen? Wo sind lange blaue Strecken ohne gelbe Wegpunkte?

In meinem Beispiel liegen die Punkte 5-12 außerhalb der anderen. Ich markiere die Punkte links in der Liste und lösche sie (Entf-Taste oder der Button mit dem roten X). Danach berechne ich neu – das geht jetzt richtig schnell, weil nur das fehlende Teilstück zwischen den alten Punkten 4 und 13 neu berechnet wird. Wer es richtig gründlich machen will, klickt aber vorher noch mal auf „Streckenoptimierung“ (Stoppuhr). Manchmal ergeben sich durch das Weglassen einzelner Punkte bessere Optionen für die Reihenfolge.



Wenn die Berechnung fertig ist, haben wir eine neue Streckenlänge und Fahrtzeit. Damit bin ich jetzt schon zufrieden, das kann ich bequem an einem Tag fahren. Natürlich ist noch Feinarbeit möglich, z.B. Sackgassen/Wendemanöver eliminieren oder zusätzlich Wegpunkte einfügen, um besonders schöne Streckenabschnitte einzubauen. Manche planen sogar ihre Pausen im Voraus.

Wenn wir damit fertig sind, tragen wir links noch einen Namen für die Route ein und klicken wir auf den grünen Haken oben rechts. Die Planungsansicht schließt sich und wir haben wieder das kleine Fenster mit der Liste der Wegpunkte. Hier können wir unten ein Dateiformat passen zu unserem Navi auswählen und speichern – am besten im gleichen Ordner wie die POI-Dateien, und mit einem verständlichen Dateinamen. Ich gebe übrigens auch gerne die Länge/Dauer der Route im Namen der Route an. Das machen wir jetzt mit allen POI-Dateien, die wir vorher runtergeladen haben.

Wer keine Rundtour planen will, muss das natürlich nicht: Der erste und letzte Punkt bleibt beim Optimieren an dieser Stelle erhalten. So lassen sich auch An- und Abreise passknackerfreundlich mit geringem Aufwand planen.
Vorteil: Ich brauche so unter 10 Minuten für eine Tour mit 50 Passknackerpunkten und 500 km. Das finde ich sehr effizient.

Nachteil: Die Rechteckauswahl ist eben rechteckig. Manchmal legt die Natur einen etwas Verlauf nahe, z.B. für An- und Abreise von Plauen nach Oybin entlang der Grenze zwischen Sachen und Tschechien verläuft der Gebirgskamm nicht genau in Ost-West Richtung. Hier habe ich eine POI-Sammlung von Passknacker geholt mit dem gesamten Bereich und eine große Tour rechnen lassen – das waren 1100 km, viel Zickzack mit Wenden. Dann habe ich die Datei kopiert, in „Nord“ und „Süd“ umbenannt und zwei ITNconverter parallel geöffnet (großer Bildschirm!). Dann habe ich nach Augenmaß jeden Punkt in ein einer der beiden Routen gelöscht, so dass am Ende eine nördlich und eine südliche Route entstanden sind, die zusammen 50 km kürzer sind. Eine davon kann ich umdrehen und für den Rückweg nutzen. Ob das dann noch so viel schneller war als eine manuelle Planung, kann ich nicht sicher sagen - es hat etwa 30 Minuten gedauert. Aber es gibt mir ein gutes Gefühl, von einem Algorithmus beim finden der besten Reihenfolge unterstützt zu werden. Besonders wenn man wirklich ALLE Punkte abgrasen will (es gibt einen Sonderpreis beim Passknacker, wenn man alle Punkte in einem Land schafft) und sich sonst nicht auskennt finde ich das sehr hilfreich.

Im Nachgang müssen die Routen noch aufs Navi übertragen und dort importiert oder geladen werden - aber das hängt vom jeweiligen Gerät ab. Auch ob man Route oder Track überträgt bleibt jedem selbst überlassen, ich persönlich mag lieber Routen - dann kann ich am Gerät einstellen, ob ich Autobahn oder unbefestigte Wege haben will. Wer nicht jede Tour aufs Navi übertragen will, kann sich auch die POI aufs Navi übertragen und eine Route planen, wobei man sich die Reihenfolge von ITNconverter abschreibt.

Ich muss sagen: Mir macht Routenplanung jetzt wieder Spaß, nachdem ich die letzten zwei Jahre nur direkt am Gerät die nächsten paar Punkte eingegeben habe, die ich vom Smartphone aus (mit OSMand für Übersicht) identifiziert habe.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »blahwas« (19. Februar 2018, 08:37)


Manuel

immer zügig defensiv

Beiträge: 21 172

Registriert: 1. Juni 2007

Wohnort: Nordrhein-Westfalen

Motorrad: 17 - ? Yamaha Tracer 700, 16 - 17 Yamaha FZ1 Fazer, 13 - 16 Honda NTV 650, 07 - 09 Kawa GPZ 500

  • Private Nachricht senden

2

Montag, 19. Februar 2018, 20:39

Danke für den Artikel. Ja das schaut gut aus. Gefällt mir, auch wenn es mein Geografikwissen ein wenig unbrauchbar macht. Naja egal, beschäftige ich mich halt mit dem Tool.

blahwas

Leisereitung

  • »blahwas« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 30 501

Registriert: 17. Juli 2005

Wohnort: Nordrhein-Westfalen

Motorrad: Kawasaki Versys 650, Yamaha MT-09

  • Private Nachricht senden

3

Dienstag, 20. Februar 2018, 09:22

Ich habe den Hinweis bekommen, dass man in ITNconverter nicht nur (rechts oben) die Kartendarstellung auswählen kann (Google, Here, Michelin, usw.) sondern in den Einstellungen (unterster Button zwischen Wegpunkten und Karte) auch die Routing-Engine auswählen kann. Standard ist Google. Here ist wesentlich schneller, hat keine Wintersperren (man kann also auch im Winter eine Sommertour planen) und es treten keine Fehler mehr auf. Dicke Empfehlung dafür meinerseits!

@Manuel
Bei meiner Methode geht es um ein effizientes Abgrasen von vielen Punkten in einer definierten Fläche. Dein Geographiewissen hilft dir sicherlich dabei, schöne Routen zu planen. Du kannst auch meine Methode anwenden und am Ende ordentlich ausmisten und umplanen, wenn es nicht um Passknackermaximierung geht, dann hast du aber schon mal eine Ausgangsbasis.

Lille

Café & Pension

Beiträge: 30 128

Registriert: 10. August 2008

Wohnort: Baden-Württemberg

Motorrad: V - deren Namen nicht genannt werden darf :) & italienische Bella & Honda-Roller

  • Private Nachricht senden

4

Dienstag, 20. Februar 2018, 09:39

Ich will zwar dieses Jahr die PK-Sammelei etwas reduzieren ( :whistling: ), aber ich muss das trotzdem mal ausprobieren. Nettes Gimmick!

Danke für die Anleitung! :thumbup:
*Lille*

Ähnliche Themen

AXO Motorradbekleidung Belstaff Motorradbekleidung Büse Motorradbekleidung Furygan Motorradbekleidung Held Motorradbekleidung Ixon Motorradbekleidung HJC Motorradhelme Spidi Motorradbekleidung Nolan Motorradhelme
Home MotoGP Superbike IDM Motocross Motorradbekleidung Verkehrsrecht Motorradtests Motorrad Reisen Aprilia BMW Buell Ducati Harley-Davidson Honda Kawasaki KTM MZ Suzuki Triumph Yamaha 125er Sportler 125er Chopper 125er Enduro 125er Tourer Roller Piaggio Mofa Biete Suche Gewerbliche Kleinanzeigen Versicherung Auto Versicherung Roller Versicherung