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freakshow2410

Mo24-Bewohner

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Motorrad: Yamaha R6 RJ11, Triumph Street Triple 765 RS

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Montag, 20. August 2018, 12:15

Auf zum Fischbrötchen in den Norden

Moin ihr Landratten,

wie vielleicht ein paar Wenige im Planungsteil schon gesehen haben, hatte ich eine Tour gen Hamburg geplant. Berlin ist rausgefallen, hier ein kurzer Bericht:

Montag, August 13, 17:00 Uhr:

Nachdem ich das Wochenende vorher auf einem Festival verbracht habe, gab es den Montag als Regenerationstag - und das war auch bitter nötig. Man wird halt doch nicht jünger ... Was ich Montags noch geschafft habe, war im Louis diese Packtasche (kleine Variante) und zwei Rockstraps zu kaufen. Viele Befestitungspunkte habe ich an meiner Streety sowieso nicht, eigentlich nur die Soziusrasten.
Außerdem hatte ich noch meinen Rucksack (selbe Marke, Design) dabei, welchen ich aber nicht vollladen wollte, sondern nur mit dem nötigsten wie Wasser, Banane etc. und Regenkombi. Wo wir beim Hauptthema meiner Hinfahrt sind. Natürlich hatte ich nach gefühlten 3 Jahren Sonnenschein und dem Abhandenkommens des Kältegefühls nicht im Geringsten daran gedacht, dass es auf meiner Fahrt ins subtropische Hamburg auch nur einen Tropfen Regen geben könnte. Somit die Regenkombi in der Heimat vergessen -> nicht eingepackt. Wird schon gut gehen dachte ich. Clevererweise habe ich meinen 1-Teiler (perforiert) dabei, damit ich die Hitze besser überstehe.

Nun denn, die Taschen sind gepackt, die Rockstraps wurden probe verzurrt, Wetterbericht wissentlich ignoriert.

Dienstag, August 14, 6:00 Uhr:

Wecker klingelt, aufstehen, in die Kombi schmeisen und erstmal anfangen zu schwitzen. Gepäck verzurren, merken, dass durch nur zwei Befestitungspunkte auf gleicher Höhe die Heckrolle immer nach vorne Rutscht - ich denke mir, lieber nach vorne gegen mich als nach hinten.

Noch mehr schwitzen. Alles fertig, Helm auf, Handschuhe an, merken, dass das Navi inkl. Halterung noch in der Wohnung liegt. Wie war das mit dem Schwitzen? :)

Nachdem ich dann wirklich losfahren konnte, war ich froh über die erste kühle Morgenluft - 15°C im schönen Mainz bei leicht bedecktem Himmel, selbstverständlich trocken. Die Route habe ich ohne weiter groß nachzudenken von Manuel genommen und auf mein TomTom gespielt. Danke nochmal hierfür. Ich hatte gegen 12 einen Termin in Dortmund, musste also zügig Meter gut machen, schließlich war es schon kurz vor 7.
Was hatte ich in meinem eigenen Urlaub natürlich völlig vergessen? Den Berufsverkehr. Zum Glück bin ich da relativ schmerzlos und filtere mich nach vorne durch – somit geht es doch gut voran. Nachdem ich Mainz / Wiesbaden passiert habe, treibt mich die Route gen Koblenz und viele der Strecken kannte ich. Witzigerweise bin ich dann durch den Wohnort meiner großen Schwester gefahren, Bendorf, und danach kam aber ein wahres Kurvenparadies, von dem ich so absolut gar nichts wusste. Von Bendorf Richtung Selters wirklich ein Träumchen. Soweit so gut, es lief, ich musste einmal tanken und alles war bei bester Ordnung…
… doch dann kam der Regen. Zu erst ein leichtes Nieseln bei man jedes Mal denkt, ach das geht ja gleich vorbei. Dann waren die Straßen feucht, danach nass. Ich hielt sogar kurz an, weil ich dachte, es wird schon gleich besser. Pustekuchen. Das gute wenn man keine Regenkombi dabei hat? Man denkt nicht die ganze Zeit, lohnt es sich die jetzt anzuziehen, oder zögere ich es noch hinaus?

Nach ca. 20-30 Minuten Nieselregen/ Regen hält dann auch das Leder kein Wasser mehr zurück und selbstverständlich hatte ich auch keine wasserdichten Handschuhe an – wenn schon denn schon. Nur meine Stiefel haben eine Membran und die hielten sogar noch gut dicht. Und nach ca. 45 min. bei 14° irgendwo bei Siegen hört dann sogar mir die Laune am Motorradfahren auf. Ich entschied mich auf die A45 abzubiegen und den schnellsten Weg nach Dortmund einzuschlagen, da auch laut Regenradar dort nichts sein sollte. Unterwegs an einer Raststätte habe ich mir eine heiße Schokolade gegönnt.

Das war dann auch die halbe Stunde in der der Regen tatsächlich aufhörte und es allmählich wärmer wurde.
Gibt es etwas Positives aus dieser Situation zu berichten? Ja: Die Triumph tut auch im Regen zuverlässig ihren Dienst (sie war auch nicht vom Rückruf der linken Lenkerarmatur bzgl. eintretendem Wasser betroffen) und der Reifen, Michelin Pilot Power RS ist auch im Nassen echt noch völlig okay. Für meine gezügelte Fahrweise bei Nässe absolut ausreichend und kündigt seinen Grenzbereich (leichtes Rutschen beim Beschleunigen bspw.) sehr früh und transparent an.
Nach meinem Termin in Dortmund bin ich für ein Foto noch bei JP Performance vorbei gehuscht.

Und dann direkt weiter – Ziel: Hamburg, Route: Autobahn vermeiden. Was soll ich sagen? Ab hier gibt es motorradtechnisch nicht mehr viel Aufregendes zu vermelden. Es war bis auf einen kurzen Schauer kurz vor HH trocken (welcher mich aber nicht mehr durchnässt hat) – that’s it. Nachdem mir die Zuckelerei von einem Ort in den Nächsten irgendwo vor Bremen keinen Bock mehr gemacht hat, bin ich auf die AB gewechselt. Kurz vor HH noch einmal tanken (3. Mal heute), von der Kassiererin überrascht zwei Visierputztüscherpakete umsonst bekommen und ab geht’s. Eine Eigenart der Restreichweite der Triumph ist die Folgende: Ich zeige dem Fahrer relativ schwankend (je nach dem wie viel Gas man gibt und Drehzahl etc. pp.) an, wie weit er theoretisch noch kommt. Bei 30km Rest verliert man dann pro Sekunde einen KM und dann steht die Anzeige bei 0. Okay, also schnellstmöglich tanken -> maximal habe ich auf meiner Reise 13,55 Liter getankt. 17 Liter gehen rein – ist dann wohl die „eiserne Reserve“.
Fahrerisch tatsächlich das Letzte Mal für mich, dass ich so weit nach oben fahre. Aber man muss einmal alles erlebt haben. Gegen 17:30 Uhr war ich dann in Hamburg. Maschine abstellen, abpacken und merken, dass die Heckverkleidung auf der rechten Seite nicht mehr geil aussieht. Ich hoffe, ich bekomme das mit polieren wieder einigermaßen auf die Reihe.

Sonntag, August 19, 6:00 Uhr:
Wecker klingelt, es ist herrliches Wetter in ganz Deutschland vorhergesagt. Ich schwinge mich aufs Motorrad – jipi nach 5 Tagen auf dem Gehweg parken weder verkratzt noch verschwunden. Die Heckverkleidung habe ich dort, wo die Tasche evtl. hinkann vorsichtshalber mit Crepband abgeklebt (wie war das mit aus Fehlern lernen?).




Trotzdem bekomme ich die Tasche diesmal nicht so gut „verkabelt“ und darf nach 5km wieder anhalten, da ich merke, dass es irgendwie nicht passt. Temperaturmäßig geht in HH noch nicht viel, 13° C und ich fange relativ fix an zu frieren. Mein Plan, um das elendisch langweilige Fahren auf ein Minimum zu beschränken: A7 bis irgendwo Höhe Hannover (war dort lange auf Projekt und kenne mich etwas aus) und dann wieder die Autobahn meiden. Naja, AB fahren macht ja glaube ich wirklich niemandem auf Dauer Spaß – mir also auch nicht. Navi zeigt eine Ankunftszeit von 11:40 Uhr an, wenn ich dir AB dauerhaft folgen würde. Reisegeschwindigkeit ist mit der Street Triple RS bis ca. 145 kmh sehr gut auszuhalten (gebeugte Sitzhaltung und kleiner Flyscreen hilft tatsächlich). Nur, wenn man dann auf dieser höchst besch*ssenen AB7 fährt, die irgendwo vor Hannover zur absoluten Offroad Huckelpiste mutiert, ist es einfach unerträglich. Ich bin dann tatsächlich einfach irgendeine Abfahrt abgefahren und der Umleitung Richtung Hannover gefolgt… sowas nennt sich Hochtechnologieland (die schwarze Null steht!!!).
Da meine Tankanzeige dann wieder Limbo tanzte, bin ich bei Hildesheim raus und siehe da. Ich sehe Berge. Ein Blick auf die Karte und ich entschließe mich ab hier die AB komplett zu meiden. Die Strecke sieht auch ansehnlich aus. Und ich sage jetzt schon: eine richtig tolle Fahrt zurück ab Hildesheim! Viel Bundesstraße, trotzdem Kurven, ein paar Landstraßen – hier die ungefähre Route: https://goo.gl/maps/UoVn8Giywbq
Kann ich echt nur empfehlen, wenn man von oben nach unten muss ;-). B252 kenne ich aus Studium in Paderborn und auf Höhe Edersee eine meiner absoluten Lieblingsstrecken um zu heizen. Leider muss man es dort wirklich so nennen :grin: - hohe Kurvengeschwindigkeiten, sehr breite Straßen, ja sogar Autofahrer die Platz machen. Dazu Sonnenschein, das ganze gegen 9:30 Uhr bei 19° - was will man denn mehr?



Nach B252 und B251 ging es dann Richtung Limburg durch den Westerwald und Taunus zurück nach Wiesbaden, dann die letzten KM Autobahn, Alternative gibt es keine vernünftige, und zack war ich um 13:30 Uhr zu hause. Navi hatte in Hildesheim 14:50 vorhergesagt und ich durfte zwischendrin noch einmal tanken. Am Ende hatte ich einen 98er Schnitt für den Tag. Dieser Tag hat mich die regnerischen Hinfahrt fast vergessen lassen, somit muss ich sagen, alles richtig gemacht.
Fazit:
Bin im Endeffekt froh es gemacht zu haben, da ich so endlich mal die ganzen Strecken mit dem Motorradfahren konnte von denen ich im Auto immer dachte „ach jetzt mit dem Motorrad“. Der erste Tag mit Regen war pure Dummheit in meiner Planung – wer da Regensachen nicht mitnimmt, ist selber schuld. Abgesehen davon, werde ich mit dem Motorrad nicht weiter als Höhe Dortmund fahren. Bis dahin gibt es echt geile Strecken. Auch im nahen Umfeld gibt es noch viel zu entdecken. Ist einfach ein gutes Hobby :)

freakshow2410

Mo24-Bewohner

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Motorrad: Yamaha R6 RJ11, Triumph Street Triple 765 RS

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2

Montag, 20. August 2018, 12:15

Fazit:

Strecke: 1.100km
Spritverbrauch: zw. 5,1 und 5,7 je Tankfüllung
Durchschnittsgeschwindigkeit: ~95+
Reifen: Michelin Power RS mit nun 3.600km und geschätzer Restreichweite von ca. 700 – 1.000 km
Lederkombi: 1-Teiler gibt sehr viel Sicherheit u. Vertrauen, ab 17° gut fahrbar, hält ca. 20 min Regen stand
Street Triple RS: Fun fun fun, geiler Sound, sehr leichtfüßig, für mich super Sitzposition (sportlich, trotzdem langstreckentauglich), Gepäckunterbringung okay
Sonstige Highlights:
- natürlich sämtliche Überholmannöver anderer Motorradfahrer außenrum :grin:
- an mir sind Motorräder des Motorradtreffen „1000 Wikinger und Meer“ vorbeigefahren (war selber im Auto) und ich hab noch nie so viel Motorräder am Stück gesehen (bestimmt 100-200 Maschinen, wenn nicht viel mehr)
- Eine neue Fireblade war das einzige was mich überholt hat. Er malte aus jeder Kurve schwarze Striche auf den Boden, das war schön anzusehen – konnte allerdings dank Spritmangel nur ca. 10km dranbleiben ;(
- Konnte in HH noch ein paar nette Bilder machen, seht selbst

Danke fürs Lesen :)

Wangerooge:


(das eigentliche Ziel meiner Reise)




Manuel

immer zügig defensiv

Beiträge: 20 618

Registriert: 1. Juni 2007

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Motorrad: 17 - ? Yamaha Tracer 700, 16 - 17 Yamaha FZ1 Fazer, 13 - 16 Honda NTV 650, 07 - 09 Kawa GPZ 500

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3

Montag, 20. August 2018, 12:46

Kurz und knackig. Danke hierfür.

RollerIngi

Mo24-Bewohner

Beiträge: 1 131

Registriert: 18. März 2017

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4

Montag, 20. August 2018, 15:49

Echt unterhaltsamer Bericht :thumbup: und wie war jetzt das Fischbrötchen ? ?( :grin:
:moped: always on the bright side of life

Rob

vorm. "complete crazy"

Beiträge: 328

Registriert: 6. September 2015

Wohnort: Bayern

Motorrad: SV 650

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5

Montag, 20. August 2018, 15:49

Danke für den Bericht und die schönen Bilder. Hamburg geht einfach immer :thumbup:
Vorausschauendes Fahren: Oh, da vorne ist die Baustelle zu Ende, ich geb schon mal Gas!

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