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Montag, 13. Mai 2019, 03:13

Standard in Asien

Wie die meisten mitbekommen haben, habe ich vor wenigen Monaten meinen Wohnsitz nach Osten verlegt, so 9000km weit weg. Der Thread hier ist als fortlaufender Reisebericht geplant, wie kam es dazu, was erlebe ich hier etc. Außerdem nutze ich die Gelegenheit um den im Juli versprochenen Bericht der ersten Tour zu liefern.
Zum Diskussionsthread geht’s hier lang: klick mich

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2

Montag, 13. Mai 2019, 03:16

Prolog

Anfang Juni 2018 in einem Münchner Büro Gebäude:

"Hast du schon von dem Projekt in China gehört? Ja? Gut, ist jetzt deins. Flieg mal rüber und bring die Kiste zum Laufen und mach die Chinesen glücklich!".
So oder so ähnlich hat sich das Gespräch mit meinem Chef zugetragen. Vorbildlich wie ich bin habe ich natürlich nicht direkt einen Flug gebucht, sondern wollte erst mal den aktuellen Stand der Lage ermitteln. Frag 4 Leute, bekomme 5 Antworten…

In der zwischen Zeit hat der Chef-Chef angefangen zu fragen wann ich denn endlich fliege und was ich noch hier in Deutschland mache. Will der mich loswerden? Das geht aber billiger als mich um den halben Erdball fliegen zu lassen…
Lange Rede ohne Sinn: Ich gehe zum Rathaus (ha! Dorf lohnt sich halt manchmal doch) und beantrage einen Reisepass, geliefert am besten bis gestern. Während ich auf den Reisepass warte, breite ich die Visaunterlagen für China vor: was Google und Facebook von einem sammeln darf man hier im Antrag nochmal freiwillig angeben. Das waere die Option fuer euch auf den Chinesisch Markt zu draengen!
Zum Arzt zum Durchchecken lassen muss ich auch noch, gleich mal alle Impfungen auffrischen lassen. Am Ende habe ich am 21.06 meinen Reisepass in der Hand, am 29.06 das Business Visa drin und bereits am 07.07 landet meine Air China Maschine am Flughafen PEK. Da sagt nochmal einer im Großkonzern sei alles langsam.

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Donnerstag, 16. Mai 2019, 02:14

China, Erste Tour, Juli 2018

07.07.2018
Da ich bisher noch davon ausgehe dass der Trip eine einmalige Aktion ist und der Flug deutlich günstiger war, konnte ich bereits Freitagmittag in München aufbrechen und lande somit Samstag früh.
Nach langem Warten konnte ich dann auch irgendwann einreisen (Pro Tipp: fliegt business class, da habt ihr weniger Leute vor euch) und nach einem kurzen Transfer per Flughafenbahn komme ich auch schon an die Gepäckbändern an, wo mich mein Koffer bereits erwartet.

Da Taxifahrer kein Englisch sprechen und der lokale Head of IT uns da haben will, stellt er seinen Fahrer und lässt mich am Flughafen abholen. Ich leg eine steile Lernkurve hin: Ah Koffer nimmt er, einladen tut er auch und dann noch Tür aufhalten, na gut. Ich werde direkt zum Hotel gefahren, was sehr bequem ist. Allerdings wird mir hinten im BMW schon ein paar mal anders beim Fahrstil der anderen Verkehrsteilnehmer, das hier stellt alles in Europa in den Schatten, aber erstaunlicherweise passiert so gut wie nichts gravierendes.
Ich komme zwar im Crowne Plaza unter (alternativ hätte es noch ein Marriott fußläufig zur Arbeit gegeben) aber auch die haben um 9 Uhr morgens noch kein Zimmer frei. Also erst mal Koffer abstellen und ab in die Stadt, ist schließlich früh und ich will was von der Stadt sehen!

Ich schau auf meine OSMAnd Karte und wähle den Himmelsaltar (Eng. Temple of Heaven) als erstes Ziel für heute aus. Das bisschen Bargeld welches ich am Flughafen gewechselt habe wird im Hotel noch schnell am Geldautomaten aufgestockt und im Supermarkt gegenüber gegen Wasser getauscht. Trinken ist wichtig und es ist bereits jetzt verdammt warm.
Leider ist das U-Bahn Netz ähnlich schlecht wie die DB und ich muss gefühlt 100 Mal umsteigen. Immerhin fährt nur eine Bahn pro Gleis und die Stationen stehen auch in Englisch auf den Schildern. Nach einer kurzen Orientierung finde ich schnell den Eingang, ignoriere gekonnt die Händler die einem Plunder andrehen wollen und kaufe das Eintrittsticket und nehme auch gleich einen Audio Guide mit, kann ja nicht schaden ist aber vergleichsweise teuer.

Zitat


Der Himmelstempel bzw. Himmelsaltar (chinesisch 天壇 / 天坛, Pinyin Tiāntán) ist eine Tempelanlage in Peking, in der die Kaiser der Ming- und Qing-Dynastien jedes Jahr für eine gute Ernte beteten.


Himmelsaltar

Was ich nicht ganz bedacht habe ist der Fakt dass man doch irgendwann müde wird wenn man praktisch keine Nacht hatte und wenn in einem fremden Land, mit fremder Kultur ganz viele neue Eindrücke auf einen einprasseln. Ich setz mich mal auf eine der Bänke hi…. Ich weiß nicht wie lange ich geschlafen habe, aber es tut gut und ich fühle mich gleich viel besser.

Zum Abschluss geht es noch zum Tiananmen Square, ist auch nur ein großer voller Platz. Irgendwo habe ich wohl noch etwas zu essen aufgetrieben, zumindest bin ich nicht verhungert.

Hinweis: Bilder werden nächste Woche nachgeliefert

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4

Donnerstag, 23. Mai 2019, 11:20

Hinweis: Bilder werden nächste Woche nachgeliefert

Besser spaet als nie




Der eigentliche Tempel


Drachen sind ein wiederkehrendes Motiv in China


sag ich doch


und hier auch


Die Figuren am Dach sind Daemonen und sollen schuetzen und boeses abwehren


Ein Pavillion im Park um den Tempel

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Sonntag, 26. Mai 2019, 18:11

08.07.2018

Heute kommt mein Kollege Kevin an, allerdings haben wir es nicht geschafft und tagsüber zu treffen. Nachdem ich lange geschlafen habe, Jetlag ist schon lustig, packe ich meine Sachen und fahre zur Verbotenen Stadt.




Hilfe was sind hier viele Menschen! Scheinbar hat es auch keine einzige Wolken am Himmel, aber dank Smog sieht man davon nichts, einzig die Sonne brennt einem kräftig auf die Birne. Heute wird mir zum ersten Mal klar, was Luftverschmutzung und Smog eigentlich bedeutet…
Bin ich froh in München bzw. Westeuropa zu leben, wo Smog, vom Neckartor abgesehen, kein wirkliches Thema ist.



Da hier alles Holz ist braucht es Behälter für Löschwasser


Sagte ich schon dass Drachen ein beliebtes Motiv sind?









Ein Kollege hat die Stadt mal so beschrieben: Du geht’s durchs erste große Tor und staunst erst mal über die Größe und die unbekannte Architektur. Nach dem zweiten Tor fragst du dich aber schon ob du nicht gerade im Kreis läufst. Ich finde das trifft es ganz gut, einmal sehen und abhaken.
Was mich besonders gestört hat, ist das außer durch den Audioguide kaum Informationen zu bekommen sind. Der Audioguide selber ist nicht nur unverhältnismäßig teuer, sondern auch ganz klar pro Chinesisch eingestellt. Nach dem 5 Mal hören wie geil die Bauleute und die alte Dynastie doch war wird es nervig. Vielleicht hätte es mir besser gefallen, wenn weniger Leute da gewesen wären (im Juli haben die Chinesen Sommerferien), es etwas kühler und ich nicht immer noch müde wäre. Allerdings ist deckt sich mein Eindruck der Stadt mit dem aller anderen die bisher auch dort waren. Fazit: Kann man machen, muss man aber nicht und man darf nicht erwarten den ganzen Tag beschäftigt zu sein.

Zum Abendessen schaffen Kevin und ich es uns am Hotel zu treffen. Gefuttert wird Nudelsuppe mit Stäbchen in einem kleinen Laden direkt vor unserem Hotel. :essen:

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Sonntag, 26. Mai 2019, 18:13

09.07 – 13.07.2018

Kurzes Arbeits-Intermezzo währenddessen es ist viel zu warm geworden ist. Die Klimaanlage regelt das aber schon, doof nur dass man irgendwie vom Hotel zur Arbeit muss…

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Freitag, 7. Juni 2019, 15:29

14.07.2018

Ich bin müde aber quäle mich in der Früh aus dem Bett, heute geht es zur Mauer. Zum Glück habe ich es gestern geschafft, mich bereits um 1 abzusetzen und auch die Menge an Bier hielt sich in Grenzen. Expats trinken viel…
Eine chinesische Kollegin hat einen Fahrer organisiert, der uns in der Früh am Hotel abholt und raus zur Mauer (die viel besser als Trumps ist) fährt. Da Badaling extrem voll und brutal touristisch erschlossen ist, geht es für uns zum Abschnitt bei Mutianyu (der kaum weniger erschlossen ist, Seilbahn hoch muss es in China mindestens sein).



Wir entscheiden uns, ganz un-chinesisch, zu Fuß zur Mauer hoch zu gehen. Jetzt ist es zum Glück noch früh und es sind kaum Menschen da. Der Weg nach Oben ist dennoch anstrengend, vor allem bei der Luftqualität, gut dass ich nicht noch zusätzlich rauche!


Nicht zu sehe auf dem Bild ist das Schild unter dem Baum, welches darum bittet keine Münzen in das Ding zu kloppen. Funktioniert gut :sostupid:

Leider kommen zum Smog noch Wolken dazu was die Sicht stark einschränkt, dennoch ist die Mauer beeindruckend! Eine nicht ende Schlange aus Ziegel und Mörtel windet sich in beide Richtungen über die Bergketten nördlich der Stadt. An unserem Abschnitt kann man offiziell bis zum Turm mit der Nummer 21 gehen. Das machen wir auch, allerdings hat sich die chinesische Kollegin schon abgesetzt, die hat keinen Bock auf dutzende verschieden hohe Stufen. Keuchend kommen wir oben an und treffen einen Deutschen (was sonst) der eine Fremdenführerin mit hat und wir können einige Details abgreifen. Wusstet ihr, dass dieser Mauerabschnitt von beiden Seiten bedroht war und daher auch Zinnen auf beiden Seiten hat um die Soldaten zu schützen? An anderen Stellen sieht es wieder anders aus.


Da ist das lange Ding




geschafft!



Gegen Mittag füllt sich die Mauer so langsam mit weiteren Besuchern und wir machen uns auf den Weg zurück. Der Plan auch noch zum anderen Ende der Mauer zu gehen geben wir aber schnell auf. Es ist einfach zu voll und alle Teenies wollen ein Bild mit dem bärtigen weißen Mann. Ich bin mir sicher, dass ich auf mehr chinesischen Selfies zu sehen bin als auf eigenen Fotos…
Wir treffen die Kollegin beim Besucherzentrum und futtern erst mal eine Runde leckerer Dumplings! Nomnomnom, Essen machen können die Chinesen. Vielleicht ein Ziel für die Futtertruppe? :P

Da wir noch Zeit haben, fahren wir auf dem Weg zurück bei einem Buddhistischen Tempel vorbei und klettern wieder viele, viele Stufen hoch. Glaube bedeutet also auch hier Anstrengung... Aber der Park um die Tempel ist schön angelegt und es ist nicht ganz so voll.








Das heißt so viel wie Glück und Erfolg, oder war es Nudelsuppe ?( ?( ?(


alles fake hier




Gegen 17:00 kommen wir wieder am Hotel an und sind platt. Es wird noch ein, zwei Bier im Supermarkt besorgt und wir quatschen etwas über die Erfahrungen und Erlebnisse von heute und der vergangene Woche. Heute geht es wieder früh ins Bett, für morgen wollen wir sehen wie wir wach werden und wonach uns ist. Alles ganz agile flexibel.

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Freitag, 7. Juni 2019, 15:39

15.07.2018

Sowohl Kevin als auch ich sind immer noch müde, daher lassen wir uns Zeit mit dem Aufstehen und Frühstücken. Aber nur rumgammeln können wir uns dann auch nicht vorstellen, also auf die Karte geschaut. Nach kurzer Beratung fällt die Wahl auf den (neuen) Sommer Palast im Nordwesten Beijings.







Sagte ich schon dass das U-Bahn Netz suboptimal ist? Wir brauchen ewig bis wir da sind, immerhin ist es günstig, 5 RMB sind umgerechnet immerhin weniger als 1 EUR.
Ratet mal was man hier machen kann. Richtig, hoch auf einen Hügel steigen. Aber die Aussicht über den See ist schön, und noch besser wäre es ohne den Smog :/


Hab ich die Drachen schon erwähnt?




Dümmliches Grinsen! :grin:

Wir streifen noch etwas um den See, aber Kevin hat wohl noch immer Probleme das Essen vom Straßenstand zu verarbeiten und fühlt sich nicht gut genug. Wir trennen uns und ich mache mich allein auf den Weg alles zu umrunden, ich hab schließlich Zeit. Je weiter man vom Haupteingang weg kommt, desto weniger Menschen hat es. Sehr angenehm!


Da oben waren wir




Marmor Bootchen, schwimmt bestimmt gut

Als Problematisch sollte sich noch herausstellen, dass ich sehr weit von der U-Bahn raus gekommen bin. Rückblickend waren meine Vorbehalte gegenüber Bussen als Transportmittel vollkommen unbegründet, heute nehme ich jeden Morgen einen Bus um zur Arbeit zu fahren. Aber im Juli war ich mir unsicher in welche Richtung der Bus fährt und welche Station die nächste ist. Einfach aufs Handy mit Karte schauen wäre auch viel zu einfach gewesen.

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Freitag, 7. Juni 2019, 15:45

6.07.2018 – 20.07.2018
Erneutes Arbeiten, muss auf einem Businesstrip auch mal sein.

21.07.2018
Heute geht es zurück nach Deutschland. Wir haben im Buero jemanden kennen gelernt, der zufälligerweise im selben Hotel ist und ebenfalls mit dem Lufthansa Flug LH723 zurück nach München muss. Wir werden rechtzeitig vom Fahrer abgeholt und checken ein. Der Kollege nimmt uns beide mit in die Businessclass Lounge (für uns gibt es leider nur Holzklasse) und die Wartezeit lässt sich gut überbrücken. Der Flug nach München im A380 ist, vom coolen Flieger abgesehen, unspektakuläre und geht erstaunlich schnell rum, da Kevin und ich noch viel über die letzten 2 Wochen sprechen und den ein oder anderen Powernap mit einschieben.
Bis in dann endgültig zuhause bin vergehen noch einige Stunden aber an Schlaf ist immer noch nicht zu denken. Das Hackstück ist mit Bembel, Kühltruhe und Festivalgerödel auf dem Weg. Morgen geht es schon wieder weiter auf die Metaldays nach Tolmin (genialer Ort um ein Festival zu veranstalten) und am Wochenende vom 27. habe ich noch ein Offroadtraining in Thüringen.


Zwischenfazit
Damit endet meine erste Reise außerhalb Europas. Ich hab extrem viel mitgenommen, nicht nur Kulturell, sonder auch beruflich. China ist gerade für mich, als jemand der aus einer Zentralabteilung kommt, extrem spannend. Was in Deutschland entschieden wird ist hier weit weg, außerdem hat es hier eine Regierung die uns dazu zwingt eigene Lösungen zu nutzen. Scheinbar habe ich auch guten Eindruck hinterlassen, der Head of IT will mich gleich schon wieder vor Ort haben :cool:

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Freitag, 7. Juni 2019, 15:47

Deutschland

Juli bis Oktober 2018
Die nächsten 3,5 Monate verbringe ich in München und auf der Adria Tour mit Hackstück – Der könnte mal mit dem Reisebericht dazu beginnen

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Standard94« (7. Juni 2019, 15:51)


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11

Mittwoch, 10. Juli 2019, 11:08

Der Beitrag zuvor ist abgeschnitten, daher nochmal :rolleyes:

Juli bis Oktober 2018
Die nächsten 3,5 Monate verbringe ich in München und auf der Adria Tour mit Hackstück – Der könnte mal mit dem Reisebericht dazu beginnen :grin:
Derweilen läuft in China das von uns begonnene Datawarehouse Projekt weiter. Durch die Aufgaben in Deutschland und die Distanz kann ich kaum unterstützen und es dauert relativ lange bis die notwendigen Ressourcen zur Verfügung stehen. Man möchte mich nun länger in China haben und nicht nur auf Dienstreise schicken. Ich soll mir überlegen wann ich meine Koffer packen kann und wie lang ich vor Ort bleiben möchte. Gerne doch: geht auch gestern schon?

Während wir auf die Unterlagen warten hat sich mein Chef-Chef angewöhnt jedes Mal Nachzufragen was ich denn noch in Deutschland mache und wann ich wieder nach China fliege… Lange Rede ohne Sinn, es gibt eine zweite Tour, China reloaded!

China, zweite Tour, Oktober 2018
Mein Visum erlaubt mir zwei Einreisen bis Dezember 2018. Also buche ich kurzfristig und auf Drängen der Führungskräfte den Flug und das Hotel für 2 Wochen. Meinen Geburtstag will ich in Deutschland verbringen, bevorzugt natürlich in Stuttgart mit Klausuren schreiben.
Da ich auf Sightseeing keine wirkliche Lust habe, vieles bereits gesehen habe und die Chancen sehr gut stehen ab nächstem Jahr eh in Beijing zu leben, fliege ich diesmal erst montagabends. Das hat den Vorteil dass der Flug günstiger ist als sonntags und ich ein zusätzliches Wochenende zu Hause habe. Schließlich ist es auch ein gutes Argument weshalb es ein Upgrade in die Premium Economy notwendig ist, ich kann schließlich nicht ohne Schlaf vom Flughafen direkt ins Büro gebracht werden.
Dadurch dass eh nur ein Wochenende geplant war geht es diesmal auch nicht weit weg. Ein bisschen nach Sanlitun in Kneipen und besonders zum Irish Pub direkt vorm Hotel. Kurze Wege sind immer zu bevorzugen. Der war im Juli noch geschlossen und hat jetzt wieder geöffnet. Die alten Expats bestätigen mich darin, dass die Entscheidung her zu kommen die richtige war/ist, außerdem muss jemand mal den Altersschnitt senken und als Jüngster her kommen.
Diesmal habe ich sogar Glück mit dem Wetter, strahlend blauer Himmel. Dafür aber auch sehr windig und damit kalt. Lediglich am 03. November fängt es an wieder schlechter zu werden, aber das ist mir egal, für mich geht es zurück nach München.

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Mittwoch, 10. Juli 2019, 11:11

Deutschland bis Februar 2019
In den nächsten Wochen bereite ich alle meine Unterlagen die die Behörden benötigen vor. Dazu gehört auch ein umfangreicher Gesundheitscheck. Immerhin jetzt bin ich sicher, dass ich Kerngesund bin und auch nie an Krankheiten gelitten habe, sogar alle Rippen sind bisher nie angeknackst gewesen. Mein Impfschutz wird, wo notwendig aufgefrischt und um einen Tollwut-Schutz erweitert, die Firma zahlt (Leute lasst euch impfen!).
Am 04.01.2019 habe ich mein Ausreisegespräch in Erlangen und fahre dafür extra 3 Tage früher als geplant aus dem Saarland zurück. Die Zeit in der alten Heimat konnte ich aber noch nutzen um meine Eltern und Freunde zu besuchen! Erholung sieht aber natürlich anders aus.
Ursprünglich war der 1.2 als Vertragsbeginn angepeilt, aber das musste auf den 1.3 durch Verzögerungen bei der Ausstellung des so genannten Z-Visums verschoben werden. Da in China das Neujahresfest dieses Jahr im Februar ist, war die ursprüngliche Idee um den 11.2 einzureisen, das wurde jetzt auf den 18.2 verlegt und ich lande am 19.2 pünktlich in Beijing. Das Verschieben kommt mir entgegen und ich fliege am 04. Februar nochmal nach Lissabon lecker Meeresgetier verspeisen, das Team ein letztes Mal persönlich treffen und die Übergabe meiner Themen sauber abschließen.



im Anflug auf Lissabon








Moped-Kontent!


Abflug, ein letztes Mal Pastel de Nata und Espresso

Etwaige zusätzliche Businesstrips im Januar die mal im Raum standen haben wir nicht machen können, was aber meinen Chef-Chef nicht weiter daran hindert regelmäßig nachzufragen wann ich endlich weg sei.
Mein Auto wird noch an meinen Bruder abgedrückt, ein Händler zahlt mir dafür nichts und für einen Privatverkauf fehlt mir die Zeit. Die Bude fange ich auch an Auszuräumen, aber einen Untermieter werde ich erst am Juni haben. Die Versys und die DR werden noch einmal liebevoll gestreichelt und verräumt. Allzu viel lasse ich mir nicht rueber bringen, trotzdem geht es mit zwei Koffern und Rucksack los.


Da stehen sie nun


tschüssi


Alle 7 Sachen sind zusammen

Es kann losgehen! :cool:

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Mittwoch, 10. Juli 2019, 11:40

China, das Abenteuer beginnt

Ankommen
Die ersten Wochen in China sind anstrengend: Wohnungen besichtigen, Unterlagen vorbereiten und arbeiten. Die chinesischen Kollegen unterstützen mich mit einer solchen Hingabe und sind extrem Hilfsbereit, sodass das Ankommen leicht fällt. Bereits zum 1.3 kann ich in eine eigene Wohnung ziehen und muss nicht mehr im Hotel wohnen. Ganz besonders toll an der Wohnung: Die in-house Bar. Das Feierabendbier ist damit gesichert!


Feierabendbier!


Mit Weißwurstfrühstück fühlt man sich doch gleich schon wie zuhause

Mit mir haben noch zwei weitere Kollegen im März begonnen, auch das hilft ungemein beim Ankommen: 3 vollkommen Ahnungslose! Immerhin ist einer davon ursprünglich aus China, lebt aber seit seinem 8. Lebensjahr in Deutschland. Er versteht wenigstens die Leute um uns und ist fleißig als Übersetzer tätig.
Definitiv Verbesserungswürdig ist das zur Verfügung stellen der lokalen Bankkarte, aber das liegt an unseren internen Prozess. Ohne Bankkarte gibt es nur kein WeChat Pay und ohne WeChat Pay ist man in China nur ein halber Mensch ;)
Nachdem ich dann irgendwann rausgefunden hatte, dass ich den Apple Appstore nach China verlegen muss um an die korrekte DiDi-App (Chinesische Uber Version) bin ich auch unabhängig von Bus und Bahn und muss nicht darauf hoffen dass mir nachts ein Kollege ein Auto bestellt um heimzukommen. Achtung: Fahrt nur mit den offiziellen Taxen, niemals mit den Vögeln die euch ansprechen, außer natürlich ihr wollt den 10 fachen Preis zahlen.

Und hier ein paar Impressionen der ersten Wochen im neuen Land:


Kaum Verkehr


Das perfekte Stadtauto, Q7 und Co können einpacken!


Futtern!




Die vielen guten Tage nutzen und dümmliche Selfies machen :grin:


Durmtower , oder doch der Belltower?




Und zum Abschluss noch Irishfolk in einer Kneipe in China

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