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Standard94

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Mittwoch, 31. August 2016, 20:00

Samstag 06.08.2016
Dafür das wir gestern schönsten Sonnenschein hatten beim Aufbauen, hat es Nachts natürlich wieder angefangen zu regnen. Wir warten bis 09:20, aber es hört leider nicht auf, also muss das Zelt nass eingepackt werden.
Gestern haben wir auf dem Weg her einen kleinen Wanderweg gefunden, der uns zum Muldafossen bringt, dort fahren wir jetzt hin. Auf dem zugehörigen Parkplatz gibt es erst mal ein Frühstück.


Direkt am Ufer hatte es sich ein russisches Pärchen bequem gemacht

Es geht recht steil mehre Serpentinen nach oben, bis man an alter Bauernhäuser kommt, zwischen denen man durch muss um auf einem schmalen Pfad wieder nach unten zu gehen. Zuvor hat man noch den Wasserlauf überquert, der sich 20m hinter der Brücke in die Tiefe stürzt.
Der Weg führt uns zu einer Aussichtsplattform, von der aus man einen guten Blick auf den Wasserfall hat.


Der Wasserfall


Der Versuch größer zu wirken ^^


Da oben ging der Weg lang

Zurück in Valldal fahren wir zur Fähre und werden mit einem Mercedes und 4 Motorrädern noch drauf gequetscht. Viel Platz haben wir nicht mehr und die Sensoren unseres Polos piepsen wie wild.
Von hier geht es weiter Richtung Lom, am Geirangerfjord vorbei und durch Geiranger durch. Noch so ein Tourimagnet, ich dacht wir sind in Norwegen nicht in Asien oder Deutschland…


Oberhalb des Geirangerfjords


Das auch

Die Fv63 mündet in die E15, der schnelle Weg führt nach rechts, ich fahr aber links, frei nach Sunnys Empfehlung E Straßen zu meiden. Wir biegen dann links auf die Fv258 ab, welche uns auf einer nicht asphaltierten, mit Schlaglöchern übersäten Straße über den Strynefjellt führt.
Es wird so langsam spät, aber hier oben hat es gerade mal 7°C und das Thermometer dürfte nachts noch weiter fallen, hier wollen wir nicht bleiben. Trotzdem ist es hier oben wunder schön, meine Meinung zur Landschaft in Norwegen wiederholt sich immer und immer wieder.


Erwähnte ich bereits, wie schön es hier oben ist?


... und wie kalt

Wir kommen zurück auf die E15 und hinter Billigen steuer wir eine Parkplatz an um dort das Zelt aufzustellen, der Parkplatz liegt glücklicherweise etwas hinter Bäumen, sodass sich der Straßenlärm in Grenzen hält und mit Gehörschutz kein Problem darstellt.


Hier im Bild: Polo mit Ersatzrad :rolleyes:

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Mittwoch, 31. August 2016, 20:07

Sonntag 07.08.2016
Wunderbar ausgeschlafen! Wir frühstücken und fahren das kurze Stück zurück nach Billigen um dort zu wandern. Wir entscheiden uns für einen 3,5km Rundweg zu einer Steinbrücke. Die Brücke ist effektiv nur ein großer Felsbrocken, der von einem Troll in eine Schlucht gestopft wurde und dazu genutzt werden kann den Fluss zu überqueren.


Unten am Start


Seltene Flechte, nicht anfassen, nur schauen


Nicht seltene Blaubeeren, nicht nur schauen, futtern


Neben der Brücke


Die Brücke

Wir gehen noch etwas weiter rauf, bis Steffi irgendwann um dreht. Ich folge einem Wildwechsel, der sich recht schnell mehr oder weniger auflöst, womit mir nur Umdrehen oder Querfeldein laufen übrig bleibt. Ich entscheide mich für Option 2 und komme nach einer Schleife wieder an der Stelle raus, an der wir die Steinbrücke überquert haben. Von hier folge ich dann dem Rundweg und bin um 15 Uhr wieder am Auto.







Wir fahren weiter bis Donfossen, wo wir in einem Coop unsere Lebensmittelvorräte aufstocken, leider finden wir kein ordentliches Brot, aber das was wir haben sollte noch reichen. Wir folgen der Beschilderung nach Breheim und kommen auf eine Mautstraße, der wir bis zum Ende folgen. Hier steht ein Hotel und etwas davor ist eine schöne große freie Fläche, optimal um das Zelt aufzuschlagen.


Passt!

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43

Mittwoch, 31. August 2016, 21:58

Hattet ihr viele Touris in Geiranger? Es war doch kein Kreuzfahrer zu sehen, bzw. nur ein Abfahrender. Oder war das ein Schiff der Hurtigruten? 2013 standen bei unserer Vorbeifahrt 2 Kreuzfahrer im Hafen, gefühlte 1000 Busse waren unterwegs, und nochmal 500 waren an den Trollstigen zu finden. Das war echt gruselig.

Gibt es die Tour denn auch als GPX-Datei oder URL von kurviger.de?

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44

Mittwoch, 31. August 2016, 22:09

Gefühlt war der Ort bis unters Dach voll mit Asiaten, standen 3 oder 4 Busse rum. Die Deutschen sind mehr auf der Straße aufgefallen.

Routen hab ich, kann ich noch entsprechend abspeicher, sind aber aktuell NEMA Log Dateien, die mag der Motoplaner zb nicht, gerade getestet, der mag den Track auch nicht, zumindest nicht, wenn er ihn weiter geben soll und kurviger.de läd sich gerade tot.
Den 31.07 häng ich dir/euch mal als GPX an, der Routeconverter kommt damit klar.

Nope anhängen geht auch nicht.

Nicht verwunderlich, dass die Tools die Grätsche machen, 2500 Wegpunkte :smirk:

45

Mittwoch, 31. August 2016, 22:19

Bei den Trollstigen sind wir auch dem neu gebauten 'Weg' gefolgt, lustig waren die Schilder mit den Busnummern die die Leute vorn dran geklebt hatten.

Lass dir mit den Routen Zeit, Du kannst sie mir ja auch per PN zukommen lassen, dann teste ich es mal Tyre aus. Bei so vielen Wegpunkten kommen die Browser auch an ihre Grenzen, denke ich. Alternativ vielleicht auch die wichtigsten Orte in Reihe, so kann man sich das ja selbst zusammen klicken. ;)

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Samstag, 3. September 2016, 14:00

Montag 08.08.2016
Heute folgen wir der nächsten Mautstraß direkt hinter dem Hotel. Die Straße selbst würde in Deutschland nicht mal als Feldweg durch gehen, es ist ein übles gerumpel bis wir am Ende ankommen.
Wir stellen das Auto ab und beginnen unseren Weg, eigentlich wollten wir hier einen Gletscher erreichen, aber der Weg ist mehr Schlamm als fester Grund und es macht und beiden keinen wirklichen Spaß.







Bereits um 12 Uhr drehen wir um und sind 2h später wieder am Auto. Wir beide wollen eigentlich gern noch eine kleine Runde gehen, aber lieber wo anders, zum Beispiel einen der vielen Wege an der ersten Mautstraße.
Es wird dann ein als 2,7km ausgeschilderter Pfad den Berg hoch. Oben angekommen sehen wir wie sich am gegenüberliegenden Hang etwas Bräunliches bewegt. Das sind Rentiere! Unsere ersten und einzigen Rentiere die wir sehen, zwar nicht mehr in Reihnheim, sondern in Breeheim, aber so kleinlich wollen wir nicht sein.


Mal kein Tüdeltier


Wir...


...und noch etwas Landschaft

Es gab an dieser Mautstraße noch einen anderen schönen Platz zum Zelten, dort fahren wir hin. Der Fluss direkt dahinter ist zwar praktisch um Wasser aufzufüllen und sich etwas zu waschen (SO kalt!), aber er ist auch sehr laut.



Für weitere Bilder: klick mich

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Samstag, 3. September 2016, 14:10

Dienstag 09.08.2016
Wir tanken heute in Lom, gehen einkaufen und machen einen auf ausländischen Touri bei der Stabkriche im Ort.


Das steht da so rum


Stabkirche Lom


Details

Von Lom aus geht es den Sognefjellet weiter. Wow!


Sognefjellt


Ausnahmsweise mal Schafe

Wir biegen ab um nach Urnes, der ältesten erhaltenen Stabkirche, zu kommen. Naja, da gibt es beeindruckendere Kirchen und Geld wollen sie diesmal auch haben um hinter die Mauer zu kommen. Nö, von außen kann ich die Sachen auch aus 5m Entfernung betrachten. Auf dem Weg nach Urnes läuft ein graues, nasses Fellbündel über die Straße, dann haben wir jetzt auch den norwegischen Dachs gesehen.


Altes Holz

Wir erwischen noch die Fähre um 15:30, auch hier ist nicht mehr viel Platz über. Am anderen Ufer angekommen, fahren wir weiter Richtung Nigardsbreen im Jostedal. Wir sind heute aber so spät dran, dass wir beschließen erst morgen den Gletscher selbst zu besichtigen. Da hier an den Haltbuchten Schilder stehen mit der Bitte die Campingplätze aus Naturschutzgründen zu verwenden, übernachten wir heute für 210 Kr auf dem Campingplatz in Gjerde.
Die nette Dame an der Rezeption zeigt uns noch einen weiteren Gletscher, zu dem man ebenfalls nur etwa 1h zu Fuß braucht. Wir nutzen heute die Küche des Campingplatzes und essen an einem richtigen Tisch, außerdem ist es drinnen warm und man hat WLAN Empfang.



Für weiter Bilder von altem Zeug: Klick mich

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Sonntag, 4. September 2016, 16:31

Mittwoch 10.08.2016
Ich habe gestern noch 3 Geocaches am Nigardsbreen rausgesucht, die wir heute beim wandern suchen. Wenn ich schon in Norwegen bin und WLAN hab, kann ich auch einen machen und das Norwegen Abzeichen abstauben.
Als erstes steht der Nigardsbreen an, der Weg ist sehr schön, nahezu eben und führt durchgehend am Gletschersee entlang. Zwar gibt es vor dem Gletscher eine Absperrung, nur interessiert das hier keinen und man kann bis ans Eis ran gehen und es auch hier betatschen. Der erste Gletscher an der Trollstigen hat mir aber besser gefallen, da war ich ganz allein.


Schön in der Ebene gelegen


Beweis Bild


Jetzt haben wir beide einen Gletscher betatscht

Den zweiten Gletscher mache ich heute ebenfalls alleine, allerdings sieht es aus der Ferne besser aus, als aus der Nähe, weswegen ich auch nicht bis ganz nach vorne gehe.



Da wir morgen die Mautstraße von Sognefjellet nach Øvre Årdal nehmen wollen, fahren wir wieder zurück und biegen erneut auf die Straße nach Urnes ein und suchen uns dort einen schönen Platz. Hier haben wir mit einer kleinen Maus auch ein Haustier gefunden, dass sich aber immer direkt wieder versteckt hat.



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Sonntag, 4. September 2016, 16:42

Donnerstag 11.08.2016
Wir fahren das kurze Stück auf dem Sognefjellet zurück, bis wir zur Abzweigung nach Øvre Årdal kommen. Jede Krone die man hier für an Maut zahlen muss lohnt sich. Die Straße ist in einem sehr guten Zustand und die Landschaft begeistert, wie so oft hier in Norwegen.


Könnte nachts recht kalt werden

Wir fahren weiter bis Lærdalsøyri, von wo wir uns Richtung Aurlandsfjellet aufmachen. Der Aurlandsfjellt ist sehr schmale Straße und für Wohnmobile gesperrt. Von Lærdalsøyri kommend drücken sich von unten die Steine durch den Asphalt, leider habe ich davon kein Foto gemacht, es sieht aber interessant aus.



Kurz vor Ende der Straße geht es noch mal in einigen Serpentinen Berg ab und hier ist meist nur Platz für ein Auto, ein entgegenkommendes muss in einer Ausweichbucht warten. Ich wusste vorher schon, dass es Kraftfahrzeugführer gibt, die absolut bescheuert sind, aber der Volvo Fahrer der eine geschlagene viertel Stunde braucht um seine Kiste so weit von der Straße runter zu bekommen, dass der Verkehr weiter fließen kann, setzt dem Ganzen die Krone auf. Hätte sich der Deutsche ein paar Autos vor uns nicht ein paar Sekunden vor mir erbarmt und dem Typen Anweisungen gegeben, würden wir wohl heute noch da oben stehen und ihm zu schauen wie er 50cm vor, 50cm zurück und 0cm zur Seite hin und her fährt.


Immerhin eine schöne Ausicht beim Warten

Wir wollen weiter nach Borgund und nehmen daher zurück den Lærdalstunnel, 25km durch den Berg. Trotz der drei beleuchteten Kavernen und den angeblich vorhanden Kurven finde ich es extrem anstrengend zu fahren. Nach Borgund selbst, gibt es einmal die neue E16 und eine historische, wenig befahrene Straße, die wir sofort nehmen. Dort gibt es einen Parkplatz, von dem aus man die ganz alten Pfade begehen kann, die zur Stabkirche führen. Das ganze kann man als schönen 4,5km Rundweg auslegen.
Dieses eine Mal gönn ich mir den Eintritt in die Kirche für 90 Kr. Naja, von außen sieht das ganze doch beeindruckender aus. Der Innenraum ist ein simpler hölzerner Raum mit kaum Verzierungen. Hier ist das schöne, dass in den 90 Kr gleich der Eintritt zum angeschlossenen Stabkirchen Museum enthalten ist, war also hier gar nicht so teuer, zumal das Museum zwar nicht groß, aber interessant ist.


Borgund, von außen definitiv besser


Andere Ansicht, vom Museum aus

Den Hinweg sind wir über einen sehr Steilen Fußpfad gegangen, zurück über eine breite Reiterstraße. Hierfür wurden große Steine in Serpentinen so aufgeschichtet, dass man mit Gespannen und zu Pferd den Hügel problemlos passieren konnte. Das beeindruckende hier ist, welche riesigen Felsen ohne Maschinen verbaut wurden.


von oben...


...und unten

Unser Zelt bauen wir heute an einer kleinen parallel Straße zur E16 auf, wir haben zwar Sonne, aber kaum Wind und viele Mücken.



Bildchen, frische Bildchen

50

Sonntag, 4. September 2016, 22:40

Die beiden Stabkirchen hatte ich auch schon besucht, beide auch von innen. Und die Aussicht auf den Aurlandsfjord habe ich als analoges Foto von 1985 noch hier. ;) An fast der gleichen Stelle. Der Tunnel mit dem Holztor war damals noch nicht geteert. Im Jahr 2015 oben alles voll Schnee.

Und wieder schöne Bilder. ;)

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Mittwoch, 7. September 2016, 19:13

Freitag 12.08.2016
Wir fahren die E16 weiter nach Fagernes und nehmen unterwegs immer alle möglichen Kirchen und sonst wie ausgeschilderten Sachen mit. Morgen wollen wir in Oslo angekommen.



In Valdres besuchen wir das Folkemuseum, zumindest die Außenanlage, für drinnen waren wir zu spät. Die Dame an Eingang sprach sowohl Deutsch als auch Norwegische, das Geheimnis dahinter: Sie ist aus Hamburg. Das erklärt natürlich ihr gutes Deutsch. Vorne im Museum gab es eine kleine Ausstellung zu Wintersport mit diversen Behinderungen, wie Blindheit oder Lähmung.


Damit kann ich was anfangen :wub:

Die Außenanlage besteht aus alten Holzhäusern die aus dem gesamten Land stammen und hier mit viel Liebe zum Detail wieder aufgebaut wurden. So sind die Gebäude innen voll eingerichtet und unter den Scheunen liegt altes Landwirtschaftliches Gerät.



In einem der Häuser stoßen wir auf eine ältere Dame aus der Region, die hier den Besuchern das alte Leben näher bringt. Es sitzt bereits eine Gruppe Tschechen (?) am Tisch im Hauptraum des Hause, der Hausherr in der Ecke, seine Frau ihm gegenüber. Die Männer sitzen alle auf der Bank an der Wand, die Frauen auf der Anderen. Wenn es nun Essen gab, bekam zu Erst der Hausherr, dann die Männer, dann die Frauen und wenn nichts mehr über war, hatten die letzten Pech gehabt. Der Hausherr ist ebenfalls der einzige, der den Schlüssel zum Schrank in der Ecke hat. Darin wurde wohl meist ein Schnaps gelagert.
Zusätzlich erhalten wir eine kleine Geschichte, die ihr von ihrem Großvater erzählt wurde.
In einem Nachbarort gab es eine wohlhabende Familie. Der Vater war Offizier und musste in den Krieg nach Dänemark ziehen. Da es damals noch keine Handys oder Telefon gab, wussten die Familien nicht, ob die Männer noch Leben oder nicht. Auch dauerten Reisen lange und die Soldaten waren oft mehrere Jahre fern der Heimat. Der Vater überlebt den Krieg und hört bei seiner Rückkehr in Oslo von Gerüchten, dass seine Frau erneut Heiraten wird. Er muss sich beeilen die 200km nach Hause zurück zu legen und besorgt sich unterwegs Zivile Kleidung. Als er in seinem Dorf ankommt, erkennt ihn niemand, er war so lange weg, dass seine Haare grau wurden und er einen Bart bekam. Er geht zu seinem Hof und tritt in das Hauptgebäude ein, um ihn rum ein großes Treiben, das alle damit beschäftigt sind die Hochzeit vorzubereiten.
Der Neue Ehemann stolziert im Haus auf und ab, da er sich schon sicher wähnt, dass ihm bald der gesamte Besitz gehören wird. Der Vater hat aber bei seiner Abreise den Schlüssel zum Schrank mit dem Schnaps im Schuppen versteckt gehabt und eben diesen Schlüssel zuvor wieder heraus genommen. Er kann also den Schrank aufschließen und sich einen Schnaps einschenken. Damit konnte er auch beweisen, dass er der rechtmäßige Hausherr ist, auch wenn ihn niemand direkt erkannt hat. Der andere Mann wurde nie wieder gesehen.
Gut dass wir in einer modernen Welt wohnen...

Wir besichtigen noch etwas die anderen Gebäude. Das Museum ist wirklich zu empfehlen.

Die Zeltpaltz suche gestaltet sich heute als etwas schwieriger, aber wir mussten nicht im Auto schlafen:


Bilder

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Mittwoch, 7. September 2016, 19:17

Samstag 13.08.2016
Meine Notitzen heute halten sich arg in Grenzen, haben aber auch nicht viel gemacht:

Das Frühstück nehmen wir heute an einer Bank ein, das ist einfach bequemer.


Chill-Schafe (Autos interessieren die nicht)

Primär gondeln wir heute einfach weiter nach Oslo über mehr oder weniger kleinen Straßen und haben teils sogar eine deutsche Motorradgruppe vor uns.





In Oslo tanken wir, waschen etwas den Dreck vom Auto und machen es uns wieder auf dem Ekeberg Camping bequem.


Das Ende ist nah

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Mittwoch, 7. September 2016, 19:20

Sonntag 14.08.2016
Unser letzter Tag vor dem Heimflug. Morgens geben wir das Auto ab und gehen anschließend Oslo besichtigen.

Erst geht’s in den Botanischen Garten, dann an der Domkirche vorbei zum Hard Rock Cafe und abschließend ins Militärhistorische Museum. Interessant war auch die militärischen Sicherheitszone, die die dänische Marine um ihre im Hafen liegenden Kriegsschiffe eingerichtet haben, nämlich gar keine. Lediglich oben an der Gangway stand ein einzelner Soldat Wache, ansonsten konnte man sogar nah genug ran um das Schiff zu betatschen.












würd ich auch nehmen


Tatschitatsch

Bevor wir zurück zum Campingplatz sind, haben wir am Hauptbahnhof noch die Tickets für den Zug zum Lufthavn gekauft.
Unsere Gaskartusche habe ich abends noch zwei Studenten aus Tschechien geschenkt, da wir sie im Flieger nicht mitnehmen dürfen. Die beiden sind mit dem Bus aus Prag hochgefahren, sind ja nur 20 Stunden Fahrt, anschließend sind sie in Norwegen mit Zug und Bus zu den Nationalparks und waren dort wandern, am Nigardsbreen waren sie auch. Sie drücken mir als Dank für die Kartusche erst mal einen Selbstgebrannten in die Hand, stark aber gut, und ich wurde nicht blind davon. Das Gas hat für die Beiden sogar noch zum Abendessen ausgereicht, danach war sie ganz leer, gut dass ich abgelehnt habe, als sie mir Geld dafür geben wollten. :thumbup:

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Mittwoch, 7. September 2016, 19:22

Montag 15.08.2016
Heute geht es heim, Ekeberg runter (das geht auch mit Gepäck viel schneller als hoch), zur Bahn und ab an den Flughafen. Am Flughafen haben die dann technische Probleme mit dem Gepäck und wir stehen ewig in der Schlange beim Chek-In. Hat zeitlich dann aber doch gepasst und wir kommen rechtzeitig am Gate an.
In München am Ostbahnhof trennen sich unsere Wege bedauerlicher Weise, da wir beide nach Hause müssen.


Tschüss und danke Norwegen!

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Mittwoch, 7. September 2016, 19:29

Fazit
Kommen wir zum Fazit dieses Urlaubes, das gefühlt länger ist als der Reisebericht.

Norwegen ist ein sehr schönes Land, besonders dann, wenn man keinen Regen hat. Besonders die Nationalparks sind klasse um zu entspannen und die Landschaft zu genießen.

Die Menschen mit denen ich mich unterhalten habe, waren durch weg alle freundlich und hilfsbereit. :thumbup:
Mit Englisch ist man gut durchgekommen, für das nächste Mal wäre ein minimal größerer Wortschatz nicht hinderlich, besonders um Schilder zu verstehen. :grin:
Sprit ist deutlich teurer als in Deutschland, jedoch darf man offiziell eh nur maximal 80 fahren, was den Verbrauch drückt. Wenn man schneller ist, als der Vordermann, z.B. wenn es ein LKW am Berg ist, wurde uns immer Platz gemacht, ähnlich wie ich das aus Frankreich mit dem Motorrad kenne. Andersrum haben wir auch Schnelleren Platz gemacht, warum das in Deutschland nicht so Reibungslos von statten gehen kann, versteh ich nicht.

Camping in Norwegen ist meist sehr bequem, entweder man sucht einen Campingplatz, welche durchweg ausgeschildert waren oder man sucht sich eine nette Parkbucht an einer kleinen Straße und stellt sein Zelt da auf. Selbst in den Nationalparks ist Zelten erlaubt, die Regeln die es dabei zu beachten gehen, behandeln alle Dinge, die man mit ein wenig Verstand und Sinn für die Natur eh tun würde. Einzig das Feuerverbot aus Brandschutzgründen hat sich mir nicht ganz erschlossen, da es zumindest bei uns viel zu feucht war. Die 3 Campingplätze die wir aufgesucht hatten waren preislich voll und ganz in Ordnung, wer aber eine Hütte haben will muss sehr tief in die Tasche greifen.
Mit dem Zelt sollte man überall einen Platz bekommen (zumindest im August), Hütten sind natürlich nur begrenzt da, was man mit berücksichtigen muss, wenn man Planlos fährt und die Hütten nicht vorgebucht hat.

Kommen wir zu Ausrüstung.
Wie in Korsika haben das Zelt und die Isomatte einen tollen Dienst getan. Ich bleibe dabei, besonders beim Zelt lohnt es sich hochwertige Ware zu kaufen, besonders würde ich hier das Augenmerk darauf legen, dass das Innenzelt in das Außenzelt gehängt wird und nicht wie bei den billigen Zelten, erst das Innenzelt stehen muss und die Außenhülle einfach nur drüber gezogen wird. Mein Schlafsack war etwas kalt, aber mit Biwaksack war auch das kein Problem mehr. Vor dem Urlaub habe ich mir noch einen Adapter Stechkartusche auf Schraubkartusche gekauft, vor allem nachdem ich in Frankreich keine Schraubkartusche gesehen hab. Hier in Norwegen war es aber kein Problem und bereits in der ersten Tankstelle wurden wir fündig.

Meine Stiefel waren nicht für das Wetter ausgelegt, aber da bin ich selbst schuld gewesen. Die gekaufte Softshell ist super praktisch da warm und wasserabweisend, aber eine richtige Regenjacke/Regenhose statt des Ponchos wär gar nicht so verkehrt. Die Hose die ich vorher noch gekauft habe, gefiel mir auch sehr gut, da sie selbst wenn sie nass war, sehr schnell getrocknet ist und dank Kunstfaser auch nicht viel schwerer wurde. Wäre das Wetter besser und wärmer gewesen, hätte man sie sogar abzippen könne, auch praktisch.
Die beiden Berghausrucksäcke machen genau das was sie sollen, ermöglichen das Tragen des Gepäcks und sind bis zu einem gewissen Grad auch wasserfest. Sicherlich gibt es vom Tragekomfort bessere Rucksäcke, die sind dann aber auch häufig knallig bunt :cursing: Weiterer Pluspunkt für den Berghaus: Er ist extrem robust, einzig die Schnalle am Hüftgurt hat bei mir den Geist auf dem Weg von der SBahn nach Hause aufgegeben, original Berghaus Ersatz kostet aber auch nur 5€.

Wir haben für den Urlaub ungefähr 1500€ ausgegeben, was in etwa 42€ pro Kopf und Tag an Ausgaben entspricht. Zieht man Flug und Automiete ab, kommt man sogar auf nur rund 16€ pro Kopf und Tag. Beachten dabei muss man, dass wir recht spartanisch unterwegs waren und nie Essen gegangen sind. Wer auf Hütten und ähnlichen Luxus verzichtet und gegeben falls auch mal das Zelt im Wald oder am Straßenrand aufbaut, kann so viel Geld sparen.

Was würde ich nächstes Mal anders machen?

Abhängig vom Ziel des Urlaubes würde ich nicht mehr mit einem Mietwagen unterwegs sein, ich möchte unbedingt noch mal hoch um 1-2 Wochen durch z.B. den Dovrefjell Nationalpark zu wandern. Wenn das Auto mehrere Tage rumsteht, dann kann man gleich drauf verzichten und mit der Bahn hin fahren.
Ansonsten bleiben nur Schuhe und Regenklamotten die für das nächste Mal mit müssen/sollen.

56

Mittwoch, 7. September 2016, 19:41

Die Schafe sind in Norwegen nicht ganz ungefährlich, vor allem wenn sie auf der Straße in den Tunnels rumliegen oder auch die Straßen verschmutzen.

Sehr schöner Bericht und sehr schöne Bilder! :thumbsup: Ich kann mir vorstellen, Du wirst Norwegen später wieder mal besuchen. :)

blahwas

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57

Mittwoch, 7. September 2016, 23:50

:danke: für den Bericht, die Fotos und das Fazit. Sehr inspirierend. Könnte ich glatt mal nachmachen, meine Freundin will auch Norwegen kennenlernen, und zum Motorradfahren muss ich da nicht unbedingt noch mal hin.

Ist Reisen per Anhalter in Norwegen erlaubt, üblich, aussichtsreich? So viele verschiedene Routen gibt's ja gar nicht und es sind immer reichlich Touris unterwegs, viele davon in Großfahrzeugen...

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58

Donnerstag, 8. September 2016, 07:09

Danke fürs Lob, finde die Bilder auch klasse geworden.:thumbup:

Mit dem Auto ist die verschmutzte Fahrbahn nicht ganz so schlimm.

Auf jeden Fall, das Land ist nicht gestrichen, muss nur noch einen Kumpel zum wandern trainieren :rolleyes:

Erlaubt weiß ich nicht, aber wir haben gerade mal 3 Polizeifahrzeuge gesehen. Ich meine mich zu erinnern, dass es auch Anhalter gab, leider war unser Auto voll :/
Da Norweger freundlich Menschen sind, dürfte das gehen, zumindest an den Hauptverkehrswegen.

Otto

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59

Donnerstag, 15. September 2016, 21:26

Schöne Bilder!
Macht Lust loszufahren. Solange ich noch ins Zelt krabbeln kann möcht ich das auch noch mal versuchen. Wild campen , aber doch etwas weiter abseits von Straßen.
Geht das ?
Darf man das ?
Ich stelle mir grad Waldwege oder zumindest kleine Straßen abseits vor. Gibt es die noch oder gibt es dort Sperren Steine oder
nicht zu umfahrende Hindernisse ?
Früher mit ner kleinen 250 er kam man irgendwie überall hin. Lange mit Gepäck wandern wollte ich eher nicht.
Mit meinem derzeitigen Ungetüm BMW bin ich wohl etwas übermotorisiert ?

60

Donnerstag, 15. September 2016, 21:51

Wild Zelten ist erlaubt, ein paar Regeln gibt es. Jedermannsrecht nennt sich das in Norwegen, bzw. in Skandinavien: http://www.norwegen.no/travel/camping/jedermannsrecht/

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