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blues-indianer

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1

Sonntag, 16. Oktober 2016, 08:02

...und plötzlich ist die Fahrbahn dicht!!!

Gestern -abends ist ja passend zum Abgang in himmlische Spären "Illuminati" im TV gelaufen- schien der Große Manitou mich bei sich haben zu wollen ?!?!? Nur mit dem Unterschied, dass ich dann kein "Erleuchteter" gewesen wäre, sondern mir eine PKW-Fahrerin beinahe die Lichter ausgeknipst hätte (ich finde hier leider kein Icon mit ner Winchester)!!

Ich bin auf dem Rückweg aus dem Bereich Koblenz-Montabaur-Weilburg nach Oberursel, als ich auf einer wunderbaren Kurvenstrecke zwischen Weyer und Münster (seeeehr schön) so mit ca. 100kmh dahingleite und in ca. 80-100m vor mir auf der regulären Spur einen LKW entgegenkommen sehe.

Des Prophetentums zugeneigte Mit- und ohne Glieder/innen werden es sicher schon ahnen: Ja, in einer Rechtskurve schießt hinter dem LKW ein Kombi auf die Überholspur, also auf meiner Fahrbahnseite. Ja, haben wir alle schon erlebt. Diese blöde Kuh (sorry, aber so, wie knapp das war, nehme ich auch Kritik an meiner Ausdrucksweise entgegen), hatte NULL Sicht in den Kurvenverlauf. Auch ohne LKW hätte sie schon nicht viel gesehen, mit LKW aber mal rein gar nix!!!! Sie hat mich dann kommen sehen, gab nochmal Gas, ich bemühte den Druckmodulator des Mopeds... gefühlt passte da keine Briefmarke mehr dazwischen! Ist ja auch total sinnvoll, nochmal Gas zu geben, anstatt abzubremsen und so mehr Raum und Zeit zu geben!!! :cursing: :cursing: :cursing:

Es ist irre, was mir in den 0,03 Sekunden alles durch den Kopf geschossen ist: Das reicht nicht... meine Tochter wächst weiter ohne Vater auf... das rummst jetzt gleich ganz gewaltig... scheiße, das Putzen gestern hättest du dir sparen können... abspringen, abspringen...bis zu: Wenn das hier gut ausgeht, hat BILD am Sonntag eine Mord-Schlagzeile zur freien Verfügung. Aber auch der LKW hat im Traum nicht dran gedacht, vom Gas zu gehen. Von wegen umdrehen und die (s. Zitat oben) zu verfolgen... neee, Leute, mir schlotterten die Beine!

In Münster fuhr ich rechts an eine Bushaltestelle und hockte mich erstmal auf die Wartebank. Auch für mich ist das Thema ja nu nix Neues, aber trotzdem bin ich bei so haarscharfen Situationen immer wieder mental "am Arsch", wenigstens einige Momente lang. Bin dann mit gefühlten 50kmh nach Hause gefahren.

Ich frage mich in der Tat des Öfteren, was Menschen unter der friseurtechnischen Kreativfläche im Elfenbeingewölbe so beherbergen??!! Mit "Hirn" scheint das nicht immer etwas zu tun zu haben. Dass ich jetzt so flachsig schreibe, ist nur meine Art, das zu verarbeiten... irgendwie. In echt war es soooo knapp (bitte zw. Daumen und Zeigefinde die Größe einer Briefmarke simulieren, danke)! Ich habe sie hinter dem LKW ja vorher auch nicht gesehen, es gab also für mich keine Chance, das "vorherzusehen". Wie will man sowas denn verhindern???

Grüße @all und immer gute Fahrt euch,
Henry ;(
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monacoschorsch

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2

Sonntag, 16. Oktober 2016, 09:39

Schön, dass du noch hier bist. Trotz des hammerharten Inhalts unterhaltsam zu lesen.
Hinterherfahren bringt wenig. Die Standardantwort lautet "nicht gesehen", "Viel zu schnell" usw. Und man bringt sich wegen drohender Tätlichkeit selbst in Schwierigkeiten, denn sich dann noch zu beherrschen, würde selbst dem Dalai Lama alles an Konzentration abnötigen.

So ein Erlebnis vergisst man nicht. Mir ist ähnliches passiert, und ich habe die Szene heute noch vor Augen, wie wenn es gestern passiert wäre.

Standard94

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3

Sonntag, 16. Oktober 2016, 10:30

Ich find deinen Schreibstil klasse.

So eine Situation hatte ich auf Korsika auch, da braucht man erst mal eine Pause.
Dagegen kann man leider nicht viel machen, Hirnlose Fahrer wird es immer geben, auch von hinterher fahren halt ich nichts, weil was macht man dann, sollte man den Fahrer stellen?
Selbst wenn man sich das Nummernschild merkt und damit zur Polizei geht, sehe ich wenig Aussicht auf Erfolg.

Von daher: Dem eigenen Schutzengel danken und hoffen, das mehr Menschen mit Hirn fahren.

Manuel

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4

Sonntag, 16. Oktober 2016, 11:00

Puh, das ist heftig. Gut das du noch unter uns bist.
Ich hatte kürzlich auch so eine Situation wo ich danach 30m neben der Straße im Feld stand.

Sunny

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5

Sonntag, 16. Oktober 2016, 11:33

Glück gehabt, sagt man im allgemeinen. Schön dass nichts weiter passiert ist, der Schreck vergeht, die Erinnerung bleibt. Weiterhin gute Fahrt.

Lille

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6

Sonntag, 16. Oktober 2016, 12:26

Im Prinzip kannst Du nur 3 Dinge machen - im Vorfeld - um Deine Chancen in solch einer Situation zu erhöhen.

1) Die grundsätzliche Notfallprogramme trainieren und verinnerlichen, um sie im Notfall abrufen zu können (Gefahrenbremsung, Aufrichten, Ausweichen)

2) Nach Bernt Spiegel (Lesetipp: "Die obere Hälfte des Motorads"): Augen auf für Fluchtwege. Auf einer normalen Landstraße ist massenhaft freier Raum, man muss ihn nur sehen. Selbst bei zwei Fahrzeugen nebeneinander ist noch soviel freier, ungenutzter Raum - man schaut aber wie das Kaninchen die Schlange nur auf die Gefahr - nicht auf den Ausweg. Deswegen wenn man unterwegs ist auch mal das entspannte Fahren nutzen und optisch den freien Raum suchen und die Umgebung begutachten.
Und wenn es, wie bei Manuel, der Ausflug ins Gelände ist. Je nach Gelände ist eine Flucht ins Gelände allemal besser als ein Frontalaufprall.

3) Sich selbst Reserven lassen. So daß noch Luft bleibt, zu reagieren.

Selbst wenn man sich das Nummernschild merkt und damit zur Polizei geht, sehe ich wenig Aussicht auf Erfolg.
Doch - es hat einen "Erfolg". Die Polizei MUSS der Anzeige nachgehen und muss den Autofahrer mit dem Vorwurf konfrontieren. Selbst wenn er ohne Strafe davon kommt und es keine direkten Konsequenzen für ihn hat, bleibt der Eindruck, daß man angezeigt wurde. Je nachdem, wie eindringlich die Polizei vorgeht, wird dem Fahrer ggf bewusst, wie knapp er an einer "Fahrlässigen Tötung" und dessen Konsequenzen vorbeigeschrammt ist.
*Lille*

Dirk U.

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7

Sonntag, 16. Oktober 2016, 12:45

Ich find deinen Schreibstil klasse.
+1

Gut dass es nicht anders ausgegangen ist. :thumbup:

blues-indianer

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Sonntag, 16. Oktober 2016, 13:49

Zuerst danke für eure Antworten und Anregungen. Parallel zum Humor könnte ich aber auch (neben dem Schock-Moment, der irgendwie immer noch da ist) "draufhauen", weshalb es sicher besser war, nicht den Rache-Engel zu mimen. Wer weiß, ob ich da am Ende ich noch ne Anzeige an der Backe hätte?!

Den Hinweis, die Person trotzdem anzuzeigen, finde ich gut und richtig, damit ein Bewusstsein entsteht (wenigstens bei einer Person). Aber ich wäre nicht fähig gewesen, da hinterherzujagen, das hätte ich glaube ich nicht gepackt.

Lille, "Die obere Hälfte des Motorrads" ist das beste (Motorrad) Buch der Welt und persönlich auch "meine Bibel". Da gibt es kaum einen Abschnitt, den ich nicht mit Textmarker und Anmerkungen durchgejuckelt habe. @all: Das Buch ist sowas von gut, und gepaart mit "Motorradtraining alle Tage" (auch von Bernt Spiegel) kann man ganz viel lernen. Ich kenne ihn auch persönlich, ein motorradfahrender Verhaltensforscher, und ein überaus netter Mensch (da souverän)! Ich habe mit ihm mal m/einen Unfall 2013 analysiert.

Lille, vielleicht hat es mir das Leben gerettet, dass ich die "Sicht der freien Räume" in den vergangenen Jahrentatsächlich geübt hatte. Mit dem "defokussierten Blick", oder auch "Panorama-Blick" genannt, bin ich harmlose Strecken gefahren (zB durch den Wald), um zu üben, wieviel mehr man sehen kann. Dadurch sieht man vielleicht eher, wo die Lücke, der "Kanal", die "freie Bahn" ist. Ich kann das bewusst gar nicht richtig selbst analysieren, da ich gestern ja ein Teil des Geschehens war. Zumindest hat es funktioniert. Mein lebenslanges Sportleben auch in Mannschaftssportarten hat hier vielleicht auch dazu beizutragen (Mitspieler sehen etc.). In meinem Fall gestern hätte ich nicht ins Feld fahren können: Leitplanke, deswegen wurde es ja auch so eng geworden.

Heute ist Traum-Wetter, optimal! Aber das Töff bleibt stehen, ich bin nicht cool, sondern aufgewühlt. Ich habe heute nicht drauf, die Sigmar-Gabriel-"Wir müssen in Deutschland unbedingt was ändern und nur mit mir schaffen wir das!"-Gelassenheit zu entwicklen. Auch stundenlanges Meditieren vor einem Bundestagsdebatte-Schlafbild von Mutti aus Berlin lässt mich nicht entspannter werden. Heute zu fahren, wäre nicht wirklich verantwortlich.

Ich habe gedacht: "Nee, Mensch, sowas musste doch nicht ins Forum schreiben, das hat doch Jede/r schon mal erlebt... gäääähn". Aber es gibt immer etwas dazuzulernen, auch heute wieder. Deshalb auch "Danke!" an euch.

Falls euch noch Weiteres einfällt, gerne!
Sonnige Herbstgrüße,
Henry aus Oberursel

PS: Habt ihr eine Idee, warum ich heute k-e-e-e-i-i-i-n-e Ahnung mehr habe, wie ich gestern reagiert und was ich da eigentlich gemacht habe, um den Himmelslift zu vermeiden???
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Sunny

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Sonntag, 16. Oktober 2016, 13:59

Bezüglich Anzeige noch ein kleiner Hinweis von mir. Wenn die Person zuhause eine Familie hat, und die das von der Polizei mitkriegen, wird innerhalb der Familie evtl. darüber diskutiert. Alleine so eine Diskussion kann schon Änderungen am Verhalten produzieren, muss aber nicht. Deshalb bin ich auch der Meinung, wenn die Möglichkeit besteht, Anzeige erstatten. Aber natürlich nicht auf Biegen und Brechen oder unbedingtes Hinterherrasen.

Lille

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10

Sonntag, 16. Oktober 2016, 14:16

In meinem Fall gestern hätte ich nicht ins Feld fahren können: Leitplanke, deswegen wurde es ja auch so eng geworden.


Deswegen meinte ich ja auch "Je nach Gelände" ^^ - ich dachte da eher an meinen persönlichen Horror: keine Leitplanke, dahinter geht's 300m senkrecht nach unten (Furkapass, Klausenpass :cursing: ). Da möchte ich keine "Flucht ins Gelände" ausprobieren. :pinch:

Bei einer Leitplanke könnte ggf immer noch die Flucht nach rechts helfen. Der Überholte hat noch Platz nach (seinem) rechts, der Überholende hat noch Platz nach rechts - und man selbst hat noch 1 Meter fuffzig, um sich durchzuquetschen. Reicht es nicht ganz, hat man vielleicht Quetschungen oder Brüche - aber man man hat trotzdem mehr Chancen als frontal draufhalten.



Den Hinweis, die Person trotzdem anzuzeigen, finde ich gut und richtig, damit ein Bewusstsein entsteht (wenigstens bei einer Person). Aber ich wäre nicht fähig gewesen, da hinterherzujagen, das hätte ich glaube ich nicht gepackt.


Ich auch nicht. Sollte aber irgendwie die Nummer bekannt sein (Zeuge) - oder es ist z.B. ein Firmenwagen, den man erkennt - dann würde ich den Weg der Anzeige gehen. Auch mit Teilinformationen.
*Lille*

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11

Sonntag, 16. Oktober 2016, 14:19

Bezüglich Anzeige noch ein kleiner Hinweis von mir. Wenn die Person zuhause eine Familie hat, und die das von der Polizei mitkriegen, wird innerhalb der Familie evtl. darüber diskutiert. Alleine so eine Diskussion kann schon Änderungen am Verhalten produzieren, muss aber nicht. Deshalb bin ich auch der Meinung, wenn die Möglichkeit besteht, Anzeige erstatten. Aber natürlich nicht auf Biegen und Brechen oder unbedingtes Hinterherrasen.
Ja, stimmt, ich hätte die Landstraße bis zu einer Wendemöglichkeit weiterfahren müssen, dann ordentlcih am Quirl drehen und Daniel Craig verfolgungstechnisch in den Schatten stellen. Wer weiß, was mir in dem Zustand passiert wäre/hätte passieren können?! Da war hinsetzen und durchchillen sicher das Bessere. Vielleicht hätte sie sich ja auch entschuldigt. Ich hab heute auch weniger Aggros als den Schreck im Bauch.
Gruß, Henry
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Schnute

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12

Sonntag, 16. Oktober 2016, 14:26

Doch - es hat einen "Erfolg". Die Polizei MUSS der Anzeige nachgehen und muss den Autofahrer mit dem Vorwurf konfrontieren. Selbst wenn er ohne Strafe davon kommt und es keine direkten Konsequenzen für ihn hat, bleibt der Eindruck, daß man angezeigt wurde. Je nachdem, wie eindringlich die Polizei vorgeht, wird dem Fahrer ggf bewusst, wie knapp er an einer "Fahrlässigen Tötung" und dessen Konsequenzen vorbeigeschrammt ist.


Definitiv! Das hatte ich dieses Jahr als mich eine blöde Kuh (selber Gedankengang damals... sorry) beim Ausscheren auf der Autobahn übersehen hat und mich fast in die Mittelleitplanke gedrängt hat. Ich war allerdings auch mit dem Auto unterwegs.
Anzeige erstattet, die wurde eingestellt, aber das Verfahren als OWi an die Stadt abgegeben.

Mir war es egal, ob sie eine Strafe bekommt oder nicht - Hauptsache sie wird gezwungen mehrfach über das ganze nachdenken zu müssen und verdammt nochmal den Schulterblick zu machen.
Zudem war sie nicht Fahrzeughalterin. Heißt sie musste sich gegenüber dem Halter, der sie wohl benennen musste, auch noch rechtfertigen.
Die Schwierigkeit, mit den meisten Leuten umzugehen, besteht darin, zu ihnen gleichzeitig ehrlich und höflich zu sein.
André Heller


"Dreck ist Materie am falschen Platz."
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13

Sonntag, 16. Oktober 2016, 14:37


Mir war es egal, ob sie eine Strafe bekommt oder nicht - Hauptsache sie wird gezwungen mehrfach über das ganze nachdenken zu müssen und verdammt nochmal den Schulterblick zu machen.


Sorry für OT, aber die Sache mit dem Schulterblick springt mich gerade an.

Schaut doch mal intensiv die Haltung vieler Autofahrer am Lenkrad an. Sehr viele haben die linke Hand am rechten Teil des Lenkrads, ist meist zwischen 12 und 2 Uhr auf dem Lenkrad. Wie soll man bei dieser Haltung einen Schulterblick nach links hinkriegen? Da müsste man ja die Stellung wechseln, das kriegen die meisten auch nicht mehr hin.

Ebenfalls bei sehr vielen in der rechten Hand das Smartphone. Mit dem PKW hupe ich mittlerweile immer, wenn ich solche Knaller überhole, die mit Smartphone in der Hand fahren, die meisten reagieren gar nicht. Wie auch, sie sind ja geistig mit dem Smartphone verbunden.

Genug OT.

blues-indianer

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14

Sonntag, 16. Oktober 2016, 14:43

Deswegen meinte ich ja auch "Je nach Gelände" ^^ - ich dachte da eher an meinen persönlichen Horror: keine Leitplanke, dahinter geht's 300m senkrecht nach unten (Furkapass, Klausenpass :cursing: ). Da möchte ich keine "Flucht ins Gelände" ausprobieren. :pinch:
Ja, ähnlich ist es auf Korsika oder Sardinien. Das wäre was für Sky-Diver 8o

Bei einer Leitplanke könnte ggf immer noch die Flucht nach rechts helfen. Der Überholte hat noch Platz nach (seinem) rechts, der Überholende hat noch Platz nach rechts - und man selbst hat noch 1 Meter fuffzig, um sich durchzuquetschen. Reicht es nicht ganz, hat man vielleicht Quetschungen oder Brüche - aber man man hat trotzdem mehr Chancen als frontal draufhalten.
Auf jeden Fall! Frontal bedeutet Wohnungsauflösung (für die Hinterbliebenen)! :shocked:
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Sonntag, 16. Oktober 2016, 14:51



Definitiv! Das hatte ich dieses Jahr als mich eine blöde Kuh (selber Gedankengang damals... sorry) beim Ausscheren auf der Autobahn übersehen hat und mich fast in die Mittelleitplanke gedrängt hat. Ich war allerdings auch mit dem Auto unterwegs. Anzeige erstattet, die wurde eingestellt...


Inzwischen wird doch rein gar nicht(s) mehr ermittelt. Selbst eine versuchte Körperverletzung (Lebensabschnittspartner meiner Vermieterin) und Beleidigung wird als "zivilrechtliche Zuständigkeit" eingestellt. Manchmal kommt mir D inzwischen vor wie Amerika im 19.Jh. Ich sollte mir das mit der Winchester doch nochmal überlegen!!! :thumbsup: :1:

Moderatoren: Wo bleibt das "Winchester-Icon"???
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Sonntag, 16. Oktober 2016, 14:56

Ebenfalls bei sehr vielen in der rechten Hand das Smartphone. Mit dem PKW hupe ich mittlerweile immer, wenn ich solche Knaller überhole, die mit Smartphone in der Hand fahren, die meisten reagieren gar nicht. Wie auch, sie sind ja geistig mit dem Smartphone verbunden.

Mit dem Auto überhole ich eher selten. Auf dem Weg zur Arbeit kommt es auf 5 Minuten mehr oder weniger an.

Überhole ich doch mal - oder überhole ich mit dem Motorrad - liegt der Daumen/die Hand schon auf der Hupe.

Bin beim Überholen mit dem Motorrad auch schon fast von der Straße gerammt worden. Der Lieferwagen fuhr immer weiter nach links. Als ich neben dem Fahrerhaus war, wurde es eng - also Huuuuuuuuup - der Fahrer war gerade dabei, die Papiere auf dem Beiifahrersitz zu sortieren. 8|
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17

Sonntag, 16. Oktober 2016, 15:50

Überhole ich doch mal - oder überhole ich mit dem Motorrad - liegt der Daumen/die Hand schon auf der Hupe.

Bin beim Überholen mit dem Motorrad auch schon fast von der Straße gerammt worden. Der Lieferwagen fuhr immer weiter nach links. Als ich neben dem Fahrerhaus war, wurde es eng - also Huuuuuuuuup - der Fahrer war gerade dabei, die Papiere auf dem Beiifahrersitz zu sortieren. 8|
Bruder war auch LKW-Fahrer: Essen, trinken, auf.s Navi-schauen sowieso. Fahrerhaus mit Microwelle, schnell mal "Iglo-Seelachs mit Bandnudeln" einschieben. Kaffee läuft auch schon. Da kann Mann ja auch schon mal den aktuellen Playboy auflegen Motorradfahrer... wassen das? .Lieferpapiere runtergefallen... scheixxxe, heb ich die halt auf.... wijetzt e ... andere Verkehrsteilnehmer??? Sehen die Brummipiloten eh nicht, nach 16 Std. auf der Piste... heutzutage gibt es Ruhepausen-Software zum Manipulieren. Würde ein Brummist seine Pausen machen wie vorgeschrieben, wären die arbeitslos... aber ich gebe zu, im Auto manchmal zu telefonieren oder kurz mal was anderes zu machen... wir sind alle nicht perfekt. Nur auf dem Töff wird.s gleich richtig unangenehm!!!
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Lille

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Sonntag, 16. Oktober 2016, 16:02

Ich telefoniere nie im Auto. Das Handy ist in der Tasche und das steht im Fußraum des Beifahrersitzes oder hinter dem Sitz. Da komme ich nicht dran. Steht normalerweise eh auf lautlos und ich bekomme nichts mit.

Weiß ich, daß ich unterwegs telefonieren will (z.B. bei langer Fahrt) mache ich vor dem Motor noch das Bluetooth an - und schmeiße das Handy dann in die Tasche. Dann kann ich über die Freisprecheinrichtung anrufen oder angerufen werden, wenn nötig.

Ansonsten rufe ich halt zurück. Und SMS und WhatsApp wird eh zeitversetzt beantwortet. Das reicht auch in zwei Stunden noch. ^^
*Lille*

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Sonntag, 16. Oktober 2016, 16:10

Ich telefoniere nie im Auto. ...Ansonsten rufe ich halt zurück. Und SMS und WhatsApp wird eh zeitversetzt beantwortet. Das reicht auch in zwei Stunden noch. ^^
Da hast du absolut recht!!!! :thumbup:
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Sonntag, 16. Oktober 2016, 16:11

Zitat von »Standard94«
Selbst wenn man sich das Nummernschild merkt und damit zur Polizei geht, sehe ich wenig Aussicht auf Erfolg.

Doch - es hat einen "Erfolg". Die Polizei MUSS der Anzeige nachgehen und muss den Autofahrer mit dem Vorwurf konfrontieren. Selbst wenn er ohne Strafe davon kommt und es keine direkten Konsequenzen für ihn hat, bleibt der Eindruck, daß man angezeigt wurde. Je nachdem, wie eindringlich die Polizei vorgeht, wird dem Fahrer ggf bewusst, wie knapp er an einer "Fahrlässigen Tötung" und dessen Konsequenzen vorbeigeschrammt ist.


Im Zweifel steht Aussagen gegen Aussagen, das war der Hintergrund

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